Celtic v Raith Rovers - Scottish Cup - Fifth Round - Celtic Park. Celtic’s Christopher Jullien during the Scottish Cup fifth round match at Celtic Park, Glasgow. Picture date: Sunday February 13, 2022 ...
Christopher Jullien fehlte Celtic das komplette Kalenderjahr 2021 wegen einer Knieverletzung.Bild: PA Wire / Steve Welsh

Trotz jahrelanger Verletzung: Schalke will Verteidiger von Celtic Glasgow

29.06.2022, 17:3129.06.2022, 17:32

Die Bundesligisten stellen gerade nach und nach ihre Kader für die kommende Spielzeit zusammen. Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder hat derweil schon vor dem 1. Juli – also dem offiziellen Beginn des Transferfensters – einen Großteil seiner Mannschaft zusammen. Ganze acht Neuverpflichtungen hat Schalke bisher präsentiert.

Unter anderem gilt es, die Defensive bundesligatauglich zu machen. In der zweiten Liga kassierten die "Knappen" trotz Meisterschaft ganze 44 Gegentore, profitierten beim Aufstieg stark von den 30 Treffern von Simon Terrodde.

Celtic-Verteidiger schon zu Verhandelungen nach Deutschland geflogen

Mit der Leihe von Alexander Schwolow sollte die Baustelle im Tor behoben sein. Mit dem 20-jährigen Leo Greiml von Rapid Wien und dem 21-jährigen Ibrahima Cissé aus Gent hat Schröder zudem zwei Abwehr-Talente ablösefrei verpflichten können. Ein dritter Innenverteidiger soll folgen: Wie "Football Scotland" berichtet, verhandelt S04 derzeit mit Celtic-Verteidiger Christopher Jullien.

Alexander Schwolow bei einer ersten Trainingseinheit in Gelsenkirchen.
Alexander Schwolow bei einer ersten Trainingseinheit in Gelsenkirchen.Bild: imago images / imago images

Der 29-Jährige kam vor drei Jahren vom FC Toulouse für angebliche sieben Millionen Pfund (gut acht Millionen Euro) nach Schottland. Eine beachtliche Summe, wenn man bedenkt, dass die schottischen Vereine deutlich knapper bei Kasse sind als beispielsweise die deutschen Bundesligisten. Tatsächlich war Jullien damit der sechst-teuerste Neuzugang der "Bhoys", für Rekordzugang Odsonne Edouard blätterte der Verein lediglich zweieinhalb Millionen Euro mehr hin.

Allerdings lief es für Jullien in Glasgow nicht wie geplant: Nach einer Saison in der Stammelf, verletzte er sich vor eineinhalb Jahren schwer am Knie. Seitdem kam er lediglich im schottischen Pokal zu einem einzigen 16-minütigen Einsatz.

Deutschland ist für ihn nicht unbekannt: Von 2013 bis 2016 spielte er beim SC Freiburg, absolvierte jedoch nur ein Spiel für die erste Mannschaft und 49 Spiele für die zweite Mannschaft des SC.

Schalke angeblich auch an Everton-Talent interessiert

Der Franzose befeuerte nun selbst Wechselgerüchte, indem er auf Instagram ein Foto von sich im Flugzeug postete. Zwar ist das Bild inzwischen gelöscht, doch laut "Football Scotland" ist Jullien nach Deutschland geflogen, um mit S04-Funktionären zu verhandeln. Demnach sollen auch Stade Rennes und der FC Lorient aus Frankreich interessiert sein, Favorit auf die Verpflichtung sei jedoch der Bundesligist.

Der Vertrag von Jullien in Glasgow läuft noch ein Jahr. Über eine potentielle Ablöse spekuliert "Football Scotland" nicht. Durch die schwere Verletzung und die mangelnde Spielpraxis wird sein Marktwert im Vergleich zu 2019 jedoch gesunken sein.

Arsenal v Everton - Premier League - Emirates Stadium. London, England, 22nd May 2022. Bukayo Saka of Arsenal and Jarrad Branthwaite of Everton challenge for the ball during the Premier League match a ...
Jarrad Branthwaite (l.) – hier im Zweikampf mit Bukayo Saka vom FC Arsenal – hat schon Premier League-Luft geschnuppert. Bild: Sportimage/PA Images / Paul Terry

Eine Transfer-Alternative für die Innenverteidigung wäre Jarrad Branthwaite vom FC Everton. Wie die britische "Daily Mail" am Wochenende schrieb, wirbt Schalke auch um den 20-jährigen Engländer. Allerdings müsste sich der Pott-Klub demnach gegen die PSV Eindhoven, sowie sechs Teams aus der zweiten englischen Liga durchsetzen.

(kpk)

Nicht alles am Fußball-Winter ist schlecht: Schaut euch die Frauen an

Die zurecht von Kritik überflutete Weltmeisterschaft in Katar ist für die Truppe von Hansi Flick vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Nur zwölf Tage lang durfte über Aufstellungen und Auswechslungen diskutiert werden. Nur zwölf Tage lang durfte Deutschland im Club der Großen mitspielen. Aus in der Gruppenphase – schon wieder. Bereits beim Turnier 2018 in Russland hatte sich ein Muster aufgetan: Nicht bissig genug spielt diese Mannschaft auf, defensiv zu instabil. Und wieso wird er nicht gefunden, dieser Führungsspieler, den es beim spektakulären Erfolg von 2014 zur Genüge gab? Hach, die gute alte Zeit.

Zur Story