PSG's Neymar warms up prior to the French League One soccer match between Paris Saint-Germain and Nice at the Parc des Princes in Paris, Saturday, Oct. 1, 2022. (AP Photo/Aurelien Morissard)
Neymar steht seit 2017 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Bild: AP / Aurelien Morissard
Fußball International

Am Montag vor Gericht: PSG-Star drohen zwei Jahre Haft

14.10.2022, 18:34

Das Drama um Paris Saint-Germain scheint nicht abzureißen. Immer wieder ist der letztjährige französische Meister Gegenstand von Diskussionen. In letzter Zeit ging es dabei allerdings vor allem um Kylian Mbappé. Nun scheint sich ein anderer Offensiv-Star hervorzutun.

Am Sonntag steht für PSG das prestigeträchtige Duell gegen Olympique Marseille an. Ein Schlüsselspieler könnte ihnen bei dem wichtigen Aufeinandertreffen allerdings aufgrund persönlicher Belange fehlen.

Neymar muss sich vor Gericht verantworten

Der brasilianische Superstar, der vor fünf Jahren für die astronomische Summe von 222 Millionen Euro an die Seine gewechselt ist, muss am kommenden Montag einen Gerichtstermin wahrnehmen. Anklagepunkt: Betrug und Korruption. Das berichtet die französische Zeitung "Le Parisien" unter Berufung auf die Gerichtsakten.

Paris Saint-Germain soccer players, Lionel Messi, left, and Neymar smile during a press conference in Tokyo Sunday, July 17, 2022. Paris Saint-Germain is in Japan for their pre-season tour and will pl ...
Mit Lionel Messi spielte Neymar bereits in Barcelona zusammen. Bild: AP / Shuji Kajiyama

Dem 30-Jährigen wird vorgeworfen, dass bei dem Wechsel von seinem Jugendklub FC Santos zum FC Barcelona nicht alles mit rechten Dingen vorgegangen sein soll. Am Montag wird er deswegen für eine Zeugenaussage nach Barcelona vor Gericht zitiert.

Zum Hintergrund: 2013 wechselte Neymar, der damals als eines der größten Talente im Weltfußball galt, für kolportierte 57,1 Millionen Euro nach Barcelona. Nach Angaben des spanischen Rekordpokalsiegers seien damals 40 Millionen Euro an Neymar und seine Familie und 17,1 Millionen Euro an den FC Santos geflossen sein.

Es drohen zwei Jahre Haft

Die brasilianische Staatsanwaltschaft vertraut diesen Schilderungen allerdings nicht. Sie geht davon aus, dass der Deal an die 83 Millionen Euro wert war. Der Investitions-Fond DIS, der damals 40 Prozent der Rechte an Neymar hielt und demnach eine höhere Summe zustünde, holte deswegen zum juristischen Rundumschlag aus und verklagte Neymar und seinen Vater sowie den FC Barcelona und Barças ehemaligen Präsidenten Sandro Rosell.

(FILE) Former president of FC Barcelona Sandro Rosell waves to photographers as he arrives at the National Court in Madrid, Spain, 22 July 2014 (re-issued on 24 April 2019). Spanish National Court has ...
Ex-Barça-Präsident Sandro Rosell muss sich vor Gericht verantworten.Bild: imago/ Agencia EFE

Es steht der Verdacht im Raum, dass der FC Barcelona seinerzeit den Transfer bewusst und willentlich unterbewertet hat, um sich weitere Kosten zu sparen.

Sollte Neymar schuldig gesprochen werden, drohen ihm knapp zwei Jahre Haft und zehn Millionen Euro Geldbuße. Sandro Rosell müsste wegen Betrugs und Falschaussagen während der Abwicklung des Transfers sogar für fünf Jahre ins Gefängnis.

Nicht nur die persönliche, auch die sportliche Zukunft des brasilianischen Flügelstürmers gilt als ungewiss. Anhaltende Konflikte mit seinem PSG-Kollegen Mbappé heizen die Gerüchte um einen möglichen Wechsel an – ob von Mbappé oder gar Neymar selbst.

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