28.09.2021 - Fu
Mats Hummels (Mitte) und Marco Reus sind nicht mehr ganz unumstritten beim BVB. Julian Brandt könnte den Klub wohl verlassen. Bild: www.imago-images.de / Noah Wedel
Bundesliga

Nach Saison ohne Titel: So soll der BVB-Umbruch jetzt ablaufen – Situation um Hummels und Reus unklar

03.03.2022, 11:10

Aus in der Champions-League-Gruppenphase, Aus in der Europa-League-Zwischenrunde, Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale und in der Bundesliga acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München – Borussia Dortmund wird die erste Saison unter Trainer Marco Rose ohne einen Titel beenden.

Mit Niklas Süle, der ablösefrei vom FC Bayern kommt, gibt es bereits einen Neuzugang für den Sommer. Doch der Kader der Dortmunder wird sich in den kommenden Transferphasen noch grundlegend verändern.

Dabei kommt auf Sebastian Kehl, der im Sommer das Amt des Sportdirektors von Michael Zorc übernimmt, eine Menge Arbeit zu. Die Streichliste beim BVB ist lang.

BVB will mehr Leader-Fähigkeiten, Tempo und Torgefahr

Um in der kommenden Saison sportlich erfolgreich zu sein, haben die BVB-Verantwortlichen laut der "Sport Bild" vier Schwächen ausgemacht, die im kommenden Transferfenster behoben werden sollen.

Dortmund will Spieler mit einer Leader-Mentalität holen. Dort wurde mit Süle bereits der erste Schritt getan. Zudem will der BVB schnellere Spieler verpflichten. In dieser Saison sah man zu häufig, dass besonders die Defensive zu langsam ist. Dafür sollen Noussair Mazraoui von Ajax Amstersdam und Boubacar Kamara von Olympique Marseille weit oben auf der Liste der Schwarz-Gelben stehen.

Bei einem Abgang von Stürmerstar Erling Haaland soll zudem ein torgefährlicher Angreifer kommen. Und als vierten Punkt wollen die Verantwortlichen einen kreativen Spieler verpflichten, der wie Jadon Sancho für besondere Momente sorgen kann.

Einer, der Torgefahr und Kreativität vereinen könnte, wäre Salzburgs Karim Adeyemi. Doch laut "Sport Bild" sollen die Dortmunder Verantwortlichen sich weiterhin weigern, die von Salzburg geforderte Ablöse von 42,5 Millionen Euro zu zahlen.

Witsel, Can, Schulz, Bürki, Hazard und Brandt könnten BVB verlassen

Um diese Transfers finanzieren zu können, muss der Kader aber gehörig ausgedünnt werden. Gleich 17 Verträge laufen spätestens im Sommer 2023 aus.

Fußball: Bundesliga, FC Bayern München - Borussia Dortmund, 24. Spieltag in der Allianz Arena. Dortmunds Mittelfeldspieler Emre Can (r-l) und Münchens Stürmer Robert Lewandowski neben Dortmunds Mittel ...
Fraglich, ob Julian Brand (l.) und Emre Can (r.) über den Sommer hinaus in Dortmund bleiben. Bild: dpa-POOL / Sven Hoppe

Der Vertrag von Axel Witsel, der mit sieben Millionen Euro Jahresgehalt zu den Top-Verdienern gehört, läuft im Sommer aus und wird nicht verlängert. Laut "Sport Bild" würde sich der BVB wohl auch gern von Emre Can (acht Millionen Euro Jahresgehalt), Nico Schulz (sechs Millionen) und Roman Bürki (sechs Millionen) trennen.

Zudem könnte der Verein bei einem entsprechenden Angebot auch Thorgan Hazard und Julian Brandt abgeben. Und sollte Manchester United ein konkretes Angebot für Verteidiger Manuel Akanji abgeben, wäre ein Abgang auch denkbar.

Fraglich ist zudem, wie Sebastian Kehl mit der Situation um Kapitän Marco Reus und Co-Kapitän Mats Hummels umgeht. Beide Verträge laufen 2023 aus und mit zehn Millionen Euro (Hummels) und zwölf Millionen Euro (Reus) gehören sie zu den Top-Verdienern.

Doch die beiden Identifikationsfiguren des Klubs spielten in dieser Saison zu inkonstant und zeigten zu selten Top-Leistungen, um eine Verlängerung zu gleichen Bezügen zu rechtfertigen.

(lgr)

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