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Gruselig: Geisterspiel in Gladbach. Bild: imago images/Mika Volkmann

Bericht: DFL plant Geisterspiele – mit nur 239 Personen im Stadion

Bei möglichen Geisterspielen in der Bundesliga will die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nur noch 239 Menschen ins Stadion lassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Zu den Partien, die nach der Unterbrechung der laufenden Saison frühestens Anfang Mai stattfinden könnten, dürften dann unter anderen 30 Ordner und vier Balljungen in den Innenraum einer Arena, schreibt die Zeitung, der nach eigenen Angaben entsprechende Planungen der DFL vorliegen.

Bericht: Bei Geisterspielen künftig nur noch 126 Personen im Stadioninnenraum

Beim bis dato einzigen Geisterspiel der Bundesliga – am 11. März beim Mönchengladbacher 2:1 gegen Köln – durften noch 600 Menschen in den Borussia-Park: die Spieler, Trainer, wenige Journalisten, Ordner und Sanitäter. Die Zuschauerränge blieben leer.

Künftig dürfen nur noch 126 Personen in den Innenraum: Die Mannschaften in kompletter Stärke, pro Team sind nur noch acht Trainer, Betreuer und Ärzte zugelassen. Dazu kommen 113 Personen auf den Tribünen – darunter 30 Journalisten. Statt bislang zwölf werden nur noch vier Balljungen dabei sein. Die stärkste Gruppe im Innenraum stellt laut "Bild" das Fernsehen mit insgesamt 36 Personen.

VIP-Gäste und Klubmitarbeiter ohne Funktion dürfen nicht auf die Ränge. Nur acht Mitglieder pro Delegation sind erlaubt. Zu trinken und zu essen gibt es nichts. Vor dem Stadion sind nochmals 50 Ordner geplant, um Fan-Ansammlungen zu verhindern.

"Kicker": Personenanzahl noch nicht final und kann je nach Spielort unterschiedlich sein

Der "Kicker" berichtet am Dienstag, dass auf der DFL-Mitgliederversammlung vergangene Woche in Sachen Geisterspiele mehrere Modelle vorgestellt worden seien. Final sei die Anzahl der bei Geisterspielen erlaubten Personen aber noch nicht entschieden. Nach weiteren Informationen, die dem Fachmagazin dazu vorliegen, können die Personenanzahl je nach Spielort unterschiedlich sein.

In der Bundesliga und in der 2. Liga wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das hatten die 36 Profi-Klubs Ende März auf einer virtuellen Mitgliederversammlung auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März in Mönchengladbach statt – das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten.

Keine Spiele heißt auch keine Einnahmen: Hilft jetzt Sky den Klubs?

Durch die ausbleibenden TV-Einnahmen fehlt einigen Klubs ein mehrstelliger Millionenbetrag, einigen von ihnen droht laut einem "Kicker"-Bericht sogar die Insolvenz.

Der Pay-TV-Sender Sky könnte durch die Corona-Krise finanziell stark belasteten Klubs der ersten und zweiten Bundesliga möglicherweise mit der Vorauszahlung von TV-Geldern helfen. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe soll Sky mit der DFL über diese finanzielle Unterstützung für die 36 Profiklubs verhandeln. "Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden", sagte ein Sky-Sprecher.

TV-Rechteinhaber Sky ist mit durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr aktuell der größte Finanzier der Liga. Die DFL-Vereine warten noch auf die vierte und letzte Rate für die laufende Saison, die im Mai von den TV-Rechteinhabern gezahlt werden soll.

dpa

(as/dpa)

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