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Sorgen zuhause und auswärts für gute Stimmung: Die Fans von Galatasaray Istanbul. bild: imago

Als Galatasaray-Fans einen Tunnel zur Arena auf Schalke graben wollten

watson sport

Gelsenkirchen war lange Zeit eine der bedeutendsten Kohlestädte Deutschlands und hat eine entsprechend große Bergbautradition.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kohleförderung ist heute längst nicht mehr so groß wie damals. Aber der Pioniergeist der Bergmänner scheint noch immer irgendwie in der Luft zu liegen.

So entschieden sich vor knapp fünf Jahren eine Handvoll Fans von Galatasaray Istanbul zu einem irren Unterfangen. Aber der Reihe nach...

An einem Dienstagabend im März 2013 war der Istanbuler Spitzenclub auf Schalke zu Gast. Champions League, Achtelfinal-Rückspiel. 

Großer Andrang auf Tickets

Die vielen Galatasaray-Anhänger, die in Deutschland leben, wollten sich die Chance, "Cimbom" live in Gelsenkirchen zu sehen, nicht entgehen lassen.

Der Run auf die 2700 Auswärtstickets war allerdings riesig, und das Stadion binnen kurzer Zeit ausverkauft. Die meisten Fans des türkischen Rekordmeisters mussten das Spiel also im Wohnzimmer oder sonstwo schauen. Auf dem Schwarzmarkt wurden Preise um die tausend Euro aufgerufen.

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Diese beiden schafften es damals auf normalem Wege ins Stadion. bild: imago

Eine kleine Gruppe verzweifelter, kartenloser Gala-Fans hatte eine andere Idee: Sie versuchten, unter einem Zaun einen Tunnel zur "Veltins-Arena" zu buddeln. Mit bloßen Händen, bei Bodenfrost.

Denn sie wollten wenigstens das Abschlusstraining der Galatasaray-Spieler vorm Spiel sehen. Und, mit etwas Glück, sogar Zugang zum Stadion erlangen.

"So etwas haben wir noch nicht erlebt"

Schalkes damaliger Manager Horst Heldt, mittlerweile bei Hannover 96 angestellt, bestätigte damals: "Ja, das stimmt. Einige Anhänger haben probiert, mit bloßen Händen einen Tunnel zu graben."

Die Stadion-Security hielt die Tunnelgräber dann aber davon ab, zum Stadiongelände durchzubrechen. "So etwas haben wir noch nicht erlebt", sagte eine Vereinssprecherin seinerzeit. Trotzdem kamen im März 2013 über 10.000 Galatasaray-Fans ins Stadion, "Cimbom" siegte mit 3:2 und zog ins Viertelfinale ein.

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Damals jubelte Galatasaray mit Stars wie Drogba und Sneijder. bild: imago

Am Dienstagabend treffen die beiden Clubs wieder aufeinander, diesmal in der Gruppenphase. Offiziell gingen 2.900 von 54.000 Karten an Galatasaray. Das sind fünf Prozent des Kartenkontingents, so ist es in der Champions League Vorschrift.

Auf Schalke geht man aber auch in diesem Jahr davon aus, dass deutlich mehr türkische Fans im Stadion sein werden. 

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Damit nicht wieder Gästefans auf verrückte Tunnelbauideen kommen, patrouillieren seit Montagabend Sicherheitskräfte rund um die Arena.

Die Polizei NRW hat auf Facebook außerdem ein paar Verhaltenstipps parat:

Außerdem öffnet das Stadion schon um 18 Uhr, drei Stunden vor Anpfiff. Catering wird es nur innerhalb der Arena geben. Karten werden schon vor dem Eingang kontrolliert, damit sich nur Ticketinhaber in Stadionnähe befinden. ("ikz-online.de")

Haben Nerven: BVB-Fans auf Schalke

Schalke könnte einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase machen

Mit einem Heimerfolg könnte Schalke (fünf Punkte) in der Gruppe D die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen und die Istanbuler (4) auf vier Zähler distanzieren.

Trotzdem warnte Trainer Domenico Tedesco nach dem 0:0 im Hinspiel vor dem Gegner: "Galatasaray hat viel Qualität. Ich glaube, sie sind auswärts noch stärker."

Bei Schalke ist der Glaube an die eigene Stärke nach dem Pokalsieg beim 1. FC Köln und dem 3:1-Sieg gegen Hannover 96 am Samstag wieder gewachsen.

Der Saisonfehlstart scheint abgehakt. "Die Stimmung ist besser als vor einigen Wochen", betonte Tedesco. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir da weitermachen. Der Erfolg ist wieder da, wenn wir an uns glauben." Licht am Ende des Tunnels...

So könnten sie spielen:

Schalke 04: Nübel - Stambouli, Nastasic, Naldo - Caligiuri, Rudy, Schöpf - Harit, Bentaleb - Embolo, Uth.

Galatasaray: Muslera - Linnes, Kabak, Aziz, Bayram - Donk, Ndiaye - Feghouli, Belhanda, Onyekuru - Gümüs.

Schiedsrichter: William Collum, Schottland.

(as)

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