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Dortmunds Mats Hummels (r.) ist vor Wolfsburgs Yannick Gerhardt am Ball. Bild: imago images / imago images

"Haben dem Gegner die Punkte geschenkt": Hummels tritt gegen Favre nach

Borussia Dortmunds Mats Hummels hat in einem Interview mit der "Sport Bild" über die Gründe der Entlassung von Trainer Lucien Favre gesprochen – und das Spiel des BVB unter dem 54-Jährigen scharf kritisiert.

Bereits nach der 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart Mitte Dezember – die schließlich Favres Entlassung bedeutete – hatte Kapitän Marco Reus gesagt, dass der BVB eine Mannschaft sei, die nicht verteidigen könne. "Wir haben dem Gegner zu leicht die Bälle, die Tore und die Punkte geschenkt. Das müssen wir abstellen. Es muss wieder harte Arbeit sein, den BVB zu schlagen – und kein Vergnügen," fordert nun auch Hummels.

Unter Favre war das Limit erreicht

Zwar sei nicht alles unter dem Schweizer Trainer schlecht gewesen, doch in den eineinhalb Jahren hätten sich laut Hummels "Kinderkrankheiten eingeschlichen".

Insgesamt will er die Zeit unter Favre aber nicht nur negativ bewerten. "Im vergangenen halben Jahr war nicht alles schlecht. Wir sind als Gruppenerster in die K.O.-Phase der Champions League eingezogen und haben uns in der Liga erst im Dezember in ein kleines Loch geschaufelt."

Dass Favre schlussendlich gehen musste, erklärt der Verteidiger so, dass bei den BVB-Bossen der Eindruck entstand, "dass es in dieser Konstellation ein Limit gab, welches wir mit Lucien Favre maximal erreichen können." Und er führte weiter aus. "Ich denke, bei den Verantwortlichen reifte dann der Entschluss, etwas verändern zu müssen, um über dieses Limit hinausgehen zu können."

Besonders gegen Mannschaften, die tief in ihrer eigenen Hälfte verteidigen, haben die Dortmunder selten Ideen, sich bis zum Tor zu kombinieren, es wird oft viel zu kompliziert gespielt. Daher gab Hummels im Interview seinen Teamkollegen einen Rat mit auf den Weg. "Weniger zocken, als wären wir in Fünf-gegen-Fünf-Spielformen wie die Kids beim Hallenfußball. Wettkampfsituationen herstellen, um alles dem Gewinnen unterzuordnen."

Hummels: "Wenn Gegner uns mit Härte begegnen, haben wir noch zu oft Probleme"

Unter dem neuen Trainer Edin Terzic gelangen dem Vizemeister bisher drei Siege und eine Niederlage. Nachdem der BVB Mitte Dezember 1:2 gegen Union Berlin verloren hatte, zeigte sich Hummels ziemlich frustriert und boxte kurz nach Spielschluss gegen eine Interviewwand.

Unter dem 38 Jahre alten Trainer läuft es trotz der Siege aber auch noch nicht ganz rund. Denn: "Wenn Gegner uns mit Härte begegnen, haben wir noch zu oft Probleme", sagt der Weltmeister von 2014 über die Schwäche seines Teams. Dennoch ist sich Hummels sicher, dass Terzic Punkte ins Dortmunder Spiel bringen kann, die zu einer erfolgreichen Saison führen können.

Doch aktuell ist vieles im Dortmunder Offensivspiel noch holprig. Der Erfolg des BVB hängt stark von der individuellen Klasse von Spielern wie Jadon Sancho, Erling Haaland oder Giovanni Reyna ab. Marco Reus erklärt dazu in der "WAZ": "Die Leichtigkeit ist nicht da. Aber jeder Sieg, jedes Tor gibt uns vorne Selbstsicherheit und ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen stärker in den Flow kommen."

(lgr)

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