FILE PHOTO: Wolfgang Niersbach (R), general secretary of the German soccer association (DFB) and designated successor of DFB president Theo Zwanziger (L) hold a news conference at the DFB headquarters in Frankfurt, December 7, 201.  REUTERS/Ralph Orlowski (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER)/File Photo

Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach (r.) Bild: X00960

Sommermärchen-Affäre: Schweizer Bundesanwaltschaft klagt Ex-DFB-Funktionäre an

Die ehemaligen deutschen Fußballfunktionäre Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach kommen vor Gericht.

Franz Beckenbauer, Bayerischer Abend beim 32. Kaiser Cup 2019 Charity Golftunier zugunsten der Franz Beckenbauer Stiftung in Bad Griesbach am 12.07.2019 / *** Franz Beckenbauer, Bavarian evening at the 32 Kaiser Cup 2019 Charity golf tournament for the benefit of the Franz Beckenbauer Foundation in Bad Griesbach on 12 07 2019

Franz Beckenbauer Bild: www.imago-images.de

Hintergrund: So soll der Betrug abgelaufen sein

Es geht um eine Zahlung von zehn Millionen Franken an ein katarisches Unternehmen des damaligen FIFA-Funktionärs Mohammed Bin Hammam. Weil der DFB das Geld nicht bereitstellen wollte, habe Beckenbauer die Summe 2002 mit Hilfe eines persönlichen Kredits selbst aufgebracht. Diesen zahlte Beckenbauer jedoch nicht fristgerecht zurück. Einige Jahre später – im April 2005 – wurde die Summe schließlich durch eine Überweisung von einem Konto des DFB bzw. des WM-Organisationskommitees beglichen - allerdings unter Vorgabe falscher Tatsachen:

Die Beschuldigten gaben die Zahlung als Mitfinanzierungs-Beitrag des DFB für die Fifa-Auftaktveranstaltung für die WM aus. Tatsächlich wurde damit aber das persönliche Darlehen von Beckenbauer getilgt.

Zwanziger, Beckenbauer, Niersbach und der ebenfalls angeklagte Horst Rudolf Schmidt waren damals im Präsidium des Organisationskommitees für die WM 2006, die als Sommermärchen in die deutsche Geschichte einging.

Darüber hinaus ist auch der damalige FIFA-Generalsekretär Urs Linsi angeklagt. Er soll als primärer Ansprechpartner fungiert haben.

(lj/reuters)

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