Nur drei Vereine könnten sich Haaland leisten. Einer von ihnen reizt ihn nicht.
Nur drei Vereine könnten sich Haaland leisten. Einer von ihnen reizt ihn nicht.
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Debatte um Haaland-Zukunft: Zu diesem Klub will er nicht

03.09.2021, 16:25

Seit Mittwochmorgen um 0 Uhr ist das Sommertransferfenster geschlossen und eine Sache steht definitiv fest: Erling Haaland wird Borussia Dortmund in diesem Jahr nicht mehr verlassen. Zuletzt kamen immer wieder Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Paris Saint-Germain auf – allerdings nur für den Fall, dass PSG-Star Kylian Mbappé den Verein im Sommer gen Madrid verlassen hätte.

Real Madrids Angebot von kolportierten 200 Millionen Euro reichte den Franzosen nicht aus – Mbappé musste bei PSG bleiben. Ein Haaland-Wechsel war damit auch vom Tisch. Borussia Dortmund schloss einen Wechsel seit Beginn der Transferphase und so kurz vor Ende der Transferperiode ohnehin kategorisch aus.

Die "Sport Bild" berichtet nun, dass ein Wechsel zu Paris für Haaland sowieso nicht in Frage gekommen wäre. Ihn ziehe wenig zum französischen Spitzenklub, der in weniger als zwölf Monaten – nach einem dann ablösefreien Mbappé-Wechsel zu Real Madrid – einen Platz im Angriff zu füllen hat.

"Ich gehe davon aus, dass man Haaland in Zukunft im Ausland bestaunen wird."
Karl-Heinz Rummenigge, Ex-Vorstandsvorsitzender des FC Bayern

Nur drei Vereine können sich Haaland leisten

PSG ist einer von nur drei Vereinen, die Haalands finanziellen Forderungen überhaupt gerecht werden könnten. Dank der Scheich-Millionen wäre es möglich, die Berichten zufolge existierende Ausstiegsklausel im Sommer 2022 in Höhe von 75 Millionen Euro zu bezahlen und vor allem den exorbitanten Gehaltsforderungen sowie dem Handgeld für Haalands berüchtigten Berater Mino Raiola nachzukommen. Für eine erfolgreiche Vermittlung eines Wechsels fordert der Berater wohl 40 Millionen Euro vom neuen Verein. Dazu kommt das jährliche Gehalt von Haaland, das bei einem Wechsel wohl bis zu 50 Millionen Euro betragen soll. Das Gesamtvolumen des Wechsels würde so mehrere hundert Millionen Euro betragen.

Die beiden Vereine aus Manchester scheinen aktuell die wahrscheinlichsten Anlaufstellen für Haaland zu sein. Auch bei Manchester City könnten die Millionen, die der Scheich der Vereinigten Arabischen Emirate jedes Jahr in den Verein steckt, dafür sorgen, dass das Gesamtpaket für Haaland bezahlt werden könnte. Manchester City hat die Lücke, die der Abgang von Sergio Agüero zum FC Barcelona gerissen hat, nicht mit Wunschspieler Harry Kane füllen können. So befindet sich der Verein weiter auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Haaland wird im nächsten Sommer definitiv eine Option für City werden.

Dazwischengrätschen könnte der Stadtrivale Manchester United. Dort könnte ein Abgang von Paul Pogba Geld in die Kassen spülen, mit dem Haaland finanzierbar wäre. Haaland würde dort nicht nur auf seinem ehemaligen Teamkollegen Jadon Sancho, sondern auch auf einen seiner ehemaligen Trainer treffen. Ole Gunnar Solskjaer trainierte Haaland schon beim norwegischen Verein Molde FK und geriet in den letzten Monaten, angesprochen auf den norwegischen Star-Stürmer, immer wieder ins Schwärmen. "Wenn du als Trainer junge Spieler erlebt hast, dann verfolgst du ihre Entwicklung genau und ich bleibe mit Erling in engem Austausch“, sagte Solskjaer der englischen Zeitung "Guardian". "Es ist toll zu sehen, dass er der Spieler geworden ist, der er gerade ist und dass er immer weiter daran arbeitet, sich zu verbessern."

Bayern ist wohl keine Option

Dass ein Top-Spieler aus der Bundesliga immer interessant für den FC Bayern ist, ist kein Geheimnis. Sportdirektor Hasan Salihamidžić bestätigte ein grundsätzliches Interesse der Bayern im Fußball-Talk "Doppelpass". "Klar, das ist ein Topspieler, ein Superjunge, wie ich höre. Da schaut man hin. 60 Spiele, 60 Tore, da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Vollamateure." Die finanziellen Einschränkungen durch die Verluste während der Corona-Pandemie machen Haaland aber wohl nicht finanzierbar.

Auch der frühere Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, geht nicht vom einem Verbleib in der Bundesliga aus. In der "Sport Bild" sagte er: "Haaland ist neben vielen Bayern-München-Spielern zu einem absoluten Aushängeschild der Liga geworden. Aber die Zahlen, die kursieren, zeigen: Es ist schwierig, ihn in Deutschland zu halten. Ich gehe davon aus, dass man Haaland in Zukunft im Ausland bestaunen wird." Aber den neuesten Berichten zufolge wird es zumindest nicht in Paris sein.

(jvj)

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