20.03.2021, Nordrhein-Westfalen, K
Dortmunds Star-Stürmer Erling Haarland hätte auch zu anderen europäischen Topklubs wechseln können, glaubt sein Spielerberater.Bild: dpa / Marius Becker
Bundesliga

Haaland-Spielerberater: BVB-Wechsel könnte Fehler gewesen sein

30.03.2021, 14:1430.03.2021, 19:05

Der Spielerberater von Stürmerstar Erling Haarland, Mino Raiola, hat in einem Interview mit "The Athletic" den Wechsel zu Borussia Dortmund infrage gestellt. In dem Gespräch stellte er fest, dass der direkte Wechsel zu einem anderen europäischen Spitzenklub vielleicht sinnvoller gewesen wäre. "Bei Haaland hat sich jeder getäuscht. Er hat die Dinge so viel schneller bewältigt als jeder es gedacht hatte. Haaland ist der Zeit in seiner eigenen Entwicklung voraus", sagte Raiola. Er ergänzte: "Vielleicht war ich zu vorsichtig, als ich sagte: 'Oh nein, lass uns nach Dortmund gehen anstatt irgendwo anders hin.'"

Der norwegische Nationalspieler war vom norwegischen Erstligisten Molde FK 2019 zu RB Salzburg gewechselt, bevor er 2020 einen Vertrag bei Dortmund unterschrieb. Seitdem ist der 20-Jährige zum Star der Mannschaft geworden. In 36 Bundesligaspielen erzielte er 34 Tore. In der Champions League traf er in 14 Spielen 20 Mal.

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Mino Raiola ist ein Star unter den Spielerberatern. Zu seinen Klienten zählen neben Haaland unter anderem Zlatan Ibrahimović, Paul Pogba und Mario Balotelli.Bild: imago-images/Nicolò Campo/LaPresse\nNicol

Spielerberater Raiola geriet über seinen Schützling regelrecht ins Schwärmen: "Dieser Junge, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher, kann zu jedem Klub gehen. Und er hätte es schon letztes Jahr tun können." Statt aber den Schritt zu einem Topklub wie Real Madrid, Barcelona oder Manchester United zu wagen, entschied sich Haarland für den BVB. 20 Millionen Euro ließen sich die Schwarzgelben das Stürmertalent kosten. Dafür erhielt Haarland einen Vertrag bis 2024. Eine Ausstiegsklausel gilt erst ab 2022.

Barca ist interessiert – Real ist der Wunsch

Raiola munkelt: "Vielleicht dachten die Teams letztes Jahr noch: 'Oh, er war nur bei Red Bull, kann er diese Leistung auch bei einem anderen Klub bringen?'". Tatsächlich hat Haaland alle Erwartungen übertroffen. Ein vorzeitiger Abschied aus Dortmund ist aber in der nächsten Zeit erstmal nicht zu erwarten. "Derzeit gilt es zu warten und zu schauen, was im besten Interesse des Spielers ist", so Raiola.

Insbesondere der FC Barcelona wurde zuletzt mit dem Stürmer in Verbindung gebracht. Unter dem neuen Präsidenten Joan Laporta genieße der Norweger die höchste Priorität in den Transferplänen, berichtet die spanische Sportzeitung "Marca". Laut der "ABC" möchte Haaland hingegen"unbedingt" zu Real Madrid wechseln. Demnach müssten die Königlichen 160 Millionen Euro für Haaland bereitstellen.

(lau)

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