Erzgebirge-Aue-Präsident will zum Muttertag gratulieren – es wird peinlich

Aus einer nett gemeinten Muttertagsansprache vor den Heimspiel gegen Greuther Fürth hat der Präsident des sächsischen Zweitligisten Erzgebierge Aue am Sonntag plötzlich einen Gebär-Aufruf an alle Frauen gemacht. Ein Video davon postete der Verein anschließend noch fröhlich. Daran regt sich nun Kritik.

So fing die Rede vor dem Spiel an:

"Liebe Fans, liebe Sponsoren, liebe Freunde des Auer Fußballs, liebe Kameraden. Es leben die Mütter als Grundpfeiler der Gesellschaft."

Dann fügte Vereinspräsident Helge Leonhardt jedoch hinzu:

"Den Frauen, die noch keine Mütter sind, eine Botschaft: Werdet Mütter und tragt die DNA, tragt die DNA zu Wismuth Aue!"

Hier gibt es den Videoausschnitt zu sehen:

Das twitterte der Verein:

Kritik an veraltetem Frauenbild

Jede Frau soll Kinder gebären, dieser Aufruf erinnerte Kritiker nicht nur an ein veraltetes Frauenbild, sondern an die Familienpolitik der Nationalsozialisten. "In Aue wird noch das Mutterkreuz verliehen", twitterte etwa der Münchner Sportreporter Günter Klein. Mit dem von Adolf Hitler initiierten Mutterkreuz zeichneten die Nazis kinderreiche und ihnen genehme Frauen aus.

In vielen Tweets wurden Aue-Präsident Helge Leonhardt und der Verein harsch kritisiert.

Einzelne Aue-Fans verteidigten ihren Präsidenten allerdings auch:

(fh)

Neue Details zum Hopp-Skandal: Reaktionen waren zum Teil inszeniert

Am 29. Februar 2020 geriet der 6:0-Kantersieg des FC Bayern München gegen die TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga zur Nebensache. Stattdessen sprachen alle über den Skandal, der dieses Spiel hervorbrachte. Bayern-Fans provozierten mit Schmäh-Plakaten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Das Spiel drohte sogar abgebrochen zu werden. Aus Solidarität mit Hopp entschieden sich die beiden Mannschaften schließlich, die restlichen 13 Minuten der Partie verstreichen zu lassen und spielten …

Artikel lesen
Link zum Artikel