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Fans waren irritiert – Das schnüffelten die deutschen Handballer vor dem Spiel

Am Samstag brillierte die deutsche Handball-Nationalmannschaft beim Spiel gegen Brasilien – mit 34:21 gewann das Team und setzte sich an die Tabellenspitze der Gruppe A. Doch aufmerksame TV-Zuschauer stutzten im Verlauf der ZDF-Übertragung.

Einige Spieler ließen sich eine ominöse Flüssigkeit auf den Handrücken träufeln, schnüffelten herzhaft daran und schmierten sich die Reste unter die Nase. Konnten hier Millionen von TV-Zuschauern ansehen, wie das deutsche Team dopt? Das fragten sich zumindest Fans in den sozialen Netzwerken.

Irritierte Fans stellen Fragen: 

Ein User dachte gar an Ammoniak – das Mittel, das russische Spieler bei der Fußball-WM im Sommer vor der Einwechslung schnüffelten und das ihnen einen Kick gab. Ammoniak wirke "kurzfristig stimulierend und fokussierend", schreibt die Nationale Anti-Doping-Agentur. Es steht jedoch nicht auf der Doping-Liste.

Auch die deutschen Handballer betreiben hier natürlich kein Doping. 

Stattdessen rochen sie an einem alten Hausmittelchen, das im Handball sehr verbreitet ist.

Nach dem Spiel erklärte Kaptitän Uwe Gensheimer auf die Frage, was hinter der Seitenlinie verteilt wurde: "Koks!" Beschwichtigend schob er aber hinterher: "Spaß, das war Minzöl, um die Nase freizubekommen."

Auch in der ZDF-Redaktion trudelten Fragen zu den schnüffelnden Handballern ein. Der ehemalige Profi und jetzige ZDF-Experte Sven-Sören Christophersen bestätigt Gensheimers Aussage: "Das ist japanisches Heilpflanzenöl, das macht die Nase frei." 

Ex-Profi Christophersen klärt auf: 

Die Belastung der Weltmeisterschaft und die nasskalten Wintertage gehen eben auch an den deutschen Handballern nicht spurlos vorbei – die Erkältungsgefahr ist groß. Auf dem Platz kann eine verstopfte Nase für die Profis zum Problem werden. Zudem wird dem beißenden Minzöl nachgesagt, die Sinne der Profis zu schärfen und kurz für einen klaren Kopf zu sorgen.

HNO-Arzt Dr. med. Janovic kann das der watson-Redaktion nur teilweise bestätigen: "Ätherische Öle haben einen pflegenden Effekt für die Schleimhäute, zudem sorgen sie kurzzeitig für ein befreites Gefühl in den Atemwegen. Gerade in der trockenen Hallenluft hat das für die Spieler eine wohltuende Wirkung", so der Facharzt. "Davon, dass Minzöl die Sinne schärft, habe ich allerdings noch nichts gehört." 

So oder so können sich besorgte Eltern wieder ganz entspannt zurücklehnen: Was wie eine knallharte "Bad Boy"-Aktion aussah, ist eben nur etwas winterliche Nasenpflege. 

So sieht es aus, wenn Handballer im Büro arbeiten würden

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Video: watson/Katharina Kücke, Marius Notter

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