London, England, 28th April 2022. Ansgar Knauff of Eintracht Frankfurt celebrate scoring the first goal during the UEFA Europa League match at the London Stadium, London. Picture credit should read: P ...
Die Eintracht-Spieler feiern ihr erstes Tor im Spiel gegen West Ham United.Bild: imago images / imago images
Europa League

Europa League: ARD-Reporter von englischen Fans mitten im Frankfurt-Spiel attackiert

29.04.2022, 11:2829.04.2022, 14:11

Beim Europa-League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und West Ham United am Donnerstagabend sind zwei Radio-Reporter des Hessischen Rundfunks angegriffen worden. Fans des Londoner Fußballvereins attackierten völlig überraschend die beiden Journalisten Tim Brockmeier und Philipp Hofmeister nach dem 1:1-Ausgleich durch West Hams Michail Antonio in der 21. Minute.

Nach dem West-Ham-Tor waren einige Sekunden nur laute Rufe und Geräusche im Hintergrund der Übertragung zu hören, bis Hofmeister schließlich mitteilte: "Wir werden hier gerade von den englischen Fans attackiert. Deshalb waren wir kurz weg." Weiter schilderte er live den Angriff: "Meinem Kollegen Tim haben sie das Headset runtergeworfen."

Trotz des Schreckmoments moderierten die beiden Reporter weiter. Hofmeister fragte seinen Kollegen, wie es ihm gehe, Brockmeier ordnete die Situation daraufhin ein: "Es ist krass. So etwas habe ich noch nie erlebt, auch nicht bei anderen Auswärtsspielen in England." Hörbar mitgenommen sagte er: "Ich muss mich ein bisschen sortieren. Wir müssen gucken, dass wir ein bisschen Sicherheitspersonal hierher bekommen."

Nach der Halbzeitpause kommentierten Hofmeister und Brockmeier die zweite Hälfte des Spiels von einem anderen Platz aus.

Brockmeier schildert Details: "Faustschläge an den Hinterkopf"

Den beiden Reportern geht es nach dem Angriff auf sie eigenen Angaben zufolge gut. Tim Brockmeier meldete sich bei Twitter und schilderte weitere Details der Attacke: "Mehrfach Faustschläge an den Hinterkopf, in den Nacken, in den Rücken, ist wohl nicht die feine englische Art." Zudem bedankt er sich bei den Mitarbeitern beider Vereine dafür, dass sie ihn und seinen Kollegen "in der Pause regelrecht in Sicherheit gebracht haben, bringen mussten".

Sein Kollege Philipp Hofmeister bedankte sich zudem bei allen Fans von West Ham, die "den Fußball lieben und ihre Gegner respektieren" und schrieb ebenfalls bei Twitter: "Uns geht es gut."

Der englische Klub verurteilte das Geschehen. "Wir werden daran arbeiten, die Täter ausfindig zu machen", wurde ein Klubsprecher von West Ham vom "Kicker" am Freitag zitiert. "Sie werden eine unbefristete Sperre erhalten und weder das London Stadium betreten noch mit dem Klub reisen dürfen. Es gibt keinen Platz für ein solches Verhalten."

(si / mit Material von dpa)

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