Diese Strohhalme gibt es bald bei Aldi.
Diese Strohhalme gibt es bald bei Aldi.Bild: dpa/screenshot instagram wisefood/watson montage

Aldi nimmt gescheitertes "Höhle der Löwen"-Produkt in Sortiment auf

23.12.2019, 12:0128.09.2020, 13:32

Die Geschäftswelt kann schon hart sein. Vor allem für Unternehmer, die gerade erst in der Business-Welt Fuß fassen. Ein gutes Sprungbrett dafür ist die Vox-Show "Höhle der Löwen", in der die Start-up-Gründer ihre Neuerungen vorstellen.

Blöd ist es, wenn die Löwen von den Innovationen nicht so begeistert sind und das Produkt ablehnen. So geschah es mit "Eatapple" – essbaren Strohhalmen. Carsten Maschmeyer befand damals: "Er schmeckt gruselig!“.

Nachhaltiger Strohhalm bei Aldi

Offenbar haben sich die Gründer die Kritik zu Herzen genommen und den Geschmack verkauftstauglich gemacht. Denn der Strohhalm wird bald bei Aldi Süd und Aldi Nord zu finden sein, wie "Business Insider" berichtet.

Am Freitag sollen etwa 4000 Filialen das Produkt anbieten – jedoch nur für kurze Zeit, als Aktionsartikel. Und: für einen geringeren Preis, als ursprünglich bei "Höhle der Löwen" angepriesen. Dort haben die Hersteller 70 Cent pro Strohhalm verlangt – zu viel für die Investoren.

"Höhle der Löwen"-Investoren nicht begeistert

Doch die Investoren hatten damals mehr als den hohen Preis und eigentümlichen Geschmack zu bemängeln: Weiterhin fanden sie den Businessplan nicht gut ausgearbeitet und die Strohhalme verfärbten das Getränk unansehnlich.

Das haben die Gründer nun verbessert

Sie haben aus den Fehlern gelernt, sagte Geschäftsführer Philipp Silbernagel gegenüber "Business Insider":

  • Die Strohhalme halten sich nun 60 Minuten im Getränk, ohne weich zu werden, nicht mehr nur fünf.
  • In alkoholischen, kalten Getränken sogar bis zu zwei Stunden.
  • Das Getränk verfärbe sich nun nicht mehr.
  • Und der Geschmack? Soll auch verbessert sein.

Der Strohhalm unterstützt den Trend, Plastik- und Verpackungsmüll in Läden zu vermeiden. So startete Aldi zum Beispiel seine "Verpackungsoffensive": Im Sommer letzten Jahres hat sich der Discounter-Riese dazu verpflichtet, bis 2025 Verpackungsmüll um 30 Prozent zu verringern. Der Strohalm ist zwar verpackt, kommt aber mit deutlich weniger Plastik aus – und kann nach dem Trinken einfach verputzt werden.

(lin)

Ananas, Mangos und Kiwis aus Bayern: Unternehmen baut Tropenfrüchte regional an

Papayas, Avocados, Kiwis – Tropenfrüchte sind in Deutschland beliebt. Leider sind diese oft mit Pestiziden gespritzt und kommen aus fernen Ländern wie Brasilien, Chile oder Neuseeland. Ihr Import nach Deutschland hinterlässt dabei einen großen CO2 -Fußabdruck, der dem Genuss von Obst bisher einen faden Beigeschmack gibt: So verursacht beispielsweise ein Kilo Papayas, das von Brasilien bis nach Hamburg eingeflogen wurde, 11,6 Kilogramm CO2.

Zur Story