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Top-News: Mutter von Nawalny durfte Leichnam sehen – und verrät Kreml-Pläne

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Die Mutter des im russischen Straflager gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat nach tagelangem Warten Zugang zu seiner Leiche erhalten.Bild: youtube / Алексей Навальный / Alexej Nawalny
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Mutter von Nawalny durfte Leichnam sehen – und verrät Kreml-Pläne

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22.02.2024, 11:4722.02.2024, 19:52
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Mutter von Nawalny durfte Leichnam ihres Sohnes sehen

Die Mutter des im russischen Straflager gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny hat nach tagelangem Warten Zugang zu seiner Leiche erhalten. Sie habe den Körper ihres Sohnes in der Leichenhalle zu sehen, aber nicht ausgehändigt bekommen, teilte Ljudmila Nawalnaja am Donnerstag in einem Video mit.

Der 47-Jährige war am Freitag vergangener Woche im Straflager gestorben. Seither hatte die Mutter die Leiche in der Region am Polarkreis gesucht. Sie forderte erneut in dem Video, dass ihr der Leichnam ausgehändigt werde, damit sie ihn beerdigen könne. Sie warf dem Machtapparat vor, Nawalny heimlich unter die Erde bringen zu wollen. Sie sagt:

"Laut Gesetz hätten sie mir Alexeis Leiche sofort übergeben sollen, aber das haben sie bisher nicht getan. Stattdessen erpressen sie mich und stellen mir Bedingungen – wo, wann und wie Alexey begraben werden soll. Es ist illegal."

Sie sei auch bedroht worden. "Sie sagen, dass sie etwas mit dem Körper meines Sohnes tun werden, wenn ich einer geheimen Beerdigung nicht zustimme."

Angriff an Gymnasium in Wuppertal war laut Polizei Amoktat

Im Fall des Angriffs auf mehrere Schüler an einem Wuppertaler Gymnasium gehen die Ermittler von einer Amoktat des Verdächtigen aus. Das sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Ein 17-Jähriger hat dort am Donnerstag auf mehrere Schüler eingestochen und sich selbst verletzt. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Düsseldorf sprach von etwa vier bis fünf verletzten Schülern, zwei Schwerverletzte sollen auf der Intensivstation behandelt werden. Der Verdächtige selbst habe sich lebensgefährliche Verletzungen zugefügt.

Bei dem 17-Jährigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Schüler des Gymnasiums im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld. Der Polizeisprecher verwies in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Mitteilung der Schulleitung an Eltern, wonach es sich bei dem mutmaßlichen Angreifer um einen psychisch akut schwer erkrankten 17-jährigen Oberstufenschüler gehandelt haben soll.

22.02.2024, Nordrhein-Westfalen, Wuppertal: Polizeiaustos und Krankenwagen sind an einer Schule im Einsatz. In Wuppertal sind an einer Schule mehrere Sch
Die Polizei war mit einem Großaufgebot an der Schule im Einsatz.Bild: dpa / Christoph Petersen

An dem betroffenen Gymnasium lief ein Großeinsatz, die Schule wurde geräumt. Alle Schüler werden entsprechend betreut, wie die Einsatzkräfte mitteilten.

Toni Kroos kehrt in Fußball-Nationalelf zurück

Toni Kroos wird rund drei Jahre nach seinem Rücktritt wieder für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auflaufen. Er werde nach einer Anfrage von Bundestrainer Julian Nagelsmann "ab März wieder für Deutschland spielen", kündigte der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler von Real Madrid am Donnerstag auf Instagram an. Dazu die Worte:

"Warum? Weil ich vom Bundestrainer gefragt wurde, Bock drauf habe und sicher bin, dass mit der Mannschaft bei der EM viel mehr möglich ist, als die meisten gerade glauben!"

Kroos war das "Metronom" im Mittelfeld der Weltmeister-Elf von 2014, das verlorene EM-Achtelfinale 2021 gegen England in Wembley war sein bis heute letztes von 106 Länderspielen (17). Bei Real Madrid zieht Kroos weiterhin die Fäden und ist einer der sichersten Passgeber der Fußball-Welt. Die Option eines Comebacks hatte er sich in den vergangenen Monaten ausdrücklich offen gehalten, Bundestrainer Julian Nagelsmann nannte dies "eine interessante Idee".

Verdi kündigt Streikwelle bei Bussen und Bahnen an

Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommende Woche bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr auf. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte, sind die Arbeitskämpfe regional an unterschiedlichen Tagen geplant, mit dem 1. März als Hauptstreiktag. Bayern ist als einziges Bundesland nicht betroffen.

