Mick Schumacher vor dem Rennen in der Steiermark.
Mick Schumacher vor dem Rennen in der Steiermark.Bild: Pool EPA/AP / Christian Bruna

Ex-Formel-1-Star Nick Heidfeld findet Jubel um Mick Schumacher "übertrieben"

28.06.2021, 09:14

Bei Mick Schumacher hat sich mittlerweile eine gewisse Routine eingeschlichen. Auch wenn es zwischen dem Sohn von Rennfahrerlegende Michael und seinem Teamkollegen Nikita Mazepin immer wieder Unstimmigkeiten gibt, ist der 22-Jährige in der Königsklasse des Motorsports angekommen. Im Qualifying für den Großen Preis von Österreich erreichte Mick den 19. Platz und landete erneut vor seinem russischen Teamkollegen.

Mick mache "seinen Job bis jetzt gut", lobte auch der ehemalige deutsche Formel-1-Star Nick Heidfeld in der "tz". "Man darf ja nie vergessen, unter welcher Beobachtung er steht", fügte er hinzu.

Dennoch findet der 44-Jährige, der in seiner Karriere 183 Formel-1-Rennen absolviert hat, dass die Aufmerksamkeit, die der Nachwuchsstar erhält "ein bisschen übertrieben" ist.

Mick Schumacher genießt "Welpenschutz"

Dem ehemaligen Sauber-Fahrer scheint der Rummel um den Newcomer nicht zu gefallen. "Was mir aber nicht gefällt: Welch großen Welpenschutz er in den Medien hat."

Nick Heidfeld bei der Formel-E 2018 in Berlin.
Nick Heidfeld bei der Formel-E 2018 in Berlin. Bild: Pacific Press / Simone Kuhlmey

"Es ist klar, dass jeder hofft: 'Da kommt der nächste Schumacher, und der wird auch so erfolgreich und er wird ein Superstar'. Aber da macht er sein erstes Überholmanöver in der Formel 1 und es wird hochgejubelt, als wäre es das Größte der Welt", sagt Heidfeld über das gesteigerte Medieninteresse in Deutschland, das Mick mit seinem Formel-1-Debüt ausgelöst hat.

Als Sohn von Michael Schumacher steht man im Mittelpunkt

Das Fazit von Heidfeld: "Das finde ich von außen betrachtet ein bisschen übertrieben." Aber er fügt auch hinzu, dass Mick nichts für die Aufmerksam könne, die ihm geschenkt wird.

"Ich finde es natürlich besser, dass positiv berichtet wird, als dass auf ihm herumgehackt wird", sagt er und zeigt damit Sympathie für den Jungstar.

Für Schumacher wird es am Sonntag schwer

Doch Heidfeld warnt, dass die positive Stimmung nicht anhalten dauerhaft anhalten muss: "Nur das ist natürlich dann auch die Gefahr, dass das irgendwann passieren könnte."

Besonders nachdem Schumacher beim vergangenen Grand Prix in Frankreich zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit auf der Strecke aneinander geraten waren, reagierte Schumacher etwas am Sky-Mikrofon nicht mehr ganz so ruhig und besonnen wie gewohnt.

"Es ist so sein Stil wahrscheinlich. Auf dem Level verstehen wir uns vielleicht nicht ganz so, aber dann müssen wir eben alle unsere Ellenbogen ausfahren", sagte Schumacher.

Teamchef Günther Steiner beurteilte die Szene in Frankreich derweil als "hartes Racing", das "nicht unfair" gewesen sei. Er vertraue weiter beiden Fahrern und setzt auch auf deren Vernunft.

(lfr)

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