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Nacer Chadli of Belgium, center, celebrates with his teammates after scoring a goal against Japan in their Round of 16 match during the 2018 FIFA World Cup WM Weltmeisterschaft Fussball in Rostov, Russia, 2 July 2018. Belgium threw caution to the wind to reach the World Cup quarter-finals as substitute Nacer Chadli scored in the dying seconds against Japan to snatch a 3-2 comeback win and set up a clash with five-time champions Brazil. The distraught Japanese, who went 2-0 up with goals by Genki Haraguchi and Takashi Inui early in the second half, fell to the turf after Chadli poked the ball home from Thomas Meunier s cross four minutes into added time at the Rostov Arena. Belgium downs Japan with Nacer Chadli s injury time goal capping historic comeback PUBLICATIONxINxGERxAUTxSUIxONLY 20180703_67362

Die Belgier jubeln nach dem Kontertreffer in der letzten Minute gegen Japan. Bild: imago sportfotodienst

Sie können also auch Turnier-Modus. 4 Dinge, die du über Belgien wissen musst

23.06.18, 14:40 03.07.18, 09:24

peter riesbeck

Man hatte schon die Befürchtung, dass die hochgehandelten Belgier nach dem 0:2 gegen Japan einklappen würden. Doch sie zogen sich beeindruckend aus der Schlinge und spielten in der letzten Minute ein Gedicht von einem Konter um die tapferen Japaner doch noch zu schlagen. 

Hier sind 4 Fakten zum belgischen Team, eine Betonungshilfe und warum Fortuna Düsseldorf in der Elf ein Thema ist.

Thibaut Courtois [Thiebo Kurtwoi]

Der Keeper ist ein ganz Großer. 1,99 misst der lange Kerl und irgendwie sieht es aus der Ferne so aus, als könnte der schlaksige Torhüter in jedem Film der belgischen Regisseur-Brüder Dardenne einen melancholischen Postboten oder traurigen Dorf-Gendarmen spielen.

Spielt da ein Kind im Tor?

Courtois startete seine Karriere in der Saison 2007/2008 als sechster (!) Torhüter von KRC Genk. Durch Abgänge und Verleztungen schaffte er es schließlich während der Spielzeit doch noch zur Nummer 1. 16 war er bei seiner Erstliga-Premiere im April 2008.

Den internationalen Durchbruch auf dem Platz schaffte der reflexstarke Spieler bei Atlético Madrid, ausgeliehen vom FC Chelsea, wo er längst wieder spielt.

Aufsehen erregte er, als er vor ein paar Jahren eine Affäre mit der (damaligen) Freundin seines Nationalmannschafts-Kollegen Kevin De Bruyne publik machte. Die Liebelei rüttelte heftig am Team, der damalige Nationaltrainer Marc Wilmots musste zwischen beiden Kickern vermitteln.
Merke: Männer sind so. Leider.  

Noch mehr zum Team des Geheimfavoriten Belgien

Dries Mertens [Drieß Märtens]

Stopp, das ist der andere Dries (Van Nooten)

Der Stürmer, 31, hat einen Namen wie ein flämischer Modedesigner. Und wie so viele Kreative in Belgien musste auch er die Heimat früh verlassen. Mit 19 Jahren ging der Angreifer in die Niederlande, kickte für Apeldoorn, Utrecht und den Philips-Sport-Verein in Eindhoven. Nun ist er in Italien gelandet, beim SSC Neapel, nur Edin Dzeko vom AS Rom schoss in der abgelaufenen Saison mehr Tore als er.

Merke: Wer was werden will in Belgien, muss die Heimat früh verlassen.  

Das Mertens Making off

Romelu Lukaku [Rohmelu Luhkaku]

Als Kind in Antwerpen war es nicht immer einfach. In der Familie fehlte mitunter das Geld selbst für das Nötigste. Mitunter musste selbst die Milch mit Wasser gestreckt werden. "Jedes Spiel war für mich ein Endspiel", so Lukaku. Längst spielt er in England bei Manchester United. Dort rühmen ihn die Fans als "Belgian Scoring Genius", belgisches Knipser-Genie.

Sein bester Freund in der Nationalelf sitzt übrigens auf der Bank: Thierry Henry, ehemaliger Weltklasse-Stürmer aus Frankreich und Co-Trainer der belgischen Auswahl. Es gebe nur einen, der noch mehr Fußball guckt als er, gestand Lukaku vor wenigen Tagen: Henry.

Das rheinische Geständnis

Zu was das führt. Die beiden fachsimpeln selbst über die 2. Bundesliga in Deutschland, zum Beispiel Fortuna Düsseldorf.

Merke: Immerhin ein interessantes Team, Düsseldorf spielt jetzt ja erste Liga. Aber im Fußball lohnt manchmal auch der Blick nach unten. Auch dort findet sich Klasse.  

Thierry Henry [Thieärie Onrie]

Ist eigentlich Franzose und der einzige Weltmeister im belgischen Team: 1998 stand der Stürmer im französischen WM-Gewinner-Team um Zinedine Zidane. Die Hälfte seines fußballerisches Lebens verbrachte Henry beim FC Arsenal in London, eine kleine Heimstätte des schönen Fußballs.

Henry grüßt Arsene Wenger zum Arsenal Abschied

Belgiens spanischer Auswahlcoach Martinez holte den Trainer-Azubi Henry dann als Co nach Belgien. Das klingt jetzt nach sehr viel missionarischem Eifer, der Grund ist aber sehr viel prosaischer. Die für den Trainerschein notwendige Coachingtime lässt sich als Assistent eines Nationalteams mit sehr viel weniger Zeit auf dem Platz abreißen.

Merke: Talent quält sich nicht gern.

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