Nachhaltigkeit
Mülheim a. d. Ruhr/Berlin (20.05.2020) Minze, Basilikum, Koriander und weitere frische Kräuter gedeihen jetzt in ALDI SÜD Filialen. Kunden können die Pflanzen aus sogenannten Indoor-Farmen erntefrisch kaufen. Möglich macht dies eine im deutschen Discount exklusive Kooperation mit Infarm aus Berlin, dem weltweit am schnellsten wachsenden Farming-Netzwerk. Die ersten Kräuter-Kleingärten stehen ab Ende Mai in fünf ALDI SÜD Filialen in den Regionen Mönchengladbach und Frankfurt. Bis Ende 2020 sollen sieben weitere Filialen mit den Farmen ausgestattet werden. 

ALDI SÜD erweitert den Frischebereich im Obst- und Gemüsebereich um Kräuter, die frisch in den Filialen heranwachsen. Dafür setzt der Discounter auf den Trend „Indoor Farming“ und stellt in seinen Filialen Kräuter-Kleingärten in Form von transparenten Glasschränken auf, in denen zunächst sechs verschiedene Kräutersorten zu finden sind. Die Kräuter sind für jeweils 0,99 Euro erhältlich. „Unsere Kunden können den Kräutern beim Wachsen zusehen. Sie werden in unseren Filialen angebaut und geerntet –  frischer geht’s nicht“, so David Labinsky, Group Buying Director bei ALDI SÜD. „Durch unsere Partnerschaft unterstützen wir ALDI SÜD nicht nur dabei, die Lieferkette zu reduzieren, wir bauen auch ein Farming-Netzwerk in Deutschland und auf der ganzen Welt auf“, so Erez Galonska, Mitgründer und CEO von Infarm. „Damit machen wir möglich, was immer mehr Menschen nicht nur von ihrer Erfahrung im Lebensmitteleinzelhandel erwarten, sondern sich auch für unseren Planeten wünschen: Nachhaltige, lokale Premium-Qualität und erstklassigen Geschmack, zugänglich und erschwinglich für alle.“

Smarte Kräuter-Kleingärten in den ALDI SÜD Filialen 

Der vertikale und hocheffiziente Anbau der Kleingärten macht möglich, dass sich die Kräuter ganzjährig in der Obst- und Gemüseabteilung der ALDI SÜD Filialen anpflanzen und ernten lassen. Jede Pflanze erhält in der kontrollierten A

Der Kräutergarten im Supermarkt: Minze, Basilikum und Koriander sollen jetzt noch frischer angeboten werden. bild: ALDI SÜD

Aldi Süd revolutioniert Produkt-Segment

Frische Kräuter direkt aus dem Garten: Das soll es künftig auch im Supermarkt geben, ganz ohne Transportweg und Lagerung. Der Discounter Aldi Süd schließt sich dem Trend des "Indoor Farming" an und stellt in seinen Filialen Kräuter-Kleingärten in Form von transparenten Glasschränken auf.

Zunächst sollen in den kleinen Gewächshäusern sechs verschiedene Kräutersorten zu finden sein, die jeweils für 0,99 Euro erhältlich sind.

David Labinsky, Group Buying Director bei Aldi Süd, teilte zu der Gemüseabteilungs-Revolution mit:

"Unsere Kunden können den Kräutern beim Wachsen zusehen. Sie werden in unseren Filialen angebaut und geerntet – frischer geht’s nicht."

David Labinsky mitteilung aldi süd

Die ersten Kräutergärten sollen bereits ab Ende Mai in fünf Aldi Süd Filialen in den Regionen Düsseldorf und Frankfurt entstehen. Bis Ende 2020 werden sieben weitere Filialen mit den Farmen ausgestattet, so das Unternehmen.

Kooperation mit Farming-Netzwerk

Möglich macht das eine Kooperation zwischen Aldi Süd und dem Farming-Netzwerk Infarm aus Berlin. Die Partnerschaft würde dazu beitragen, Lieferketten zu reduzieren, sagte Erez Galonska, Mitgründer und CEO von Infarm in einer Mitteilung.

Es werde das ermöglicht, was sich immer mehr Menschen vom Lebensmitteleinzelhandel erwarten und sich für den Planeten wünschen: "Nachhaltige, lokale Premium-Qualität und erstklassigen Geschmack, zugänglich und erschwinglich für alle", so Galonska.

Die Art und Weise des Anbaus der Kleingärten ermöglicht laut Aldi Süd, dass sich die Kräuter ganzjährig in den Filialen anpflanzen und ernten lassen. Die gläsernen Farmen wurden zudem so optimiert, dass sie möglichst effizient arbeiten. Pro Jahr soll ein zwei Quadratmeter großer Indoor-Kräutergarten etwa 7500 Pflanzen produzieren können.

Durch die Aufzucht direkt in der Filliale werden 90 Prozent weniger Transportwege und 95 Prozent weniger Wasser im Vergleich zur herkömmlichen Produktion benötigt, gibt Aldi Süd an. Außerdem verzichtet Infarm auf den Einsatz von chemischen Pestiziden.

Auch Edeka betreibt "Indoor Farming"

Die Kräutergärten sind mit einer zentralen, cloud-basierten Plattform verbunden, die sich während der dreiwöchigen Wachstumsphase auf die Bedürfnisse der Pflanzen anpasst. Regelmäßig soll außerdem ein Gärtner in die Filiale kommen und nach den Kräuter-Pflanzen sehen.

DEUTSCHLAND, NIEDERSACHSEN, BREMERVÖRDE, 04.12.2019 - Infarm in Edeka-Filiale - Kräuter-Setzlinge wachsen in einem Brutschrank der Firma Infarm direkt im Markt und werden in regelmäßigen Abständen frisch geerntet und in der Edeka-Filiale zum Verkauf angeboten. Infarm ist ein im Jahr 2013 in Berlin gegründetes Start-up-Unternehmen, das mit dem Konzept des Vertical Farming ökologisch erzeugte Kräuter und Gemüsesorten direkt in Restaurants oder in Verkaufseinrichtungen etabliert und dort vermarktet bzw. verkauft. *** GERMANY, NIEDERSACHSEN, BREMERVÖRDE, 04 12 2019 Infarm in Edeka Branch Herb seedlings grow in an incubator of the company Infarm directly in the market and are harvested freshly at regular intervals and offered for sal

Kräuter-Setzlinge der Firma Infarm wachsen direkt im Markt, wie hier in einer Edeka-Filiale. Bild: www.imago-images.de / Michael Matthey

Aldi Süd ist nicht der erste Supermarkt, der auf Kräuter Marke Eigenanbau setzt. Konkurrent Edeka hat das Kräutergarten-Modell bereits in einigen Filialen etabliert und ist mit dem Ergebnis zufrieden. "Bisher haben wir von unseren Endverbrauchern durchwegs positive Rückmeldungen bekommen. Zwar gab es anfangs vermehrt Rückfragen, aber wir haben ihnen dann einfach das neue Konzept erklärt. Seitdem haben schon viele Kunden unserer Kräuterernte live beigewohnt", teilte Edeka-Kaufmann Andreas Nolte mit. Nolte war der erste, der in seinen Filialen die Indoor-Gärten von Infarm einführte.

(lau)

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