Sandro Wagner spielte in der Jugend von 2008 beim FC Bayern und von Januar 2018 bis Januar 2019.
Sandro Wagner spielte in der Jugend von 2008 beim FC Bayern und von Januar 2018 bis Januar 2019.Bild: imago sportfotodienst / ULMER Pressebildagentur

Ex-DFB-Profi Wagner packt bei Toni Kroos über unangenehme Löw-Situation aus

31.03.2022, 15:24

Bei insgesamt neun verschiedenen Vereinen hat der ehemalige Stürmer Sandro Wagner in seiner Karriere gespielt. Die größte Bindung hat der heute 34-Jährige wohl zum FC Bayern München. Dort spielte er in der Jugend 13 Jahre und kehrte später von 2018 bis 2019 für ein weiteres Jahr zurück nach München.

Im Podcast "Einfach mal Luppen" von Toni und Felix Kroos sprach Wagner nun über die Zuneigung zum deutschen Rekordmeister. Dabei stellte er aber auch klar: "Der FC Bayern bedeutet mir echt viel. Sehr viel sogar, weil ich da einfach elf, zwölf Jahre jeden Tag war."

Wagner würde dem "FC Bayern weh tun"

Sogar am Sonntag habe sich Wagner damals mit den Jugendspielern aus dem Jugendheim getroffen, um den freien Tag am Trainingsgelände an der Säbener Straße verbringen zu dürfen. Und trotzdem differenziert Wagner und erklärt: "Es ist aber eher der Klub und nicht die Personen", die er mag. Ergänzend sagt er: "Ich finde nicht jeden cool, der in einer leitenden Position ist bei Bayern. Ich finde den Verein cool und hätte aber auch keine Probleme, dem FC Bayern weh zu tun als Gegner."

Neben seiner besonderen Verbindung zum FC Bayern spricht Wagner im Podcast aber auch über sein Ende in der Nationalmannschaft. Nachdem er vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw nicht für die WM 2018 nominiert wurde, trat Wagner zurück. Diese Entscheidung erklärt er in der aktuellen Podcast-Folge: "Ich war unerlaubterweise in Italien und habe mir noch ein Haus gekauft. Wir sollten eigentlich nicht aus München raus. Dann habe ich die ganzen WhatsApp-Gruppen gesehen und Josh Kimmich hat mich angerufen und mich gefragt: ‚Sag mal, hat der Jogi schon angerufen?'"

Das hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht. Erst etwas später habe Löw auch Wagner angerufen und ihm mitgeteilt, dass er Wagner nicht für die WM nominieren werde. "Im Hintergrund habe ich ein Weinglas gehört. Das war eine Situation, in der ich mich nicht wertgeschätzt gefühlt habe", erklärt Wagner.

Sandro Wagner im Einsatz als DAZN-Experte.
Sandro Wagner im Einsatz als DAZN-Experte.Bild: www.imago-images.de / Markus Fischer

Mit seiner Frau und zwei Freunden habe er dann über die Situation gesprochen und sich letztlich für einen Rücktritt entschieden: Da dachte ich: "Da kann ich nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ich dabei bleibe. Ich hätte die Art und Weise aber cooler lösen können."

Aktuell arbeitet Wagner als Trainer der Spvgg Unterhaching in der Regionalliga. Nebenbei ist er bei DAZN als Experte bei verschiedenen Fußball-Übertragungen tätig. Im vergangenen Sommer übte er die Funktion auch beim ZDF während der Europameisterschaft aus. Deshalb macht er sich auch Hoffnung auf einen Einsatz als TV-Experte bei der Winter-WM in Katar.

"Ich muss das noch abklären mit der Chefin zu Hause, ob ich da ausbüchsen darf nach Katar", sagte der 34-Jährige im Podcast. Wagner sei sich "noch nicht 100 Prozent sicher, aber das Angebot wäre da."

(stu/mit Material von dpa)

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