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Soccer Football - Champions League - Group B - Olympiacos v Bayern Munich - Karaiskakis Stadium, Piraeus, Greece - October 22, 2019  Bayern Munich coach Niko Kovac during the match  REUTERS/Costas Baltas

Niko Kovac ist seit Sonntag arbeitslos. Bild: Costas Baltas/Reuters

Bayern wirft Kovac raus – und kassiert den Spott der Fans

Paukenschlag am Sonntagabend: Der FC Bayern München hat seinen Trainer Niko Kovac entlassen. Trotz eines Doubles bleiben vielen Bayern-Fans vor allem unruhige Zeiten in Erinnerung, wenn sie an die 455 Tage ihrer Mannschaft unter Niko Kovac zurückdenken.

Auf einen Bayern-Fan kommt in Deutschland (mindestens) ein Bayern-Spotter. Und so ist es wenig überraschend, dass die Entscheidung der Verantwortlichen an der Säbener Straße auch mehr Witze produziert hat, als die Frankfurter am Samstag Tore gegen den Rekordmeister.

Beginnen wir mit dem offensichtlichen Heynckes-Witz:

Für alle Leser, die sich verklickt haben: Der Trainer Jupp Heynckes hat die Bayern in den letzten zehn Jahren schon dreimal aus einer Krise gerettet. Bayern-Boss Hoeneß hätte Heynckes gerne behalten. Ging aber nicht. Also setzte er Kovac auf die Trainerbank.

Ja, es gab viele Heynckes-Witze – aber nur Comedy-Autor Micky Beisenherz konnte seinen schön vertonen:

Natürlich müssen wir auch über den Neuerschen Reklamierarm nicht unerwähnt lassen:

Bitte mal alle den Arm heben, die das lustig fanden...

Torwart Manuel NEUER (M) reklamiert nach dem Tor zum 1:0, l. Jerome BOATENG (M), Fussball 1. Bundesliga, 11. Spieltag, Borussia Dortmund (DO) - FC Bayern Muenchen (M), am 19.11.2016 in Dortmund/ Deutschland.

Goalkeeper Manuel later m claims After the goal to 1 0 l Jerome Boateng m Football 1 Bundesliga 11 Matchday Borussia Dortmund Do FC Bavaria Munich m at 19 11 2016 in Dortmund Germany

Danke, Manu! Bild: imago sportfotodienst

Beim FC Bayern München sprach man von einer einvernehmlichen Trennung:

Eine Trennung, die für Kovac auch ihr Gutes hat:

Nun heißt es: In die Zukunft schauen. Oder wie Uli Hoeneß sagen würde:

Nico Kovac verlässt FC Bayern München: Wie es nun weitergeht

Apropos, Uli Hoeneß. Der Bayern-Präsident will einen prächtigen Abschied, wenn er auf der Mitgliederversammlung des FC Bayern am 15. November nicht mehr als Präsident kandidieren will. Nun dürften die Trainer-Turbulenzen das lange geplante "Servus" des Kovac-Befürworters aber überschatten.

Rummenigge galt nicht als Fan des ehemaligen kroatischen Nationaltrainers. Längst werden mögliche Nachfolger für Kovac gehandelt – wie das eigenwillige Leipziger Mastermind Ralf Rangnick, der bei Juventus Turin ausgeschiedene Dauermeister Massimiliano Allegri oder der frühere Bayern-Nachwuchscoach Erik ten Hag von Ajax Amsterdam.

Zuletzt war es nicht nur die fehlende Konstanz, die dem Trainer vermehrt Kritik einbrachte. Mit dem überflüssigen "Not-am-Mann"-Kommentar zum häufig als Reservisten eingesetzten Thomas Müller machte sich Kovac keine Freunde. Nach schwachen Spielen nahm er stärker die Profis in die Kritik und sich selbst davon aus.

Auch dass Kovac seine Stärken als Trainer in den Punkten Kompaktheit und Defensivverhalten hat, war zuletzt überhaupt nicht mehr zu sehen. 16 Gegentore sprechen eine klare Sprache: Das sind mehr als bei Aufsteiger Union Berlin und so viele wie zu diesem Saisonzeitpunkt zuletzt unter Jürgen Klinsmann im Jahr 2008.

(pb/dpa)

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