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Toni Kroos wurde als "Sports Icon" bei den GQ-Awards ausgezeichnet. screenshot: youtube/gq germany

Klaas sorgt mit Anekdote für Lacher – Toni Kroos mit mahnenden Worten

Am Donnerstagabend wurden die "GQ Men of the Year"-Awards in Berlin verliehen. Mit dabei waren auch Moderator Klaas Heufer-Umlauf und Fußball-Star Toni Kroos. Klaas hielt eine Laudatio für den Profi von Real Madrid, der sich einen Award in der Kategorie "Sports Icon" abholte. Verdient sei dieser, so der Entertainer Klaas.

Der sonst für seinen spitzen und flapsigen Humor bekannte Moderator blieb in seiner Rede mitunter ernst und machte deutlich, wie viel Achtung er vor dem Weltmeister von 2014 habe. Und dieser Respekt rührt nicht von Kroos Leistungen auf dem Spielfeld – zumindest nicht nur.

Doch dann wurde es kurios in der Laudatio: Bei Themen rund um den Fußball kann Klaas nämlich nicht mitreden. Das unterstrich er auch mit einer Anekdote aus dem Jahr 2018, die für Lacher sorgte.

Kurios: Klaas Heufer-Umlauf erzählt lustige Anekdote über Kroos

Für die "Toni Kroos Stiftung", die sich um schwer erkrankte Kinder kümmert, hatte der Fußballer den Moderator als Unterstützer angefragt, erzählte Heufer-Umlauf auf der Bühne. Klaas wollte daraufhin zusagen und rief beim Real-Profi an. Allerdings ohne Erfolg, erzählte Klaas: grinsend "Ich dachte mir: 'Der feine Herr Fußballer, jetzt will er was von mir und ich erreiche ihn nicht.'"

Erst am nächsten Tag rief Kroos zurück: "Ich konnte nicht rangehen, ich hatte ein Spiel", entschuldigte sich Kroos am Telefon, berichtet der Moderator. Aus Höflichkeit habe er gefragt, wie das Spiel lief. Toni antwortete lediglich, dass er mit Real Madrid 3:1 gewonnen hatte.

Dies nickte Klaas laut eigener Aussage gleichgültig ab – und staunte nicht schlecht, als er am nächsten Tag die Zeitung aufschlug. Da las er erst, dass Toni vom Champions-League-Sieg gegen den FC Liverpool gesprochen hatte. "Er hat nix gesagt. Das dritte Mal in Folge, ein absoluter Wahnsinn. Und das beschreibt Toni Kroos eben ganz gut. Er braucht diesen ganzen Quatsch nicht. Er ist eine Art Anti-Ronaldo."

Kroos gewann mit Real Madrid also eines der wichtigsten Turniere im Fußball und sprach am Telefon darüber, als hätte er in der Kreisliga ein nettes Spiel absolviert. Nicht nur das ist kurios – sondern auch die Tatsache, dass Klaas offenbar so gar nichts aus der Fußballwelt mitbekommt und unverblümt von diesem (aus unserer Sicht doch etwas peinlichen) Telefonat erzählt.

Hier gibt es die Laudatio samt Kroos' Dankesrede zum Nachgucken:

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Video: YouTube/GQ Germany

Die GQ-Bühne nutzte Kroos für mahnende Worte

Doch nicht nur diese kleinen Anekdote heimste dem vierfachen Champions-League-Sieger Sympathiepunkte ein. Seine Dankesrede nutzte Kroos, um ein starkes Statement zu setzen.

Kroos sagte mit ernster Miene:

"Was ich allgemein sagen kann, ist, dass ich aktuell so ein bisschen das Gefühl habe, dass in unserem Land ein paar Sachen in die falsche Richtung gehen"

"Wir sind, glaube ich, alle extrem auf der Sonnenseite", appellierte der Mittelfeldspieler an das prominente Publikum, "und es gibt so viele Menschen, denen geholfen werden kann und geholfen werden muss." Er selbst setze sich für kranke Kinder ein. Aber es gebe auch viele sozial schwache Kinder, Familien, Ältere, die Hilfe bräuchten.

Dann spielte Kroos auch auf die Integration von Flüchtlingen an und fand weiterhin starke Worte: "Es gibt vor allem auch Menschen, die hierherkommen in unser Land, denen im Idealfall geholfen wird, aber denen es auch schon ganz, ganz oft reichen würde, einfach akzeptiert zu werden." Applaus im Publikum.

"Ich sehe viele Gesichter hier, die viele Fans haben, denen Leute zuhören, denen Leute folgen und ich finde, wir zu allererst müssen vorneweg gehen und müssen den Leuten eine Richtung geben."

Für dieses Statement erhielt Kroos donnernden Applaus – und für Kroos bleibt zu hoffen, dass es nicht nur beim Beifall bleibt, sondern seine Worte den einen oder anderen im Publikum tatsächlich zum Handeln anregen könnten.

(kre)

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