Roberto Firmino (l.) und Mohamed Salah vom FC Liverpool: Die Premier League zählt im internationalen Fußball als mit Abstand stärkste Liga.
Roberto Firmino (l.) und Mohamed Salah vom FC Liverpool: Die Premier League zählt im internationalen Fußball als mit Abstand stärkste Liga.bild: imago images / Action Plus

Premier League plant eigenen Streaming-Dienst im Stile von Netflix

10.02.2020, 12:0110.02.2020, 12:04

Seit der Einführung von Sport-Streamingdiensten wie DAZN hat sich für die Fans einiges verändert. Mittlerweile ist die sportliche Streamingwelt ein Flickenteppich aus verschiedenen Anbietern, die alle unterschiedliche Ligen, Spiele und sogar Sportarten übertragen.

Premier League will Streaming auf ein neues Level heben

Die englische Premier League will nun exklusiv ihre Spiele streamen: Wie der "Guardian" am Samstag berichtete, plant die Premier League die Einführung eines eigenen Streaming-Anbieters, der im Stile von Netflix gegen eine monatliche Zahlung die Übertragung von Premier-League-Spielen bieten soll. Britische Medien bezeichnen die Idee als "Premflix".

Der Geschäftsführer der Premier League, Richard Masters, erklärte den britischen Medien, dass es schon für die Saisons zwischen 2019 und 2022 den Plan für eine eigene Streaming-Plattform gegeben habe. Sie solle jetzt aber doch erst für die Spielzeiten 2022 bis 2025 Realität werden.

Ziel der Plattform sei es, die Einnahmen direkt vom Zuschauer zu generieren, anstatt die Rechte an dritte Anbieter zu verkaufen.

"Premflix" ist für internationale Kunden gedacht

In England selbst ist man noch skeptisch, was den Erfolg einer solchen Plattform betrifft. Denn, das Marktmonopol hält in England nach wie vor Sky Sports und BT Sports. Masters sieht vielmehr Potential auf internationalen Märkten. Die Premier League ist im weltweiten Vergleich die Liga mit der höchsten Aufmerksamkeit, wird in 188 Ländern der Welt live übertragen. Für TV-Übertragungsrechte erzielt sie pro Saison Lizenzeinnahmen in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro, davon 1,7 Milliarden von Lizenznehmern aus dem Ausland.

Die Anbieter Sky und BT dürften nicht erfreut sein über die jüngsten Entwicklungen sein.

(as/vdv)

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