Sport

Wegen Doppeladler-Geste: FIFA leitet Verfahren gegen Xhaka und Shaqiri ein

Den Schweizer Nationalspielern Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri sowie Serbiens Coach Mladen Krstajic drohen Strafen nach dem brisanten Vorrunden-Duell bei der Fußball-WM. Der Weltverband FIFA eröffnete jeweils Disziplinarverfahren gegen die beiden Profis und startete eine Voruntersuchung gegen Krstajic.

Die beiden Profis müssen sich wegen ihrer Torjubel beim 2:1 über Serbien am Freitag verantworten, teilte die FIFA am Samstag mit. Die ehemaligen Bundesligaspieler haben kosovarische Wurzeln und formten nach ihren Treffern mit den Händen den doppelköpfigen Adler, der die Flagge Albaniens ziert.

Shaqiri...

Switzerland's Xherdan Shaqiri celebrates after scoring his side's second goal during the group E match between Switzerland and Serbia at the 2018 soccer World Cup in the Kaliningrad Stadium in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (Laurent Gillieron/Keystone via AP)

Bild: Keystone

... und Xhaka.

WM 2018, Serbien - Schweiz 2018.06.16 Kaliningrad Pilka nozna Mistrzostwa Swiata w Rosji Rosja 2018 Serbia - Szwajcaria N/z Granit Xhaka of Switzerland celebrates scoring a goal Foto Norbert Barczyk / PressFocus 2018.06.16 Kaliningrad Football 2018 FIFA World Cup WM Weltmeisterschaft Fussball in Russia Serbia v Switzerland Credit: Norbert Barczyk / PressFocus / NEWSPIX.PL --- Newspix.pl PUBLICATIONxNOTxINxPOL 20180622NB0162

Bild: imago sportfotodienst

Serbien erkennt das Kosovo nach wie vor nicht als eigenständiges Land an, was den vieldiskutierten Jubelgesten eine politische Dimension gibt.

Zudem wurden Ermittlungen gegen Krstajic wegen dessen Aussagen nach dem Spiel aufgenommen.

"Ich würde ihn nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat."

Das sagte Krstajic nach Angaben des nationalen Fußballverbandes (FSS) am Samstag vor serbischen Journalisten.

Hintergrund

Das Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Serben wegen schwerster Verbrechen während der Kriege beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens (1991-1999) verurteilt. Dem serbischen Verband droht zudem Ärger wegen Zuschauerunruhen und eines "politischen und beleidigenden Banners" seiner Fans.

Wegen eines solchen Plakats beim Spiel gegen Senegal muss der polnische Verband eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Frankren zahlen. Zudem wurden jeweils disziplinarische Verfahren gegen die Verbände Argentiniens und Kroatiens eröffnet. Bei ihrem Vorrundenspiel war es zu Ausschreitungen gekommen.

WM 2018, Serbien - Schweiz WM 2018, Serbien - Schweiz KALININGRAD, RUSSIA - JUNE 22, 2018: Serbia s Aleksandar Mitrovic (L), Aleksandar Kolarov (back), and referee Felix Brych in a First Stage Group E football match between Serbia and Switzerland at Kaliningrad Stadium (Baltika Arena) at FIFA World Cup WM Weltmeisterschaft Fussball Russia 2018. Sergei Fadeichev/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS085CFB

Diskussionen mit Schiedsrichter Brych Bild: imago sportfotodienst

Die Serben geben Brych die Schuld an der Niederlage, weil er ihnen in der 66. Minute einen Strafstoß verweigerte. Zudem bemängelt der Verband FSS, dass der Videobeweis nicht eingesetzt wurde. Deshalb haben die Serben ein Protestschreiben an die FIFA geschickt.

Die Entscheidung Brychs auf Freistoß zugunsten der Schweizer war allerdings vertretbar. Deshalb war sie auch kein Fall für den Videobeweis, der nur bei klaren Fehlern des Referees zum Einsatz kommen darf.

(gam/sid/dpa)

"Einige hatten feuchte Augen": Flick verrät, wie er die Bayern-Stars aufs CL-Finale einstellte

Hansi Flick ist ein Phänomen. In seiner ersten Saison als Cheftrainer eines Profiklubs hat er den FC Bayern zum Titel-Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League geführt. Flick brachte den "Mia san mia"-Spirit an die Säbener Straße zurück.

In der Königsklasse knipste seine Mannschaft hochklassige Gegner wie den FC Chelsea oder FC Barcelona teils mit einer Selbstverständlichkeit aus, dass man sich die Augen rieb und dachte: Wer soll diese Bayern aufhalten?

Klar, der FC Bayern München …

Artikel lesen
Link zum Artikel