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Borussia Dortmund: Zukunft von Marco Reus beim BVB wohl geklärt

April 10, 2024, Madrid, Madrid, SPAIN: Marco Reus of Borussia Dortmund greeting the fans during the UEFA Champions League, Quarter finals, football match played between Atletico de Madrid and Borussia ...
Marco Reus könnte den BVB nach der Saison verlassen.Bild: imago images / Irina R. Hipolito
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BVB: Bei der Zukunft von Marco Reus gibt es eine klare Tendenz

01.05.2024, 12:19
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Es ist nicht das Ende, was eine großartige Karriere verdient, aber in diesem Fall vielleicht auf tragische Weise nur folgerichtig. BVB-Routinier Marco Reus, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, befindet sich im Spätherbst seines fußballerischen Schaffens – und der verläuft einer Legende unwürdig, wenn es nach den Fans geht.

Seine Profizeit war von Rückschlägen geprägt wie kaum eine Zweite. Immenses Verletzungspech sorgte immer wieder dafür, dass Reus große Turniere verpasste. So musste er die Europameisterschaften 2016 und 2021 sowie die Weltmeisterschaften 2014 und 2022 verletzungsbedingt auf dem Fernseher verfolgen.

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Besonders bitter war dabei das Turnier 2014, als Reus sich nur sechs Tage vor Beginn des Turniers im letzten Testspiel eine Verletzung zuzog und den Titelgewinn versäumte. Es ist eine dieser Karrieren, bei der man sich zwangsläufig fragt, was wäre gewesen, wenn?

Beim BVB hat sich Reus trotzdem für immer in die Herzen der Fans gespielt. 2012 kehrte der gebürtige Dortmunder heim und blieb der Borussia immer treu – auch in schlechten Zeiten. Als der Klub 2015 unter Jürgen Klopp in der schwersten Krise seit Jahren steckte, setzte Reus mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung ein wichtiges Zeichen.

Da schmerzt vielen Fans der bisherige Saisonverlauf gewaltig. In der Rückrunde stand der 34-Jährige nur in fünf von 19 Pflichtspielen in der Startelf. In der Liga durfte er dreimal nicht mal als Joker ran. Mitte April kursierten Bilder auf Social Media, die beim Spiel gegen Gladbach den sichtlich frustrierten Reus auf der Bank zeigten.

Ob der Ex-Kapitän in der kommenden Saison noch einmal die Chance bekommt, gegen seinen ehemaligen Verein aufzulaufen, ist ungewiss. Jetzt gibt es Neuigkeiten um den möglichen Abschied.

Bei Marco Reus stehen die Zeichen auf Abschied

Wie die "Sport Bild" berichtet, tendieren die Dortmunder Verantwortlichen stark dazu, den Vertrag nicht zu verlängern. Das würde eine Trennung in wenigen Wochen bedeuten. Reus selbst wolle seine Karriere noch nicht im Sommer beenden.

Ein Grund für ein mögliches jähes BVB-Ende sind aus Sicht des Klubs interne Querelen. Das Verhältnis zwischen Reus und Trainer Edin Terzić sei laut "Sport Bild" schon seit Monaten unterkühlt. Der Routinier mache keinen Hehl daraus, dass er mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden sei und lasse Terzić das auch spüren.

Ende letzten Jahres, als der BVB in der Krise steckte, gab es Gerüchte um eine Meuterei, die von Reus ausgehe und gegen den Coach gerichtet gewesen sei. Er soll sich bei Klub-Boss Hans-Joachim Watzke gegen ein Weitermachen Terzić' ausgesprochen haben. Beide bestreiten das.

Dennoch soll das Trainerteam auch auf Bestreben des Ex-Kapitäns verstärkt worden sein, wie "Sport Bild" berichtet. Reus habe in einem Gipfel mit weiteren Führungsspielern und Sportdirektor Sebastian Kehl die Coaches als unzulänglich kritisiert.

Einige Wochen später kamen mit Sven Bender und Nuri Şahin zwei neue Assistenten. Doch der bittere Beigeschmack, dass Reus mit dem Cheftrainer unzufrieden sei, blieb.

Sollte es nicht zu einer Vertragsverlängerung kommen, sei für Reus ein Wechsel innerhalb der Bundesliga für ihn so gut wie ausgeschlossen, wie die "Sport Bild" berichtet. Eine ernsthafte Option seien die USA. Es gebe bereits mehrere Anfragen aus der MLS.

EM 2024: Lothar Matthäus mit spannender These zu DFB-Rücktritt von Thomas Müller

Offiziell bestätigt ist die Meldung noch nicht, es ist aber zweifelsohne das Ereignis, das bei deutschen Fans den EM-Finaleinzug der Spanier überschattet. Wie die "Bild" berichtet, beendet Thomas Müller seine Karriere in der DFB-Auswahl nach 131 Länderspielen mit 45 Toren. Nach Toni Kroos würde die deutsche Nationalmannschaft somit eine weitere prägende Figur des vergangenen Jahrzehnts verlieren.

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