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FC Bayern: Marcel Reif schimpft nach Rangnick-Absage

Marcel Reif in der ARD-Talkshow maischberger im Studio Berlin Adlershof. Berlin, 17.10.2023 *** Marcel Reif in the ARD talk show maischberger in the studio Berlin Adlershof Berlin, 17 10 2023 Foto:xT. ...
Marcel Reif kommentierte jahrelang für Sky.Bild: IMAGO images / Future Image
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Kult-Kommentator Reif schimpft nach Absage von Rangnick – letzte FCB-Patrone ungeeignet

04.05.2024, 10:45
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Xabi Alonso hat sich für Bayer Leverkusen entschieden, Julian Nagelsmann für die deutsche Nationalmannschaft. Im dritten Anlauf wollte der FC Bayern in Ralf Rangnick endlich einen neuen Cheftrainer gefunden haben, doch der 65-Jährige sagte den Münchenern am Donnerstag ab.

Stattdessen bleibt er lieber Nationaltrainer der österreichischen Nationalmannschaft. Offiziell hat es Rangnick als Bekenntnis zum ÖFB verpackt. "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass das keine Absage an den FC Bayern ist, sondern eine Entscheidung für meine Mannschaft und unsere gemeinsamen Ziele", wird er in der Verbandsmitteilung zitiert.

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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge darf die Entscheidung aber durchaus als Absage an die Bayern verstanden werden. So hieß es bereits in den vergangenen Tagen, dass Rangnick von Uli Hoeneß' Aussagen in Richtung Thomas Tuchel irritiert gewesen sei.

Marcel Reif kritisiert Uli Hoeneß wegen Tuchel-Aussagen

Der Bayern-Macher hatte den Umgang des aktuellen FCB-Trainers mit jungen Spielern kritisiert und später angekündigt, auch in Zukunft seine Meinung öffentlich kundtun zu wollen.

"Uli Hoeneß' Aussagen aus der letzten Woche haben nicht wirklich geholfen", kritisierte Marcel Reif bei der "Bild" die Worte des Ehrenpräsidenten. Damit habe er nicht nur die Arbeit des aktuellen Übungsleiters erschwert, sondern auch die Suche nach einem Nachfolger. Der künftige Trainer wisse nach derartiger Kritik, "was auf ihn zukommt".

Grundsätzlich stellt sich nun aber zuallererst die Frage, welche Kandidaten überhaupt noch infrage kommen. Die ursprünglich gehandelten Sebastian Hoeneß (VfB Stuttgart) sowie Unai Emery (Aston Villa) haben ihre Verträge kürzlich ebenfalls verlängert, die Spur Roberto De Zerbi sollen die Münchener kürzlich keinen Kontakt mehr gehabt haben.

Großes FCB-Täuschungsmanöver? Zidane würde Reif nicht überzeugen

"Zinédine Zidane ist der einzige, der noch nicht offiziell abgesagt hat – von denen, die am Anfang gespielt wurden", stellte Reif bei der "Bild" fest. Dabei schob der frühere Sky-Kommentator eine kleine Spekulation hinterher: "Sie haben die Nebelwand wie in alten Zeiten schön hochgezogen. Wenn sie immer nur Zidane haben wollten und der jetzt auch zugesagt hat, dann sage ich: Okay, das ist ein Name."

Eine zufriedenstellende Lösung wäre diese vermeintlich letzte Patrone der Bayern-Bosse seiner Meinung nach jedoch nicht. Der Franzose sei mehr ein Teamchef als ein Laptoptrainer, "er braucht die Sprache mehr als jeder andere noch". Das Problem dabei liegt auf der Hand: "Er spricht kein gutes Englisch und Deutsch schon gar nicht."

Sollte es am Ende trotzdem auf Zidane hinauslaufen, hätten die Bayern zwar "alle schön hingehalten" sowie "Glanz und Gloria in der Allianz Arena", die große Begeisterung spricht dabei aber keinesfalls aus Reif.

Schon während seiner Zeit bei Real Madrid galt der französische Übungsleiter nicht als der ganz große Taktiker, hat eher mit seiner natürlichen Autorität eine Gruppe von überragenden Individualisten geführt. Das aber äußerst erfolgreich, schließlich führte Zidane die Königlichen zu drei Triumphen in der Champions League in Folge.

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