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Uli Hoeneß, scheidender Präsident des FC Bayern. Bild: imago images/Revierfoto

Uli Hoeneß verrät im "Sportstudio" Hintergründe zur Trennung von Niko Kovac

Mit dem 4:0-Sieg gegen Borussia Dortmund am Samstagabend war Uli Hoeneß voll und ganz zufrieden. Es war sein letztes Spiel als Präsident des FC Bayern München, und der 67-Jährige durfte noch einmal im eigenen Stadion mit ansehen, wie die Mannschaft den größten Bundesliga-Konkurrenten der vergangenen Jahre abermals ärgerte.

Friede, Freude, Eierkuchen also? Na ja, nicht ganz... Hoeneß legte am Samstagabend in der ZDF-Sendung "Sportstudio" im Fall des kürzlich entlassenen Bayern-Trainers Niko Kovac nochmal nach. Dabei hatte der Bayern-Präsident doch schon längst mitgeteilt, dass zur Causa Kovac alles gesagt sei. Aber der Reihe nach.

Vorläufiges Festhalten an Hansi Flick "alternativlos"

Im "Sportstudio" erklärte Hoeneß, der während des Interviews mit Boris Büchler seinen rot-weißen Bayern-Schal trug, zunächst, dass ein vorläufiges Festhalten an Interimstrainer Hansi Flick alternativlos sei. "Eines ist doch klar: Nach so einer überragenden Woche mit zwei überzeugenden Siegen kann man doch nicht sagen, den Hansi Flick schicken wir jetzt erstmal wieder weg und holen irgendeinen, der vielleicht nur ein paar Monate arbeiten kann", sagte Hoeneß.

Dann verriet der in der kommenden Woche scheidende Bayern-Präsident ein interessantes Detail, das aufhorchen lässt und der Demission von Kovac eine neue Geschmacksnote gibt. Offenbar waren Teile des Teams gegen Kovac.

"Strömungen im Team, die den Trainer weg haben wollten"

Der Verein sei bei Chefcoach Niko Kovac nach dem 1:5 bei Eintracht Frankfurt vor einer Woche zum Handeln gezwungen gewesen. Kovac hatte laut Hoeneß den Rückhalt im Team verloren: "Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weg haben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert", sagte Hoeneß. Kovac selbst bezeichnete das Ende der Zusammenarbeit als "richtige Entscheidung".

Zuvor hatte Hoeneß bei "Sky" gesagt, dass es ihm immer darum gegangen sei, Kovac "einen vernünftigen Abschied zu machen, das habe ich ja auch wesentlich vorangetrieben." Und weiter: "Bei mir gehen die Trainer fast immer als Freunde."

Bei der Nachfolgeregelung für Kovac gebe es noch "überhaupt keine Entscheidung", erklärte Hoeneß im "Sportstudio" weiter. "Bei den Gesprächen, die anstehen in den nächsten Wochen, wird sicherlich auch zunächst mal über Hansi Flick gesprochen."

Mit den zwei Siegen in der Champions League gegen Olympiakos Piräus (2:0) und gegen den BVB in der Bundesliga habe der Verein Zeit gewonnen, "die er braucht, um sich klar zu werden, was man will". Das Ziel müsse eine "langfristige Lösung" sein, urteilte Hoeneß: "Bis es zu so einer kommt, bin ich der Meinung, ist Hansi Flick keine schlechte Lösung."

Ein letzter Sieg und ein letztes Machtwort von UIi Hoeneß. So kennt man ihn.

(as/dpa)

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