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Zwickau: Polizei sperrt A72 für trauernden Hund – er bewachte toten Freund

Polizei Sachsen rettet einen Hund: Der treue Vierbeiner wich seinem gestorbenen Freund nicht von der Seite.
Die Polizei Sachsen musste einen trauernden Hund von der Autobahn nahe Zwickau retten. Bild: Polizei Sachsen / Facebook
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Polizei sperrt komplette A72 für trauernden Hund: Er bewachte seinen toten Freund

11.05.2023, 16:4111.05.2023, 17:22
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Hunde sind loyale und empathische Wesen – sowohl zu ihren Herrchen beziehungsweise Frauchen als auch untereinander. Wie auch Menschen können die Fellnasen dicke Freunde werden und kümmern sich um das Wohlbefinden des anderen.

Das zeigte eine tragische Geschichte, die sich in Sachsen in der Nähe von Zwickau abgespielt hat. Ein Hund verlor auf unglückliche Weise seinen tierischen Wegbegleiter und musste in seiner Trauer von der Polizei Zwickau gerettet werden.

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Die traurige Rettungsaktion ereignete sich auf der Autobahn A72 kurz vor der Anschlussstelle Zwickau-Ost im Bereich einer Baustelle. Dort kontaktierte in der Nacht zu Montag ein Autofahrer die Polizei.

Hund irrt auf A72 bei Zwickau herum

Der Grund: Der Autofahrer entdeckte auf der Autobahn einen auf dem Fahrstreifen herumirrenden Hund. In letzter Sekunde konnte er selbst glücklicherweise einen Zusammenstoß mit dem Vierbeiner vermeiden.

Die Beamt:innen kamen nach der Meldung des Fahrers zu der genannten Stelle auf der Autobahn. Dort fanden die sie jedoch nicht nur einen Hund, sondern gleich zwei.

Die hellbraunen Mischlingshunde waren wohl zuvor gemeinsam unterwegs gewesen – einer musste jedoch von einem Auto angefahren worden sein und lag beim Eintreffen der Polizei tot auf der Straße. Sein loyaler Weggefährte fühlte sich durch den Unfall wohl in die Rolle des Beschützers versetzt und tapste trauernd um den toten Freund herum.

Vollsperrung auf A72: Polizei rettet traurigen Vierbeiner

Die Rettung gestaltete sich aber alles andere als einfach: Die Beamt:innen hatten wohl zunächst Schwierigkeiten, sich dem Duo zu nähern – der trauernde Mischling verteidigte seinen verunglückten Begleiter vehement. Daher mussten die Einsatzkräfte zunächst mithilfe weiterer Beamt:innen aus Sicherheitsgründen die komplette Autobahn in beiden Fahrtrichtungen sperren.

Als die Polizist:innen schließlich genug Vertrauen aufgebaut hatten, beruhigte sich das Tier schließlich und wurde gesichert. Da sein Besitzer zunächst nicht ermittelt werden konnte, wurde die es zunächst in die Obhut eines Tierheimes gegeben.

Halter meldet sich bei Polizei

Die Autobahn wurde gegen 1.30 Uhr wieder freigegeben und der Polizeieinsatz für beendet erklärt.

Die tragische Geschichte endete schließlich noch mit einem Happy End – zumindest den Umständen entsprechend: Das Herrchen holte seinen Vierbeiner wohlbehalten wieder im Tierheim ab.

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