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FC Bayern: Steht ein Klub-Boss vor dem Aus? – Präsident Hainer äußert sich

Oliver KAHN, FCB CEO, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern M
Bayerns Führungstrio um Präsident Herbert Hainer (v.l.), Sportvorstand Hasan Salihamidžić und Vorstand Oliver Kahn könnte in Zukunft anders zusammengestellt werden.Bild: www.imago-images.de / imago images
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FC Bayern: Steht ein Klub-Boss vor dem Aus? – Präsident Hainer reagiert

20.04.2023, 17:23
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Der FC Bayern München kommt nicht zur Ruhe. Das Top-Team aus München hat in den vergangenen zwei Wochen zwei Titel verspielt. Zunächst schied das Team von Trainer Thomas Tuchel im Pokal gegen Freiburg aus, nun folgte das Viertelfinale aus gegen Manchester City nach einer 0:3-Pleite im Hinspiel und einem 1:1 im Rückspiel.

Tuchel, der vor rund einem Monat Julian Nagelsmann ersetzte, hat es nicht geschafft, das anvisierte Triple zu gewinnen. Die Enttäuschung beim deutschen Rekordmeister ist daher groß. Nun könnte besonders einem Klub-Boss harte Konsequenzen drohen.

Fjørtoft berichtet von Kahn-Aus beim FC Bayern

Der norwegische Sportjournalist und Ex-Profi Jan Aage Fjørtoft berichtete auf Twitter davon, dass er erfahren habe, dass es "eine 'Frage der Zeit'" sei, bis "Oliver Kahn, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern von seinem Amt entfernt werde".

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Laut dem ehemaligen norwegischen Nationalspieler wird beim FC Bayern darüber diskutiert, ob Präsident Herbert Hainer als Interimsvorstand arbeiten könnte. Zusätzlich sei auch ein Comeback von Uli Hoeneß als Vorstand eine Option.

Außerdem bringt Fjørtoft einen weiteren möglichen Vorstandsvorsitzenden ins Spiel: "Der wahrscheinlichste Kandidat unter den Ex-Bayern-Spielern ist Philipp Lahm. Aber er hat einen tollen Job als Geschäftsführer der Euro 2024 in Deutschland."

Die Diskussionen um Kahn begründet Fjørtoft damit, dass der ehemalige Welttorhüter seit seinem Amtsantritt im Sommer 2021 nie die Mitarbeiter für sich gewinnen konnte und "deshalb nicht genug Lobby/Unterstützung hat, wenn es so schwierig wird wie jetzt." Sportvorstand Hasan Salihamidžić scheint hingegen "vorerst gerettet zu sein", weil er als "Hoeneß' Mann" gesehen werde.

Auch die "Bild" berichtet über Diskussionen rund um die Zukunft von Oliver Kahn beim FC Bayern. Ein vorzeitiges Ende als Vorstands-Vorsitzender sei daher nicht ausgeschlossen.

Mittlerweile hat Bayern-Präsident Herbert Hainer auf die Tweets von Fjørtoft reagiert. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte der 68-Jährige klar und deutlich: "Nein, diese Gerüchte stimmen nicht."

Dass sich eine große Unzufriedenheit gegenüber den Vereinsbossen auch bei den Fans breit gemacht hat, wurde am Ende des Rückspiels gegen Manchester City klar. Kurz vor Abpfiff entrollten die Anhänger auf der Südtribüne ein Banner, auf dem zu lesen war: "Ziele dürfen verfehlt werden – Werte des Vereins nicht! Führungspolitik hinterfragen!"

Fußball Champions League Viertelfinale FC Bayern München - Manchester City am 19.04.2023 in der Allianz Arena in München Banner im München Fanblock mit der Aufschrift: Ziele dürfen verfehlt werden - W ...
Das Banner, das die Fans kurz vor Schluss ausrollten, übt harte Kritik an den VereinsbossenBild: Imago Images / Revierfoto

Eine klare Kritik, die sich gegen Kahn und Salihamidžić richtet und auf den Ablauf der Trennung vom ehemaligen Trainer Julian Nagelsmann anspielt. Nagelsmann hatte von der Trennung aus den Medien erfahren und wurde Ende März zu einem Zeitpunkt beurlaubt, an dem der Klub noch die Chance auf drei Titel hatte. 27 Tage später können die Münchner nur noch Meister werden und besonders Oliver Kahn muss nun offenbar um seinen Job bangen.

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Bevor das DFB-Team am 14. Juni gegen Schottland in die Heim-EM startet, muss Julian Nagelsmann noch einem Profi die schwere Nachricht überbringen, dass er nicht an dem Turnier im eigenen Land teilnehmen wird. 27 Spieler hat der Bundestrainer schließlich in seinen vorläufigen EM-Kader berufen, 26 darf er am Ende aber nur mitnehmen.

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