Chelsea-Boss Todd Boehly plant, den Verein in der Führungsetage zu verstärken.
Chelsea-Boss Todd Boehly plant, den Verein in der Führungsetage zu verstärken. Bild: imago/ pa images

FC Chelsea mit Interesse an Bundesliga-Boss: erster Kontakt bestätigt

20.09.2022, 11:22

Die laufende Saison läuft für den FC Chelsea bislang alles andere als ideal. Nach holprigem Start hat man in London bereits die Reißleine gezogen und Trainer Thomas Tuchel entlassen. Seit einem Spiel steht mit Graham Potter der Sensationstrainer von Brighton & Hove Albion an der Seitenlinie an der Stamford Bridge.

Vereinsboss Todd Boehly plant nun offenbar weitere Veränderungen in der personellen Besetzung des Vereins. Boehly ist seit Mai 2022 mit seiner Investmentgesellschaft Vereinseigentümer beim FC Chelsea.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verkaufte der vorherige Eigentümer und Oligarch Roman Abramowitsch den englischen Fußballklub. Abramowitsch steht auf der britischen sowie auf der EU-Sanktionsliste, wodurch auch die Zukunft des FC Chelsea in der Schwebe war.

Der Milliardär Todd Boehly leitet seit Mai 2022 das Geschehen beim FC Chelsea.
Der Milliardär Todd Boehly leitet seit Mai 2022 das Geschehen beim FC Chelsea. Bild: imago/ sport image

Chelsea mit Interesse an RB-Funktionär

Laut Informationen von "The Athletic" möchten sich die Londoner nun mit Oliver Mintzlaff in der Führungsetage verstärken. Mintzlaff ist seit 2014 Vorstandsvorsitzender bei RB Leipzig und maßgeblich an der sportlichen Erfolgssträhne der Sachsen beteiligt. Seit 2016 ist er außerdem Geschäftsführer der Leipziger.

Neben Mintzlaff soll sich noch vor der WM in Katar eine weitere Person der Chelsea-Leitung anschließen – so weit die Ambitionen von Todd Boehly. Zur Debatte stand zum einen der strategische Berater Paris Saint-Germain, Luís Campos, der allerdings bereits ein Angebot von acht Millionen Euro abgelehnt hatte.

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff steht auf der Wunschliste vom FC Chelsea.
Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff steht auf der Wunschliste vom FC Chelsea.imago/ motivio

Zum anderen steht ein weiterer Mitarbeiter des RB-Konzerns im Gespräch, nämlich der Sportdirektor von RB Salzburg, Christoph Freund. Laut "Bild"-Informationen soll Mintzlaff aber bereits abgesagt haben.

Markenaufbau soll vorangetrieben werden

Dass gerade RB-Personal verpflichtet werden soll, ist dabei nicht zufällig. Boehly plant, die Marke FC Chelsea weiter auszubauen, vergleichbar mit dem Modell von "Red Bull" oder der "City Football Group". In dem Heimatland von Boehly, den USA, werden Vereine schließlich auch "Franchise" genannt.

"Ich möchte den Fußabdruck weiter ausbauen. Ich denke, es gibt verschiedene Länder, in denen es Vorteile hat, einen Klub zu haben."
Chelsea-Eigentümer Todd Boehly

Das Modell besteht darin, junge Spieler zu sichten und auszubilden, um sie dann als fertige Spieler zu den Blues zu bringen. Die aktuelle Problematik beschreibt Boehly wie folgt:

"Die Herausforderung, die Chelsea im Moment hat, ist, dass man 18-, 19- oder 20-jährige Superstars zwar an Vereine ausleihen kann, aber ihre Entwicklung in die Hände eines anderen Vereins legt."

Mit dem Besitz eines weiteren Fußballvereins hätte man mehr Möglichkeiten in der Weiterentwicklung von Spielern. Todd Boehly besitzt neben dem FC Chelsea bereits Anteile an dem US-amerikanischen Baseball-Team LA Dodgers und den Basketball-Teams LA Lakers und LA Sparks.

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