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Selbst Lucien Favre glaubt seit Sonntag wieder an den Titel... Bild: imago sportfotodienst

Meinung

3 Gründe, warum der BVB trotzdem noch die Meisterschale holt

Nervenaufreibend. Kurios. Unvorhersehbar. Was war das bitte für ein wahnsinniger 31. Spieltag in der Bundesliga? Fast alle Spiele gingen nicht so aus, wie es Wettquoten und Experten nahelegten. Besonders krass zeigte sich das im Titelkampf: Während der BVB das Revierderby gegen Schalke vergeigte (2:4), holte der Rekordmeister aus München einen Tag später im Bayernderby gegen den 1. FC Nürnberg einen am Ende sogar glücklichen Punkt (1:1).

Warum sollte also in den drei verbleibenden Runden des verrückten Meisterschaftskampfes zwischen Bayern und Dortmund plötzlich alles normal verlaufen? In dieser Phase der Saison scheint das Unerwartete zum Programm zu werden.

Auch Bayern-Trainer Niko Kovac hat das Gefühl, dass es bis zum Ende nervenaufreibend und kurios zugehen wird: "Man hat gesehen, dass es verrückte Ergebnisse in den letzten Wochen gibt – und wahrscheinlich an den nächsten drei Spieltagen auch. Im Finish kommen Ergebnisse, die niemand erwartet", orakelte er.

Die Vorzeichen drei Spieltage vor Schluss:​

- Bayern ist Tabellenführer (80:30 Tore, 71 Punkte)

- Dortmund ist Zweiter (74:40 Tore, 69 Punkte)

Warum der BVB trotzdem noch die Meisterschale holt:

Reus kommt am letzten, vielleicht entscheidenden, Spieltag wieder

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Der Moment der Wahrheit: Marco Reus sieht die Rote Karte. Bild: imago images/Revierfoto

Das Sportgericht des DFB hat gesprochen: Zwei Spiele Sperre für Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus, drei für seinen Teamkollegen Marius Wolf. Für Wolf ist die Saison damit beendet. Beide Spieler sahen im Revierderby glatt Rot.

Zunächst ist das natürlich erstmal eine wenig erfreuliche Nachricht für alle Dortmunder. ABER: Damit fehlt Nationalspieler Reus dem Bayern-Verfolger zwar gegen Bremen und Fortuna Düsseldorf. Doch, wenn der BVB sein letztes, vielleicht alles entscheidendes, Spiel am 18. Mai in Mönchengladbach bestreitet, kommt Reus wieder. Gegen seinen Ex-Verein wird er nochmal alles raushauen und Dortmund zum Sieg schießen wollen.

Böse Zungen in der Dortmunder Fanszene behaupteten übrigens auch schon, dass es ein Vorteil im Meisterschaftskampf sei, wenn Marius Wolf nicht mehr zum Einsatz kommt...

Bayern hat ein unangenehmes Restprogramm

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Ewerton stoppt Lewandowski. Bild: imago images/Jan Huebner

Ein weiterer Vorteil für Dortmund kann das Restprogramm werden, obwohl der BVB noch zwei Auswärtsspiele bestreiten muss, Bayern nur eins.

Der FCB bekommt drei in dieser Saisonphase eklige Gegner serviert:

Das Restprogramm von Bayern München:

Hannover 96 (H)
RB Leipzig (A)
Eintracht Frankfurt (H)

Dortmund kann sich auf lösbare Aufgaben einstellen:

Das Restprogramm von Borussia Dortmund:

Werder Bremen (A)
Fortuna Düsseldorf (H)
Borussia Mönchengladbach (A)

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Campino: Das Zünglein an der Meisterschaftswaage? bild: imago stock & people

Dortmund wird nach der Derbyniederlage im "Jetzt-erst-recht-Modus" sein

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Zusammenraufen! Bild: imago images/elmar kremser/Sven Simon

Die Niederlage gegen Schalke könnte die berühmte "Jetzt-erst-recht-Mentalität" bei den Dortmunder Spielern hervorrufen. Außerdem: Dass auch der Rekordmeister im Bayernderby gegen den Club gewackelt hat, wird Dortmund noch mehr Mut machen. Die BVB-Spieler wissen: Auch Bayern ist nicht auf der Höhe, der Koloss wankt ein wenig.

Vielleicht fühlen sich die Schwarz-Gelben ja auch noch zusätzlich durch die weißen Fahnen angestachelt, die ihr Trainer Lucien Favre nach der Revierderbypleite schon hissen wollte: "Der Titel ist verspielt", sagte der Schweizer nach dem Spiel und hakte die Schale damit schon vermeintlich ab. In Wirklichkeit ist das natürlich nur psychologische Kriegsführung, damit sich der Gegner in Sicherheit wähnt – was ja auch schon gewirkt hat, als die Bayern am Sonntag fast gegen den Club verloren...

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(mit dpa)

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