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Dortmund-Trainer Marco Rose war mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Fürth nicht zufrieden. Bild: imago images / Guido Kirchner
Bundesliga

BVB-Trainer zofft sich mit TV-Experte: "Nagelt gegen Dortmund"

16.12.2021, 15:41

Zwischen "Sky"-Experte Didi Hamann und BVB-Trainer Marco Rose sind nach dem Bundesligaspiel der Dortmunder gegen Greuther Fürth ordentlich die Fetzen geflogen. "Didi Hamann nagelt gegen uns, eigentlich von Beginn dieser Saison an", sagte der BVB-Coach bissig über den Experten im Studio, "sich jede Woche hinzustellen und gegen uns zu schießen, ist dann auch schwierig. Vielleicht lade ich ihn mal ins Stadion oder zu mir ein."

Was war passiert? "Sky"-Experte Didi Hamann hatte die Leistung des lange Zeit ideenlosen BVB beim 3:0 über den Tabellenletzten kritisiert. "Sie haben 12:8-Torschüsse gegen einen Abstiegskandidaten, das ist mir zu wenig. Das war schwere Kost – wie schon die gesamte Saison. Das hat mit Fußball nichts zu tun." Der BVB würde keinen "Fußball spielen", sondern "Fußball arbeiten", findet der Ex-Nationalspieler.

Für Rose kommt die Dortmunder Verletzungsmisere bei der Kritik zu kurz

Das wollte Trainer Rose so nicht stehen lassen. "Ich glaube, wenn man unsere Saison sieht und die Umstände, unter denen wir arbeiten, kann man ein paar Sachen nachvollziehen. Wenn dir ständig die Hälfte fehlt, du mit wenig Spielern in die Saison gehst, dir ständig Jungs wegbrechen und du nie mit der Mannschaft spielen kannst, mit der du spielen möchtest. Wir haben 34 Punkte in der Bundesliga und auch schon ein paar ordentliche Spiele gemacht."

Überhaupt, man sollte sich doch freuen, dass Dortmund als einziges Team in der Bundesliga überhaupt versuche, an den Bayern dranzubleiben. "Wir haben einen guten Kader, ja. Aber wir haben eben auch mit vielen Verletzungen und Ausfällen zu kämpfen. Und deshalb sage ich: Die Kritik ist nicht immer fair, Didi Hamann nagelt gegen Dortmund."

Doch in der Tat, viel hätte nicht gefehlt, dann hätte die Borussia ihre Titelchance komplett verspielt. Fürth war dem zwischenzeitlichen Ausgleich nahe und sogar gefährlicher als ein vollkommen schläfriger BVB, bis Erling Haaland sein zweites Tor erzielte (82./ zuvor 33., Handelfmeter) und Donyell Malen (89.) zum Endstand traf.

Während Trainer Marco Rose im TV-Interview bei "Sky" Dampf abließ, sorgte noch eine weitere Szene nach Schlusspfiff für Diskussionen. Matchwinner Haaland absolvierte seine Ehrenrunde nach dem zähen Sieg gegen den Abstiegskandidaten ganz allein, fern der feiernden Mannschaft.

Ob sich Haaland auch bereits innerlich von seiner Mannschaft ein Stückchen entfernt, blieb offen. Der Norweger, der selten Interviews fürs deutsche Fernsehen gibt, sprach diesmal auch nicht mit den Medien aus seiner Heimat. Wer wollte, konnte in den Szenen nach dem Abpfiff eine gewisse Symbolik erkennen: Haaland scheint dem BVB entrückt, die Zeichen stehen wohl auf Abschied, da er den Verein im Sommer durch eine Ausstiegsklausel für 75 bis 90 Millionen Euro verlassen kann.

(nik/ mit Material von afp)

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