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EM 2024: Österreich besiegt Polen – TV-Experte mit Lewandowski-Irrtum

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Christoph Baumgartner feiert seinen Treffer zum 2:1. Am Ende besiegt Österreich die Polen mit 3:1.Bild: AP / Petr Josek
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EM 2024: Österreich besiegt Polen – TV-Experte Michael Ballack mit Lewandowski-Irrtum

21.06.2024, 21:34
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Nach der Pleite im ersten Spiel gegen Frankreich (0:1) holt Österreich den wichtigen Sieg (3:1) in der Partie gegen Polen. Das Team von Ralf Rangnick kann nun doch noch vom Achtelfinale träumen, die Polen hingegen stehen mit null Punkten nach zwei Spielen da.

Die Tore

1:0 Gernot Trauner (9.)
1:1 Krzysztof Piątek (30.)
2:1 Christoph Baumgartner (66.)
3:1 Marko Arnautović (78./Elfmeter)

Das Bild des Spiels

Es ist eine Szene vom Aufwärmen. Und Wojciech Szczesny, der Torhüter der Polen, schaut ganz und gar nicht zufrieden aus der Wäsche. Man könnte unken: Er ahnte, dass er bereits in der neunten Minute ein Gegentor kassieren wird.

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Der Torhüter der polnischen Nationalmannschaft.Bild: imago images / SNa

Zitat der 90 Minuten

Robert Lewandowski ist Rekordnationalspieler und -torschütze Polens. Sein Ausfall aufgrund eines Muskelfaserriss im letzten Test-Spiel vor Turnierstart gegen die Türkei schockte sein Land. Über ein Comeback des 35-Jährigen wurde dennoch lange vor der Partie spekuliert.

Kurz vor Anpfiff gab Magenta-TV-Experte Michael Ballack jedoch eine düstere Prognose ab: "In dieser Kürze der Zeit ist es eigentlich nicht möglich, zurückzukommen. Auch für das dritte Gruppenspiel wird es sehr, sehr eng." Ballack beendet seine Diagnose: "Ein Muskelfaserriss braucht vier Wochen. Deshalb wäre es Wahnsinn, wenn wir ihn hier nochmal sehen – zumindest in der Vorrunde."

Gut eine Stunde später musste sich Ballack verwundert die Augen reiben: Robert Lewandowski wurde in der 63. Minute eingewechselt.

Zahl des Spiels: 9

Bereits in der 9. Minute ging Österreich um Nationaltrainer Ralf Rangnick in Führung. Nach einem Freistoß auf der linken Seite gelang Phillipp Mwene erneut an den Ball, schlug eine Flanke in den Strafraum. Dort kam der aufgerückte Innenverteidiger Gernot Trauner zum Kopfball lenkte die Kugel aus fünf Metern ins Tor zur Führung.

So früh traf die österreichische Mannschaft eine Ewigkeit nicht mehr bei einem großen Turnier – genauer gesagt 70 Jahre nicht. Zuletzt schlugen die Österreicher bei der WM 1954 früher zu, damals gelangen zwei Treffer jeweils in der 4. Minute.

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Kuriosität der Partie

Im ersten Gruppen-Spiel gegen Frankreich (0:1) hatte Rangnick noch auf die Innenverteidigung um Maximilian Wöber und Kevin Danso gesetzt. Gegen die Polen tauschte der Nationaltrainer beide aus. Neben Torschütze Trauner kam auch Philipp Lienhart in die Startelf. Eine komplett neue Innenverteidigung ist eine echte Rarität, lohnte sich aber.

Die Ärztin des Spiels

ARD-Expertin Almuth Schult sprach vor der Partie über die Verletzung von Robert Lewandowski. Sie hätte es für ein" Wunder" gehalten, wäre er für die Partie rechtzeitig fit geworden. Und warnte eindringlich vor einer "Reruptur", also einem erneuten Muskelfaserriss. Moderator Alexander Bommes schaute beeindruckt. Und nannte Schult "Doktorin".

Am Ende irrte sich Schult wie Michael Ballack. Was du oben nachlesen kannst

Wie es für die Teams weitergeht

Am Dienstag steigt der letzte Spieltag in der Gruppenphase. Österreich tritt dann im Berliner Olympiastadion gegen die Niederlande an. Polen hingegen muss nach Dortmund und sich dem Star-Ensemble Frankreichs stellen.

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