Nachhaltigkeit
 Oestliches Graues Riesenkaenguru Macropus giganteus, im Sprung am Strand, Australien, New South Wales, Pebbly Beach eastern gray kangaroo, Eastern grey kangaroo, Great grey kangaroo, forester kangaroo Macropus giganteus, jumping on the beach, Australia, New South Wales, Pebbly Beach BLWS541745 Copyright: xblickwinkel/D.xu.xM.xSheldonx

Ein Östliches Graues Riesenkänguru an einem Strand in Australien Bild: imago images / blickwinkel

Wegen Corona: In Australien hüpfen Kängurus durch die Straßen

Im australischen Adelaide kam es kürzlich zu einem ungewöhnlichen Bild: Durch die leeren Straßen der Millionenstadt hüpfte ein einzelnes Känguru. Die lokale Polizei twitterte ein Video der Begegnung, in der das australische Wappentier im Polizei-Jargon beschrieben wurde:

"Polizeibeamte spürten heute Morgen einem Verdächtigem in einem grauen Fellmantel nach, der durch das Zentrum von Adelaide hopste. Er wurde zuletzt gesehen, als er sich zu Fuß in Richtung von West Parklands bewegte."

Auf dem Video ist zu sehen, wie das Tier eine Straße entlang hüpft und dabei knapp einem Verkehrsunfall entgeht. Ein paar Sekunden ist das Beuteltier nicht zu sehen, bis es glücklicherweise unbeschadet um die Ecke hopst und sich in Richtung einer Grünfläche entfernt.

Hier könnt ihr euch das Video ansehen

Auch wenn wir hier von Australien sprechen, ist es trotzdem nicht normal, dass sich Kängurus einfach im Stadtzentrum aufhalten. Adelaide ist zudem auch keine Kleinstadt, sondern die Hauptstadt des australischen Bundesstaates South Australia und zählt 1,2 Millionen Einwohner. Das Beuteltier hat sich vermutlich wegen der leeren Straßen so weit vorgewagt.

In Australien wurden wegen der Coronavirus-Pandemie einige Maßnahmen getroffen: So sollen die Menschen zu Hause bleiben, außer für essentielle Tätigkeiten, wie Einkäufe oder Arztbesuche. Außerdem ist das Zusammentreffen von mehr als zwei Personen verboten und öffentliche Bereiche wie Spielplätze sind gesperrt.

Wildtiere in Städten

Nicht nur in Australien wagen sich Tiere in fremde Territorien vor: In Venedig sieht man dank des klaren Wassers wieder die Fische und auch in Mailand schwimmen wieder Schwäne auf den Kanälen. In spanischen Großstädten laufen Wildschweine und Pfauen durch die Straßen. In Bogotá werden Füchse gesichtet und in Santiago de Chile sogar ein Puma. Die mit der weltweiten Ausnahmesituation einhergehenden Veränderungen, wie sauberere Luft und weniger Verkehr, sind derzeit für viele Tierarten von Vorteil.

(si)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Interview

"Die Menschheit kann nicht ständig wachsen, ohne dass sie am Ende bezahlen muss"

Aber wenigstens der Natur tut Corona gut. Das hören, lesen oder sagen wir immer wieder. Wir sehen Pinguine, die durch Kapstadt watscheln oder Delphine, die im Bosporus in Istanbul herumschwimmen und denken insgeheim: Ein Gutes hat das Virus ja doch.

Aber stimmt das wirklich? Abgesehen davon, dass es ein recht zynischer Gedanke ist, für ein hehres Ziel wie den Naturschutz einfach mal eben den Tod von bisher über 240.000 Menschen in Kauf zu nehmen, stimmt die Rechnung auch nicht ganz. Darauf …

Artikel lesen
Link zum Artikel