Japan's Kaoru Mitoma appears to have the ball over the line before crossing it for a goal during the World Cup group E soccer match between Japan and Spain, at the Khalifa International Stadium in Doh ...
Diese Vorlage von Mitoma führte zum 2:1-Siegtreffer von Japan gegen Spanien, danach gab es heftige Diskussionen ob der Ball im Aus war oder nicht.Bild: AP / Petr David Josek
WM 2022

WM 2022: Heftige Diskussionen nach umstrittenem Japan-Tor

02.12.2022, 16:45

Das Aus der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar sorgt für heftige Diskussionen. Eigentlich hatte die DFB-Elf mit dem 4:2 gegen Costa Rica seine Aufgabe erfüllt, um ins Achtelfinale einzuziehen: ein Sieg mit zwei Toren Abstand.

Allerdings hätte der Sieg nur gereicht, wenn das Parallelspiel zwischen Spanien und Japan Unentschieden ausgegangen wäre oder Spanien gewonnen hätte. Stattdessen gewann Japan 2:1. Ein umstrittener Treffer sorgte für den Sieg. Dabei hatte Kaoru Mitoma den Ball von der Torauslinie gekratzt und in die Mitte gespielt, wo Ao Tanaka die Kugel über die Linie drückte.

Nach Deutschlands WM-Debakel: Ballack spricht von falscher Entscheidung

Ein extrem diskutierter Treffer, der über das Ausscheiden des deutschen Teams entschied, weil durch den Japan-Sieg selbst der Dreier gegen Costa Rica dem DFB-Team nicht mehr half.

Auch im Magenta-Studio diskutierten die Experten ausführlich über die Entscheidung. Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich erklärte die Situation aus seiner Sicht: "Der Schiedsrichter war unsicher, hat zu seinem Linienrichter geguckt und hatte zuerst auf Aus entschieden. Dann hat der Videoschiedsrichter eingegriffen und offenbar klar entschieden, dass der Ball im Spiel war."

Für Experte Michael Ballack war das ein fehlerhafter Eingriff vom VAR. Der ehemalige Bayern-Profi ist der Meinung, dass der Videoschiedsrichter keinen klaren bildlichen Beweis liefern konnte, dass der Ball wirklich noch im Spiel war: "Die Entscheidung ist kontrovers und falsch. Du hast eine eventuelle Aus-Entscheidung, die nicht klar belegbar ist, korrigiert. Sie haben es korrigiert, obwohl es nicht beweisbar ist, weil es keine Torlinien-Entscheidung ist."

Ittrich entgegnete daraufhin, dass nur die Fifa selbst nun beweisen könnte, dass sie eine eindeutige Einstellung gefunden haben.

Umstrittenes WM-Tor von Japan verärgert Zuschauer

In den Sozialen Netzwerken gab es mindestens genauso heftige Diskussionen. Eine Nutzerin wollte sogar Fifa-Präsident Gianni Infantino persönlich die Schuld für das Ausscheiden der deutschen Mannschaft geben, schrieb: "Infantino hat unser Ausscheiden gut orchestriert." Dazu postete sie ein Bild, aus dem Deutschland-Spiel, das einen Ball zeigte, den Costa Ricas Torhüter Kaylor Navas klar hinter der Aus-Linie rettete und das Bild von der Vorlage von Mitoma. Damit drückte sie wohl aus, dass der Ball bei Mitomas Hereingabe ebenfalls im Aus war.

Ein anderer User nutzte exakt das gleiche Bild, um zu zeigen, dass der Ball nicht im Aus war und das Tor durch Tanaka daher regulär ist. In Versalien schrieb er auf Englisch: "Das zweite Tor, der Ball ging nicht aus dem Spielfeld."

Ein weiterer Nutzer warf den Unparteiischen wiederum vor: "Trotz Videobeweis wird dieses Tor für Japan einfach gegeben."

Wieder andere Nutzer stellten die Szene sogar nach, zeigten dann aus verschiedenen Kameraperspektiven, dass der Ball doch noch im Feld gewesen sei.

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