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Dalai Lama entschuldigt sich für eklige Forderung an kleinen Jungen

ARCHIV - 20.09.2018, Baden-W
Der Dalai Lama sorgt mit seinem Verhalten einem Jungen gegenüber für Empörung.Bild: dpa / Marijan Murat
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Dalai Lama entschuldigt sich für eklige Forderung an kleinen Jungen

11.04.2023, 12:43
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Der Dalai Lama hat weltweit für Aufregung und große Empörung gesorgt. Der Grund ist ein Vorfall, der sich bei einer Veranstaltung in einem Vorort der nordindischen Stadt Dharamshala am 28. Februar ereignete. Das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten küsste dort einen Jungen, streckte ihm die Zunge raus und bat ihn daraufhin, an dieser zu lutschen. "Lutsch meine Zunge", sagte der 87-Jährige zu ihm.

Ein Video von dem Vorfall verbreitete sich jetzt rasend schnell im Internet. An einem späteren Zeitpunkt ist darin außerdem zu sehen, wie der 87-Jährige den Jungen kitzelt. Nun hat sich der Dalai Lama für sein Verhalten entschuldigt.

Dalai Lama entschuldigt sich in einer Erklärung auf Twitter

"Seine Heiligkeit möchte sich bei dem Jungen und seiner Familie sowie bei seinen vielen Freunden auf der ganzen Welt für die Verletzung entschuldigen, die seine Worte verursacht haben könnten", heißt es in einer Erklärung auf dem Twitter-Profil des geistlichen Oberhaupt Tibets.

Dieser necke die Menschen, die er trifft, "oft auf unschuldige und spielerische Weise, auch in der Öffentlichkeit und vor Kameras", heißt es dort weiter. "Er bedauert den Vorfall."

Seitdem der Videoclip in den sozialen Medien viral gegangen ist, kritisierten viele Menschen das Verhalten des Dalai Lama scharf. Einige bezeichneten das Video auf Twitter etwa als "abstoßend" und "absolut krank".

Dalai Lama seit rund 60 Jahren im Exil

Der Dalai Lama ist für viele Menschen ein Symbol für Harmonie. Seit rund 60 Jahren befindet er sich in Indien im Exil. Von dort aus setzt er sich für die Autonomie Tibets ein und wirbt für die Rechte der Tibeter:innen. Für sie will er auch im Dialog mit China kulturelle und religiöse Freiheiten innerhalb der Volksrepublik erreichen.

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Im Jahr 1989 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und erhielt im Anschluss zahlreiche Einladungen, traf Staatsoberhäupter sowie Hollywood-Stars. Zuletzt ließ die Aufmerksamkeit um ihn jedoch etwas nach. Das wird auf die abnehmenden Reisetätigkeiten des 87-Jährigen zurückgeführt, aber auch auf den wachsenden wirtschaftlichen und politischen Einfluss von China.

(Mit Material von dpa und afp)

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