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Leroy Kwadwo, Profi bei den Würzburger Kickers, wurde im Auswärtsspiel bei Preußen Münster rassistisch beleidigt. Bild: imago images/foto2press/frank scheuring

Rassismus in der 3. Liga: Tatverdächtiger kriegt bundesweites Stadionverbot

Drei Jahre bundesweites Stadionverbot. So lautet das Urteil, das nach dem Rassismus-Vorfall beim Drittliga-Fußballspiel in Münster gegen den Tatverdächtigen ausgesprochen wurde. Das gab der Klub Preußen Münster am Montag bekannt.

"Das Mindeste, das wir nun tun können, ist, dass diese Person nicht mehr in unser Stadion kommt", erklärte Vereinspräsident Christoph Strässer.

Weitere Ermittlungen

Zuvor hatte die Polizei die Identität des Mannes bestätigt und weitere Ermittlungen eingeleitet. Bei dem Tatverdächtigen, der am Freitag im Drittligaspiel von Preußen Münster gegen die Würzburger Kickers den Gäste-Spieler Leroy Kwadwo mit Affenlauten beleidigt hatte, handelt es sich um einen 29-Jährigen aus dem Kreis Steinfurt. Wie eine Polizeisprecherin am Montag bestätigte, wurde der Mann wegen Volksverhetzung angezeigt.

"Es werden weitere Zeugen vernommen und der Beschuldigte wird zur Sache befragt", sagte die Sprecherin. Danach werde sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall beschäftigen.

Beim Grundtatbestand der Volksverhetzung ist eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren möglich. Auch finanziell wird der Vorfall für den Zuschauer Konsequenzen haben. Neben einer Geldstrafe aus dem Strafverfahren wird auch Preußen Münster die von Seiten des DFB zu erwartende Strafe auf den Täter umlegen. Das teilte der Club mit.

Die Zuschauer hatten auf die Beleidigungen des Mannes mit "Nazis-raus"-Rufen reagiert und den Tatverdächtigen, der seinen Platz verlassen hatte, ausfindig gemacht und identifiziert.

(as/dpa)

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