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EM 2024

DFB-Team: Per Mertesacker gibt Julian Nagelsmann Tipps für den EM-Kader

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Per Mertesacker wird die Heim-EM als ZDF-Experte begleiten.Bild: IMAGO images / Martin Hoffmann
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DFB-Team: Per Mertesacker gibt Julian Nagelsmann Tipps für den EM-Kader

13.05.2024, 11:56
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Am 14. Juni eröffnet das DFB-Team die Heim-EM in München gegen Schottland. Schon einen Monat vorher versucht die deutsche Nationalmannschaft, die Vorfreude auf das Großereignis bei den Fans anzukurbeln.

So wurde am Sonntagabend über die "Tagesschau" die durchaus überraschende Kadernominierung von Nico Schlotterbeck, der bei den jüngsten Partien im DFB-Aufgebot gefehlt hatte, verkündet. Am Montag legte der Verband selbst nach, bestätigte das EM-Ticket von Jonathan Tah in einem Video auf Instagram.

Die Nominierung des Leverkuseners ist keine Sensation, er wird bei der Heim-EM aller Voraussicht nach gemeinsam mit Antonio Rüdiger die deutsche Innenverteidigung bilden. Überraschend ist aber die grundsätzliche Kommunikationsstrategie des DFB.

DFB-Kader für Heim-EM soll sukzessive verkündet werden

Bevor der komplette, vorläufige Kader am Donnerstag von Julian Nagelsmann in Berlin verkündet wird, soll laut "Bild" rund ein Dutzend Namen über Medien, Prominente, Influencer und Fans verkündet werden.

Wie groß das vorläufige Aufgebot am Ende sein wird, dürfte hingegen bis zum Donnerstag offen bleiben. Nach oben hin sind dem Aufgebot keine Grenzen gesetzt, zum Turnier darf der Bundestrainer dann aber maximal 26 Spieler mitnehmen. Die Uefa hat die Anzahl der möglichen Kaderplätze kürzlich angehoben, ursprünglich waren 23 Profis pro Team angedacht.

Trotz der Anpassung muss Nagelsmann keine 26 Nationalspieler berufen. Per Mertesacker rät ihm davon auch dringend ab. "Ich würde das nicht ausreizen. Ich würde die Vorbereitung mit mehreren Spielern bestreiten, aber nur 23 mit zur EM nehmen", sagte der Weltmeister von 2014 dem "Kicker".

Per Mertesacker hofft auf Anton Stach im deutschen EM-Kader

Allzu viele Überraschungen erwartet er nach der Nominierung von Schlotterbeck dabei nicht mehr. "Der März-Kader hat, was die Mischung aus altbekannten Gesichtern und Neulingen sowie den unterschiedlichen Spielertypen betraf, eigentlich ganz gut gepasst", lobte er die Kaderzusammenstellung bei den jüngsten Länderspielen.

Der Kader sei "sehr homogen" gewesen, "da waren wir auf allen Positionen gut aufgestellt". Mertesacker verspürte dabei trotz der Abwesenheit von Mats Hummels und Leon Goretzka keinen Mangel an Erfahrung. Mit Toni Kroos kehrte schließlich ein echter Routinier zurück.

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"Ich hatte auch große Zweifel mit Toni, ob das gut gehen kann, wenn man die Geschichte wieder aufwärmt. Aber man muss nach den beiden Spielen sagen, dass er eine Schlüsselfigur ist", lobte Mertesacker seinen früheren Teamkollegen.

Den vielen warmen Worten rund um den März-Kader zum Trotz wünscht sich der ZDF-Experte aber auch eine Veränderung: "Ich würde vielleicht Anton Stach als zweikampf- und kopfballstarken Sechser dazunehmen, wenn es einmal darum geht, in den Schlussminuten gemeinsam mit Robert Andrich ein Ergebnis über die Bühne zu bringen."

Der Hoffenheim-Profi lief bis dato zweimal für die deutsche A-Nationalmannschaft auf, durfte sich unter Nagelsmann-Vorgänger Hansi Flick insgesamt 31 Minuten lang zeigen. Seit Juni 2022 wurde Stach aber nicht mehr für das DFB-Team nominiert, wäre nun also eine echte Überraschung.

Mertesacker lobt DFB-Duo Tah und Rüdiger

Für Tah, der am Montagmorgen als zweiter Profi offiziell sein EM-Ticket erhalten hat, gilt dies nicht. "Tah ist das Rückgrat von Bayer Leverkusen. Er hat gegen Österreich zwar nicht sein bestes Länderspiel gemacht, aber er strahlt im Moment eine unglaubliche Ruhe und Konstanz aus", war Mertesacker voll des Lobes.

Davon wiederum profitiere auch Antonio Rüdiger: "Ihm tut es gut, wenn er einen Spieler neben sich hat, dem er hundertprozentig vertrauen kann." Davon wiederum soll am Ende das ganze DFB-Team profitieren. Tah und Rüdiger sollen das stabile Fundament für eine erfolgreiche Heim-EM bilden.

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Die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im eigenen Land verlief für die deutsche Nationalmannschaft gut, aber nicht optimal. Die Stammspieler Toni Kroos und Antonio Rüdiger reisten wegen des Champions-League-Finals verspätet an; am Mittwoch musste Bundestrainer Julian Nagelsmann das EM-Aus von Aleksandar Pavlović verkraften; und die Fußballöffentlichkeit diskutierte intensiv wie lange nicht über die Nummer 1.

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