Bild: Mika / Mika Volkmann

"Zeit in München war zweischneidig": Nübel spricht zum ersten Mal über sein Jahr beim FC Bayern

15.11.2021, 16:09

Torhüter Alexander Nübel war 2020 ablösefrei mit hohen Erwartungen und Ambitionen vom damaligen Bundesligisten Schalke 04 zum FC Bayern gewechselt. Dennoch kam er an Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer nicht vorbei. Auf magere vier Einsätze kam Nübel beim FC Bayern München zwischen den Pfosten.

Weil er sich beim Münchener Starensemble nicht mit einem Platz auf der Ersatzbank begnügen wollte, ergriff er die leihweise Flucht ins Ausland und ist nun bis 2023 an die AS Monaco ausgeliehen. Bei Bedarf können ihn die Bayern nach einem Jahr zurückholen. Allerdings geht Nübel zum jetzigen Zeitpunkt von einem Auslandspraktikum über die komplette Zeit aus. Für seine Rückkehr zum FC Bayern München nennt er nun klare Bedingungen.

Rückkehr nur unter gewissen Konditionen

Für sein Comeback nach München kann sich Nübel ein Modell wie anfangs bei Marc-André ter Stegen beim FC Barcelona vorstellen. Bei den Katalanen hatte der deutsche Keeper in der Champions League gespielt, während Claudio Bravo in der Liga zum Einsatz kam. "Es gibt mehrere Modelle. Etwas anderes, als auf mehr Spiele zu kommen, kommt für mich aber sicher nicht mehr infrage", sagte er dem "Kicker".

Nübels Leihe beim französischen Erstligisten endet 2023. Genau dann läuft auch der Vertrag von Neuer aus. "Was Manu über 2023 hinaus macht, darauf werde ich reagieren, wenn es so weit ist", sagte der Keeper. Dass Neuer für ihn freiwillig auf Spiele verzichten würde, hatte Nübel nicht von der Nummer eins erwartet. "Als Torwart willst du immer spielen. Und darüber entscheidet der Trainer. Kein Torwart gibt freiwillig Spiele ab."

Vom mehrfachen Welttorhüter selbst habe er aber viel lernen können. "Seine Bewegungen, sein enormes Spielverständnis, sein Erkennen der Situation, sein Zusammenspiel mit den Verteidigern. Ich habe verglichen, wie er auf Aktionen im Training reagiert, wie ich mich da verhalte – und was ich da mitnehmen konnte."

Bei Bayern auf ein "Weltspitze-Niveau" gekommen

Daher kam Nübel zum Schluss, dass es "kein verlorenes Jahr" in München war. Viel mehr sei es "ein zweischneidiges Schwert". Insgesamt bewertete er die Zeit als Fortschritt für sich.

Die Siegermentalität bei den Bayern sei laut des gebürtigen Paderborners "phänonemal": "Beim FC Bayern gibt es keine 95 oder 98, sondern nur 100 oder mehr Prozent. Und zwar in jedem Training. Sonst gibt es Ansagen von Joshua Kimmich oder Leon Goretzka, und dann spurst du im nächsten Training."

Den Karriereplan mitsamt seines Wechsels zu den Monegassen habe er "bis jetzt noch nicht" angezweifelt. Im "kicker"-Interview, betonte er die Richtigkeit der Leihe. Er würde alles nochmal so machen. Schließlich hätte er auch immer noch genug Zeit, um für Bayern Spiele zu absolvieren.

Auf 20 Pflichtspiel-Einsätze kommt Nübel bereits

In Monaco will sich der Schlussmann unter Ex-Bayern-Coach Niko Kovac vor allem weiterentwickeln. "Ich spiele zweimal pro Woche auf hohem Niveau, das war mein Ziel", resümierte er.

Zwar gebe es durch die Sprachbarriere noch das ein oder andere kleine Problem, doch habe viel für Monaco und die Ligue 1 gesprochen. "AS ist ein großer Verein in Frankreich und das neue Trainingsgelände ist absolut top. Das Management hat mich überzeugt, Niko Kovac als Trainer und die Aussicht auf eine andere Liga", so der 25-Jährige.

Dennoch sieht der Ex-Schalke-Keeper noch viel Raum zur Verbesserung, was seine persönliche Leistung angeht: "Die Statistik könnte besser aussehen, aber unzufrieden bin ich nicht."

(abd)

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