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Bombenfund in Köln: Stadt löst versehentlich Alarm aus

Dieser Blindgänger brachte den Alltag zahlreicher Menschen in Köln durcheinander.
Dieser Blindgänger brachte den Alltag zahlreicher Menschen in Köln durcheinander.Bild: Stadt Köln
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Bombenfund in Köln: Stadt löst versehentlich Alarm aus

05.05.2023, 12:3605.05.2023, 12:36

Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg können noch immer eine Bedrohung für Menschen in Deutschland sein. So auch im Kölner Stadtteil Lindenthal, wo am Donnerstagvormittag ein amerikanischer Blindgänger entdeckt wurde.

Schnell musste gehandelt werden.

Die Entschärfung erfolgte noch am selben Tag. Eine Aktion, die jedoch nicht ohne Folgen blieb. Denn rund 1000 Menschen mussten evakuiert werden. Zahlreiche Personen erhielten zudem eine Warnung, die so eigentlich nicht vorgesehen war.

Chaos in Köln: Evakuierungen und gesperrte Straßen wegen Bombenfund

Der Blindgänger sorgte für viel Wirbel in der Zone um den Fundort. Die Entschärfung wurde gegen 17.45 Uhr freigegeben und war zwar bereits um 18.15 Uhr erfolgreich abgeschlossen.

Die Zone um den Blindgänger musste evakuiert werden: unter anderem Teile der Universitätsstraße und der Bachemer Straße sowie die Wiesen rund um den Aachener Weiher. Glücklicherweise konnten die beiden Krankenhäuser St. Hildegardis und das evangelische Klinikum Köln Weyertal knapp aus dem Evakuierungsgebiet herausgenommen werden.

Die Kölner Behörden arbeiteten Hand in Hand mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Düsseldorf (KDB) und dem Ordnungsamt, um die Entschärfung des Blindgängers schnell und sicher zu gestalten. Mit Erfolg. "Eine Fünf-Zentner-Bombe in Lindenthal wurde gestern vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft", schrieb die Stadt Köln schließlich auf Twitter.

Stadt Köln löst aus Versehen Alarm aus

Die Entschärfung sorgte auch deshalb für viel Aufsehen, weil das Warnsystem Cell Broadcast ausgelöst wurde. Kölner:innen wurden mit einem schrillen Ton und Push-Benachrichtigung auf ihren Smartphones und anderen Geräten vor dem Bombenfund gewarnt. Doch auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" gab die Stadt Köln am Nachmittag bekannt, dass das Auslösen des Systems nicht geplant war. Ein Sprecher sagte:

"Es heute auszulösen, war nicht beabsichtigt, sondern dies erfolgte durch ein versehentlich gesetztes Häkchen. Dadurch gab es die Chance, das System im Ernstfall zu überprüfen. Es wird keine standardmäßige Auslösung bei weiteren regulären Kampfmittelräumungen geben."

Eine Überprüfung, die auch jetzt mögliche Probleme aufzeigte.

Individuelle Spracheinstellungen können Warn-Sprache beeinflussen

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" erhielten einigen Personen die Warnung auf englischer Sprache. Die Stadt Köln vermutet, dass dies möglicherweise auf individuelle Sprach-Einstellungen der Mobiltelefone zurückzuführen ist. Cell Broadcast nutzt das Prinzip von Rundfunksignalen, um Nachrichten an alle kompatiblen Geräte zu senden, die sich in einer bestimmten Funkzelle befinden, ganz ohne App. In diesem Fall wurden alle Personen mit kompatiblen Geräten in Köln gewarnt.

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Nur Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen können die Warnmeldungen auslösen. Technische Fragen und zu Cell Broadcast können auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geklärt werden.

Kreml weist europäische Vorschläge zu Friedensplan zurück
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