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Ex-Fußball-Star Joey Barton empört mit frauenverachtenden Aussagen

Joey Barton hat sich mit seinen Aussagen viele Feinde gemacht.
Joey Barton hat sich mit seinen Aussagen viele Feinde gemacht. bild: Imago images/ Ashley Crowden/JMP/Shutterstock
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Ex-Fußballer empört mit frauenverachtenden Aussagen und löst heftige Reaktionen aus

08.12.2023, 17:36
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Der englische Ex-Nationalspieler Joey Barton macht mal wieder negative Schlagzeilen. Mit einer Hetztirade gegen weibliche Fußball-Moderatorinnen hat er über die Landesgrenzen hinaus für Empörung gesorgt – und neben den attackierten Frauen auch bekannte deutsche TV-Kommentatoren zu einer Reaktion veranlasst.

Allen Beteiligten dürfte dabei bewusst sein, dass der heute 41-Jährige, der in der Premier League unter anderem lange für Manchester City und Newcastle United gespielt hatte, gerne provoziert. Als aktiver Profi ist Barton auf dem Platz immer wieder mit Tätlichkeiten und Ausrastern aufgefallen.

Im Training von Manchester City prügelte er 2007 einen Mannschaftskameraden krankenhausreif. Rund ein halbes Jahr später musste Barton eine mehrmonatige Haftstrafe antreten, weil er einen Passanten an einer Bushaltestelle in Liverpool zusammengeschlagen hatte.

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Nach seiner Profi-Karriere machte der einmalige englische Nationalspieler den Trainerschein und trainierte bis zuletzt den englischen Drittligisten Bristol Rovers. Erst Ende Oktober wurde Barton dort nach rund zwei Jahren im Amt entlassen.

Bei X, dem früheren Twitter, hat der vereinslose Coach nun darüber geschimpft, dass Streamingdienste und Sender bei den Spielen der Premier League Frauen als Kommentatorinnen und Expertinnen einsetzen.

Joey Barton wettert gegen Frauen als Expertinnen

"Frauen sollten nicht über Männerfußball reden", schrieb der frühere Mittelfeldspieler. "Es ist ein völlig anderes Spiel." Dass der Frauenfußball sich im Aufstieg befinde, sei "fantastisch zu sehen", allerdings könne er "nicht eine Sache ernst nehmen, die sie ernsthaft in einer Männerarena sagen".

Männer, die das anders sehen würden, seien "Eunuchen" [kastrierte Männer, die früher in vielen Kulturen unter anderem als Haremswächter eingesetzt wurden, Anm. d. Red.], ergänzte er in einem späteren Beitrag. Sie hätten sich verkauft und sollten sich am Kopf testen lassen.

Überhaupt setzte Barton nach dem ursprünglichen Tweet noch zahlreiche weitere ab, in denen er auf seiner frauenverachtenden Meinung beruhte. Diese seien keine Expertinnen und er selbst rede schließlich "auch nicht übers Stricken", schrieb er unter anderem.

Eine der von Barton attackierten Moderatorinnen, Alex Scott, amüsierte sich am Freitag in ihrer Story bei Instagram über die Provokationen des Ex-Profis. Einen Kollegen, der ihr im Studio gegenübersitzt, fragt sie, wen dieser interviewe. Als er antwortet, dass er sie interviewt, fragt sie: "Oh wirklich? Worüber sprechen wir, Joey Barton?" Beide brechen daraufhin in Gelächter aus.

Auch der deutsche Fußball-Kommentator Joachim Hebel hat auf Bartons Entgleisungen bei X reagiert. "Sehr geehrter Hinterwäldler, Halt einfach deine Fr....... Hochachtungsvoll, dein Pfurzpaket", schreibt dieser.

Auch viele weitere User:innen machen sich in den Kommentarspalten lustig über Bartons rückschrittliche Aussagen. Sie vermuten, dass sich der kürzlich entlassene Coach bloß im Gespräch halten will. "Na, hast die Bristol Entlassung gut verkraftet, Joey?", schreibt ein User.

Ein anderer kommentiert: "Laura Woods, Kelly Cates, Robyn Cowen, Betty Glover, Eilidh Barbour und Kelly Somers gehören zu den Besten in diesem Sport. Sie kennen den Fußball, sie verstehen ihn bis in die Tiefe und sind äußerst kenntnisreich und informativ, wenn man ihnen zuhört. Dieser Tweet ist so falsch."

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