Sport
mematic Nike

Bild: mematic.net

Trump-Fans verbrennen ihre Sneakers und das Internet lacht sich tot

Irgendwie ist es ja lustig: Da macht die Sportmarke Nike in den USA eine politisch angehauchte PR-Kampagne und erntet einen Shitstorm. Kritiker beginnen, ihre Sneakers öffentlich zu zerstören. Dann beginnen wiederum Kritiker der Kritiker diesen Boykott ins Lächerliche zu ziehen – mit Memes von Spongebob. 

Und wir in Deutschland?

Popcorn gespannt gifPopcorn gespannt gif

Bild: www.giphy.com

Lehnen uns zurück und beobachten den ganzen Wahnsinn genüsslich im Internet... Oder bei uns – denn wir zeigen dir die lustigsten Reaktionen auf den Nike-Boykott.

Warte – was war überhaupt los?!

Der Kniefall der 49ers

49er Nike

Bild: imago sportfotodienst

NFL-Spieler Colin Kaepernick verlor seinen Job als Quarterback bei den 49ers, nachdem er 2016 bei einem Spiel während der Nationalhymne auf die Knie ging, um gegen Polizeigewalt zu protestieren.

Nun hat ihn der Sporthersteller Nike zum neuen Gesicht ihrer Kampagne gemacht und wirbt mit dem Spruch: "Glaube an etwas. Selbst wenn das heißt, alles zu riskieren."

Die Kampagne

Trump-Fans reagierten mit einem "Boykott"...

"Ich werde mich hinknien, um meine Nikes aufzuschnüren und wegzuwerfen."

Hunderte amerikanische "Patrioten" posteten auf Twitter und Instagram unter #BoykottNike, wie sie Produkte der Firma entsorgten oder zerstörten, um ein Zeichen zu setzen. Sie kritisieren, dass Kaepernick durch die neue Kampagne zum Helden gemacht würde, obwohl sie seine Aktion für unpatriotisch halten. Ihr Hauptargument: Er hätte mit seinem, Kniefall die Nationalhymne nicht ausreichend gewürdigt. 

...und das finden viele Leute eher lustig, als beeindruckend 

"Ich die ganze Woche in meinen Nikes, wenn ich ,Patrioten' sehe:"

"Das Starter-Kit für ,Ich boykottiere Nike'"

"Wie Nike schläft, nachdem es gesehen hat, wie Leute ihre billigsten Schuhe verbrennen."

Allerdings:

Dazwischen gibt es auch Anmerkungen, dass der Firma mit dem Boykott und dem Gegen-Boykott jetzt einen PR-Coup gelungen ist, der Kritik am Unternehmen generell untergehen lässt.

Dabei gäbe es Gründe, das Unternehmen problematisch zu finden. Eine Gruppe Investigativreporter (Observer, Danwatch) hatten erst 2015 herausgefunden, dass in den kambodschanischen Fabriken von Nike, Puma und Asics, die Arbeiter unter extrem kurzen Verträgen, mieser Bezahlung und dem gesundheitlich bedenklichen Arbeitsumfeld litten.

Außerdem wird das Unternehmen derzeit von mehreren Frauen verklagt, die Nike sexistische Geschäftspraktiken vorwerfen (mehr dazu bei Front Office Sports).

(jd)

Statt Hass kannst du dir auch das auf Instagram 'reinziehen:

abspielen

Video: watson/Marius Notter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Am Wochenende mussten Trumps wirtschaftliche Berater Sonderschichten schieben. Larry Kudlow und Peter Navarro, die beiden Spitzenkräfte des präsidialen Wirtschaftsteams, waren auf allen TV-Kanälen vertreten. Beide hatten die gleiche Botschaft zu verkünden: Keine Angst, die amerikanische Wirtschaft steuert nicht auf eine Rezession zu.

Beide wirkten wenig überzeugend. Das liegt einerseits an ihrem schlechten Ruf. Kudlow gilt als TV-Schwätzer, der einst ein gröberes Kokain-Problem hatte und den …

Artikel lesen
Link zum Artikel