Mario Götze kehrt nach zwei Jahren in Eindhoven wieder in die Bundesliga zurück.
Mario Götze kehrt nach zwei Jahren in Eindhoven wieder in die Bundesliga zurück.Bild: IMAGO / Kessler-Sportfotografie / IMAGO / Kessler-Sportfotografie

"War die größte Challenge": Mario Götze spricht über die Zeit in Eindhoven und seine Zukunft

20.07.2022, 14:46

Gemeinsam haben Toni Kroos und Mario Götze vor acht Jahren mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in Brasilien gewonnen. Am 10. August treffen sie im Uefa Supercup aufeinander.

Kroos mit Real Madrid als Champions-League-Sieger und Mario Götze mit seinem neuen Verein, Eintracht Frankfurt, als amtierender Europa-League-Sieger. In der aktuellen Folge des Podcasts "Einfach mal Luppen", den Toni Kroos mit seinem Bruder Felix herausbringt, ist daher Mario Götze zu Gast.

Gemeinsam reden die drei über den anstehenden Supercup, den Wechsel von Götze zurück in die Bundesliga, aber auch über seine Zeit in den Niederlanden bei der PSV Eindhoven. Im Sommer 2020 verließ Götze den BVB und ging zum 21-maligen niederländischen Meister. Nach einer schwierigen Phase in Dortmund zeigte der 30-Jährige in den Niederlanden bessere Leistungen.

"Dann spielst du Sonntag auswärts vor keinen Zuschauern gegen einen Verein, den du nicht kennst."

Götze erklärt seinen damaligen Wechsel: "Es war mit das Wichtigste, wieder Spaß zu haben. Es war mein letztes Jahr in Dortmund. Da habe ich vielleicht zehn Spiele gemacht. Ich habe den Sport in den Vordergrund gesetzt, einen Trainer der mir vertraut gesucht und wollte einen Verein, bei dem ich international spielen kann."

Der damalige Eindhoven-Trainer Roger Schmidt setzte auf Götze und brachte ihn wieder auf sein altes Leistungsniveau. Aus der Verbundenheit zu Schmidt gab es auch Gerüchte, dass Götze im Sommer statt nach Frankfurt zu Benfica Lissabon wechseln könnte. Dort hat Schmidt für die kommende Spielzeit unterschrieben.

Götze kannte nicht alle Vereine

Götze sprach zusätzlich noch über die damalige Situation in Holland. Aufgrund der Corona-Pandemie waren in seiner Anfangszeit keine Zuschauer in den Stadien erlaubt. "Es war brutal zwischendurch. Der Unterschied zwischen der Euro League am Donnerstag und dann spielst du am Sonntag auswärts vor keinen Zuschauern", erklärt Götze und fügt dann überraschend hinzu: "Gegen einen Verein, den du nicht kennst. Die größte Challenge war da, sich selbst zu motivieren, wenn man weiß, was man in den letzten zehn Jahren mit Bayern, Dortmund und der Nationalmannschaft erlebt hat."

Für Götze sei es auch gewöhnungsbedürftig gewesen, dass einige niederländische Vereine auf Kunstrasenplätzen spielen. In der Bundesliga besitzen sämtliche Klubs Naturrasenfelder.

Götzes Wunschziel ist die MLS

Neben der Eindhoven-Zeit wird Götze aber auch nach seiner Zukunft gefragt und ob er noch für bestimmte Klubs oder Ligen spielen wolle oder ob er weiterführende Pläne habe. Seine Antwort: "Ich bin im Sommer 30 Jahre alt geworden und lasse alles auf mich zukommen. Das Einzige, was ich irgendwann nochmal gerne machen würde, ist die MLS in Amerika."

Er selbst finde US-Sport cool und habe das Gefühl, dass der Sport insgesamt in Amerika noch einmal anders betrachtet und organisiert werde. In Frankfurt hat Götze nun noch einen Vertrag bis 2025.

Die Kroos-Brüder und Götze besprechen allerdings auch das Verhältnis von Götze zu Jürgen Klopp, der ihn als 17-Jährigen in Dortmund sehr förderte und nach dem Wechsel zu Bayern 2013 enttäuscht über die Entscheidung des Mittelfeldspielers gewesen war.

Mittlerweile sei das Verhältnis aber sehr gut und sie spielten sogar in der Sommerpause Paddle-Tennis gegeneinander. "Der wechselt irgendwann die Sportart zum Paddleprofi", sagte Götze im Podcast "Einfach mal Luppen" von Felix und Toni Kroos. Er habe zuletzt mit Klopp auf Mallorca "eine Runde gespielt, aber da muss er noch ein bisschen trainieren". Ob Götze gewonnen habe? "Na klar."

(stu mit Material von dpa)

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