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In Deutschland gibt es rund eine Million Honigbienen-Völker. (Symbolbild) Bild: E+ / florintt

Trotz ungewohnt milder Temperaturen: Jedes 7. Bienenvolk überlebte den Winter nicht

Bienen sind für das Ökosystem enorm wichtig: Sie bestäuben etwa 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen. Doch rund jedes siebte Bienenvolk in Deutschland hat den vergangenen Winter nicht überlebt. Laut einer Auswertung des Fachzentrums für Bienen und Imkerei sowie des Deutschen Imkerbunds sind etwa 15 Prozent der eingewinterten Bienenvölker gestorben.

Damit liegt der Verlust auf ähnlichem Niveau wie im Jahr zuvor – allerdings etwas niedriger als von den Experten erwartet. Sie waren zuvor davon ausgegangen, dass 18 bis 22 Prozent der Völker auf der Strecke bleiben. Denn bereits im Herbst war eine ganze Reihe Völker gestorben, bevor der Dezember dann ungewohnt milde ausfiel.

"Wahrscheinlich haben die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Dezember die Bienenvölker weniger negativ beeinflusst, als dies in kälteren Überwinterungsphasen der Fall zu sein scheint. Das haben Auswertungen für frühere Jahre bereits gezeigt."

Bienen-Experte Christoph Otten

Schuld an den Verlusten sind oft Parasiten wie Milben, die den Völkern zusetzen. Für die Auswertung werden jährlich Zehntausende von Imkern in Deutschland befragt. Mehr als die Hälfte von ihnen war vom Verlust mindestens eines Volkes betroffen. Rechnet man den Verlust finanziell hoch, schätzen die Forscher einen Schaden von rund 30 Millionen Euro. Hinzu kämen dann noch die ausbleibenden Erträge, die die Völker eigentlich hätten bringen sollen.

Die größten Verluste gab es im Norden – nämlich in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Woran das liegt, muss noch weiter erforscht werden. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 100.000 Imker und eine Million Honigbienen-Völker. Die allermeisten Imker sind Hobby- oder Teilzeitimker, weniger als ein Prozent sind Vollzeit-Berufsimker.

(ftü/dpa)

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