MELBOURNE, AUSTRALIA - JANUARY 13: Serbian tennis player Novak Djokovic continue his training at Rod Laver Arena in Melbourne, Australia on January 13, 2022. It remains unclear whether Novak Djokovic  ...
Der Eklat um Novak Djokovic wird jetzt schon von Netflix mitverfolgt.Bild: AA / Recep Sakar
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Djokovic bei Australian Open: Einreise-Drama wird bei Netflix zu sehen sein

14.01.2022, 14:4416.01.2022, 08:22

Jetzt also wirklich! Seit dem Einreise-Krimi um Tennisspieler Novak Djokovic bei den Australian Open kursieren im Internet zahlreiche Witze über eine potentielle Djokovic-Doku à la "Border Patrol Australia". Dies scheint nun jedoch Wirklichkeit zu werden. Denn englischen Medienberichten zufolge wird das Drama um die Djokovic-Einreise Teil einer Dokuserie.

Zur Aufgabe gemacht hat sich das die Streaming-Plattform Netflix. Die Mini-Serie soll dabei an die Formel-1-Serie "Drive To Survive" angelehnt sein – jedoch eben als Tennisversion. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, soll damit das Tennis-Jahr mit exklusiven Blicken hinter die Kulissen aufgearbeitet werden – inklusive Einreise-Drama rund um den ungeimpften Serben Novak Djokovic. Netflix habe zwar schon zuvor eine mehrteilige Doku zu der Tennis-Tour geplant, jedoch wolle sich die Filmproduktion nun insbesondere auf den Streit zwischen dem Tennisspieler und der australischen Regierung konzentrieren.

Laut Berichten befindet sich bereits eine Filmcrew in Melbourne, um den explosiven Beginn der Tennissaison rund um den Weltranglistenersten festzuhalten. Wie sehr der Serbe dabei in den Vordergrund rücken und wie nah ihm die Filmcrew dabei kommen wird, ist zu diesen Zeitpunkt allerdings noch unklar.

Visum-Status von Djokovic weiterhin unklar

Derweil bleibt der Visum-Status von Djokovic weiter unklar. Auch vier Tage vor Turnierstart befand sich der Weltranglistenerste noch immer in Melbourne, bereitete sich auf seinen umstrittenen Start bei den Australian Open vor und bekam seinen Auftaktgegner zugelost – gleichzeitig stand weiter ein großes Fragezeichen hinter dem Namen des Serben. Djokovic war am 5. Januar mit einer fragwürdigen Ausnahmegenehmigung und ungeimpft nach Australien geflogen. Zwischenzeitlich wurde ihm das Visum entzogen, seit Montag hat er es wieder. Ob er allerdings bleiben darf, ist weiter offen. Der gewaltige Wirbel hält an, das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres wird schon jetzt von dem Politikum überschattet.

Am Donnerstag verschob die Regierung Down Under die Entscheidung über den erneuten Entzug der Aufenthaltsgenehmigung des 34-Jährigen Serben einmal mehr. Zeitgleich wird unter Djokovics Kollegen das Unverständnis lauter.

Tennis: Grand Slam/ATP-Tour - French Open, Einzel, Herren, Finale, Djokovic (Serbien) - Tsitsipas (Griechenland). Novak Djokovic (r) und Stefanos Tsitsipas unterhalten sich während der Siegerehrung.
Stefanos Tsitsipas und Novak DjokovicBild: dpa / Frank Molter

Der Weltranglistenvierte Stefanos Tsitsipas kritisierte den Branchenprimus deutlich. "Wir haben uns alle an die Regeln gehalten, um nach Australien zu kommen und am Turnier teilzunehmen. Und wir haben uns dabei sehr diszipliniert verhalten", so der Grieche in einem Interview mit dem indischen TV-Sender WION: "Eine sehr kleine Minderheit hat sich entschieden, ihren eigenen Weg zu gehen. Das lässt die Mehrheit irgendwie wie Idioten aussehen."

Anwälte des Tennisprofis bereiten bereits erneute Berufung vor

Unterdessen berichteten die Zeitungen "The Age" und "Sydney Morning Herald", das Team des ungeimpften Djokovic bereite sich für den Fall einer zweiten Annullierung des Visums am Freitag schon auf eine entsprechende Berufung vor – diese könnte bis zum Sonntag verhandelt werden.

Der Eindruck, dass die Regierung Australiens den Tennisstar trotz dessen Gerichtserfolgs am Montag noch immer ausweisen möchte, besteht weiterhin. Die Australian Open seien "bedeutender als eine Person", so Dan Andrews, Premierminister des Bundestaates Victoria, "genauso wie die Sicherheit unser Gemeinschaft bedeutender ist als eine Person". Mit Verweis auf Djokovics Dauerrivalen Rafael Nadal fügt er zudem hinzu: "Rafa hätte es nicht besser sagen können. Lass' dich einfach impfen."

(minu / afp)

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