Die RB-Fangruppe "Red Aces" hat sich nach den Vorkommnissen in Halle eindeutig positioniert.
Die RB-Fangruppe "Red Aces" hat sich nach den Vorkommnissen in Halle eindeutig positioniert.
Bild: imago images/Picture Point LE

Bundesliga-Fankurven zeigen Banner gegen Antisemitismus

21.10.2019, 11:5721.10.2019, 13:00

Die Bilder des Terroranschlags von Halle an der Saale sind noch immer in den Köpfen der Deutschen. Die Stadt in Sachsen-Anhalt steht seitdem im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus zusammen: Bis zu 16.000 Menschen haben am Samstag auf dem Marktplatz mit dem Popsänger Mark Forster gegen den Hass angesungen. Bei dem Konzert unter dem Motto "#HalleZusammen" sollte ein Zeichen für Toleranz, ein friedliches Miteinander und gegen Ausgrenzung gesetzt werden. Auch auf anderen Bühnen machten sich Menschen gegen Antisemitismus und Rassismus stark.

In der Bundesliga zeigten zahlreichen Fankurven Flagge: So hatten unter anderem Fangruppen von Werder Bremen, RB Leipzig und Fortuna Düsseldorf Spruchbänder vorbereitet. Die Werder-Ultragruppe Caillera schrieb auf ihren Bannern: "Weder verwirrter Einzeltäter, noch Alarmsignal. 'Nie wieder' muss mehr als nur ein Slogan sein. Gegen jeden Antisemitismus!"

Damit bezogen sich die Fans auf die Initiative "!Nie wieder", diese Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau, hatten Fußballfreunde 2004 aufgegriffen und den "Erinnerungstag im deutschen Fußball" ins Leben gerufen. Mit Aktionen und Veranstaltungen rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Profifußball jedes Jahr allen Menschen, die durch die Nazi-Diktatur und deren Folgen unmittelbar betroffen waren.

Eine Ultragruppe von RB Leipzig (Foto ganz oben) hatte bei der Partie zwischen Leipzig und dem VfL Wolfsburg ebenfalls ein Banner vorbereitet, auf dem stand: "Antisemitismus hat viele Formen, alle davon sind tödlich. In Gedenken an die Opfer von Halle."

Auch beim Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Mainz 05 hatten Ultras ein Transparent gezeigt. Darauf stand: "Nazis, euch holt der Mossad, nie wieder Faschismus!"

(bn)

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