ARCHIV - 09.10.2020, Berlin: Busse mit Verdi-Fahnen stehen hinter einer Schranke an der Einfahrt zum Betriebshof der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Lichtenberg. Im
Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommende Woche bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr auf.Bild: dpa / Annette Riedl

Parallel zu den Warnstreiks organisiert Fridays For Future für den 1. März zahlreiche Demonstrationen gegen die Klimakrise. In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere Warnstreiks im ÖPNV in einzelnen Bundesländern. Am 2. Februar bestreikte Verdi den öffentlichen Personennahverkehr in einer bundesweit koordinierten Aktion in nahezu allen Bundesändern. Damals waren nach Gewerkschaftsangaben mehr als 80 Städte und rund 40 Landkreise betroffen.

Streifenwagen, Feuerwehrfahrzeuge, Rettungswagen, Ordnungsamt und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz.

Über die Hintergründe zur Tat gibt es noch keine offiziellen Angaben. Laut "RP" soll ein Streit unter Oberstufenschülern des Gymnasiums eskaliert sein. Aus welcher genau, sei noch unklar. Die Schulleiterin selbst soll dann die Tatwaffe sichergestellt haben. Nach der Tat habe sich der mutmaßliche Täter selbst verletzt haben.

Dani Alves zu vier Jahren Knast verurteilt

Dani Alves, ehemaliger brasilianischer Nationalspieler und Ex-Barca-Profi, muss für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Ein Gericht in Barcelona hat Alves am Donnerstag verurteilt, es sah den Straftatbestand der sexuellen Nötigung als erfüllt an. Der jungen Frau, die ihn angezeigt hatte, muss er 150.000 Euro Schadensersatz zahlen. Die damals 23-Jährige warf ihm vor, sie am 30. Dezember 2022 in einem Nachtklub in Barcelona vergewaltigt zu haben.

Former FC Barcelona, Barca s Brazilian player Dani Alves, accused of sexually assaulting a woman inside a bathroom at a disco in Barcelona in December 2022, sits on the dock moments after the trial ag ...
Dani Alves saß über ein Jahr in Untersuchungshaft.Bild: imago images / Agencia EFE

Der ehemalige brasilianische Nationalspieler, der früher bei den Top-Klubs FC Barcelona und Paris Saint-Germain spielte, sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. Alves hatte die Vorwürfe vor Gericht bestritten. Die Staatsanwaltschaft forderte ihrerseits in dem Prozess neun Jahre Haft.

Neue Streikgefahr bei Lufthansa: Gewerkschaft Ufo startet Urabstimmung

Passagiere der Lufthansa müssen sich auf neuerliche Streiks im nächsten Tarifkonflikt bei der Airline einstellen. Die Gewerkschaft Ufo erklärte am Donnerstag die Tarifverhandlungen für rund 18.000 Kabinenbeschäftigte für gescheitert. Sie rief ihre Mitglieder auf, in einer Urabstimmung ab kommender Woche bis 6. März über Streiks zu entscheiden. Die Lufthansa habe in einem weiteren Spitzengespräch kein ausreichendes Angebot vorgelegt, teilte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) in Frankfurt mit.

20.02.2024, Hessen, Frankfurt/Main: In einem Protestzug ziehen Warnstreik-Teilnehmer in Richtung Terminal 1 des Flughafens. Die Gewerkschaft Verdi hat das Lufthansa-Bodenpersonal erneut zu einem Warns ...
Der Lufthansa-Streik ist beendet. Nun wird wieder verhandelt.Bild: dpa / Boris Roessler

"Wir gehen den Weg der Eskalation nicht gerne, es bleibt uns aber keine Alternative, solange die Lufthansa nicht auf unsere berechtigten Forderungen eingeht", sagte der Ufo-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger. Die Kabine habe Forderungen, die mehr als berechtigt seien. In der Krise hätten die Beschäftigten große Zugeständnisse gemacht, um Arbeitsplätze zu sichern. Er rechne bei der Urabstimmung mit einer hohen Beteiligung, sagte Bürger.

Die Gewerkschaft hatte bereits Ende Januar die Gehaltsverhandlungen für die Flugbegleiter der Stammgesellschaft einseitig abgebrochen und sich kampfbereit gezeigt. Den Vergütungstarifvertrag für die Lufthansa Kabine hatte sie zum Jahresende 2023 gekündigt.

(mit Material von dpa und afp)

Mindestens 29 Tote und drei Verletzte bei Brand in Istanbuler Nachtclub
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Bei einem Brand in der türkischen Metropole Istanbul sind nach Behördenangaben am Dienstag mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Ein Schwerverletzter werde im Krankenhaus behandelt, teilte das Büro des Istanbuler Gouverneurs Davut Gül mit. Der Feuer war demnach bei Bauarbeiten in einer Disko im ersten und zweiten Untergeschoss eines 16-stöckigen Wohnhauses ausgebrochen, in der Folge stieg die von den Behörden genannte Opferzahl ständig an. Der genaue Auslöser blieb zunächst unklar.

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