Toni Kroos trifft nächstes Wochenende mit Real Madrid im Champions-League-Finale auf den FC Liverpool.
Toni Kroos trifft nächstes Wochenende mit Real Madrid im Champions-League-Finale auf den FC Liverpool.Bild: imago images / imago images

Hertha BSC oder HSV: Toni Kroos hat klaren Favoriten für Bundesliga-Relegation

19.05.2022, 15:29

Eine Sache steht fest: Entweder Hertha BSC oder der Hamburger SV spielen in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga. Für die Berliner geht es in den Relegationsspielen am Donnerstag und Montag vor allem darum, eine total verkorkste Saison noch irgendwie zu retten.

Beim HSV hingegen ist selbst die Relegation schon ein voller Erfolg. Denn auch im vierten Jahr als Zweitligist sah es lange Zeit nicht so aus, als würden es die Hamburger in dieser Saison mit Aufstieg schaffen. Erst zwei Spieltage vor Schluss kletterten die Hanseaten auf Rang 3 und behielten diesen Platz bis zum Saisonende.

Da sich die Hertha unter Felix Magath nach katastrophalen Auftritten jedoch einigermaßen gefestigt hatte und erst am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz 16 rutschte, hat Toni Kroos einen klaren Favoriten in "einem spannenden Duell". Auch wenn der Weltstar zugab, sich die Spiele nicht anzuschauen.

"Ich mag Experten, die sich vor dem Spiel aus dem Fenster lehnen, auch wenn sie danach auf die Mütze kriegen", erklärte Toni Kroos in seinem Podcast "Einfach mal Luppen", den er mit seinem Bruder Felix veröffentlicht. Nach den Spielen könne jeder sagen, dass die eine Mannschaft besser war, weil sie 5:0 gewonnen hat.

Kroos lobt Teamgeist des Hamburger SV

Und so ist Toni Kroos sicher: "Hertha wird nächstes Jahr in der Bundesliga spielen."

Sein Bruder Felix hatte keinen klaren Favoriten, glaubt aber daran, dass sich Hamburg in den beiden Duellen durchsetzen wird. "Der HSV hat einen Pluspunkt, was das Momentum betrifft."

Denn so wie sich die Hanseaten im Aufstiegsrennen nach zwischenzeitlichem Platz sechs zurückgekämpft hätten, könne man von einer gefestigten Mannschaft sprechen, die nichts so leicht aus der Bahn werfe. "Viele hätten sich aufgegeben", sagt der Ex-Profi von Union Berlin.

Auch Toni Kroos lobte das Team für seinen Saisonendspurt mit fünf Siegen in fünf Spielen.

Nachdem Felix Magath die Hertha vor gut sieben Wochen auf Rang 17 übernommen hatte, hätte jedoch auch den Berlin niemand den Klassenerhalt zugetraut. "Ich finde, unter Magath hatten sie eine aufsteigende Tendenz und haben den ein oder anderen Punkt mehr geholt." Laut Felix sei sich Hertha am Ende einfach zu sicher gewesen.

Toni Kroos: Teamspirit wichtiger als individuelle Klasse

Wichtig wird in solchen K.O.-Duellen laut Toni Kroos vor allem das Zusammenspiel aus Teamspirit und individueller Klasse, wobei der Mannschaftsgedanke ein Stück höher zu bewerten sei.

"Es ist ganz entscheidend, dass jemand seine eigenen Qualitäten für den Teamerfolg einsetzt und nicht, um selbst positiv aufzufallen. Das ist eine ganz entscheidende Eigenschaft, von Champions." Der Mittelfeldspieler von Real Madrid freue sich immer, wenn man sieht, dass das belohnt wird. "Ich mag es nicht, wenn man sich auf ein paar Einzelkönner verlässt und das am Ende belohnt wird."

Vor allem kleinere Teams würden auf den Team-Faktor gegen vermeintlich bessere Mannschaften setzten. "Man sieht, was man damit rausholen kann", sagte er auch mit Blick auf das Europa-League-Halbfinale als die Glasgow Rangers RB Leipzig besiegten.

Sein Bruder Felix nannte dazu noch die Unterstützung der Fans, die ein großer Faktor in solchen Duellen ist, wie man bei den Spielen von Eintracht Frankfurt gegen den FC Barcelona gesehen habe. "Was die Fans den Jungs an Kraft gegeben haben, darf man nicht unterschätzen."

(lgr)

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