Sport
Zweite Bundesliga

HSV: Hamburg-Trainer Steffen Baumgart wegen Schiri-Leistung in Rage

14.04.2024, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Fußball: 2. Bundesliga, 1. FC Magdeburg - Hamburger SV, 29. Spieltag, MDCC-Arena. Trainer Steffen Baumgart von Hamburger SV ruft seinem Team etwas zu. Foto: Andr ...
Steffen Baumgart ist seit Ende Februar Trainer beim Hamburger SV.Bild: dpa / Andreas Gora
Zweite Bundesliga

HSV: Hamburg-Trainer Baumgart wegen Schiri-Leistung in Rage

15.04.2024, 16:23
Mehr «Sport»

Es ist das sechste Jahr, in dem der Hamburger SV aktuell versucht, in die erste Liga aufzusteigen. Einst galt der HSV als unabsteigbar, wurde Bundesliga-Dino genannt. Bis 2018. Nach jahrelanger Fehlplanung mussten die Hamburger damals den Gang in die zweite Liga antreten, in der sie seither feststecken.

Dabei ist das Bild von Jahr zu Jahr gleich. Immer spielt die Mannschaft oben mit, immer reicht es am Ende nicht ganz. In den ersten drei Jahren wurde nur der vierte Platz erreicht, danach folgte zweimal die Ernüchterung erst in den Relegationsspielen. Einmal machte Hertha BSC den Hamburgern einen Strich durch die Rechnung, im vergangenen Jahr dann der VfB Stuttgart.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Aktuell stehen die Rothosen nur auf dem vierten Rang, haben drei Zähler Rückstand auf Düsseldorf, das den Relegationsplatz belegt. Zum direkten Aufstieg fehlen sogar acht Punkte auf Stadtrivale St. Pauli.

HSV-Trainer Baumgart mit harter Schiri-Kritik

Die Stimmung beim HSV scheint daher angespannt. Gerade nach der Partie am Sonntag in Magdeburg (2:2) wurde das erneut deutlich. In Unterzahl und mit einem 0:2-Rückstand drehte der HSV noch auf und holte ein Unentschieden, da Düsseldorf aber gewann, verschlechterte sich die Situation für die Hamburger.

Der Schuldige aus Hamburger Sicht war nach dem Abpfiff in Magdeburg schnell ausgemacht: Schiedsrichter Dr. Robert Kampka. Der 42-Jährige hatte den Magdeburgern zwei Elfmeter zugesprochen. Beim ersten Strafstoß sogar zusätzlich HSV-Innenverteidiger Guilherme Ramos mit Rot des Platzes verwiesen.

In der 23. Minute hatte Ramos Magdeburgs Luca Schuler auf dem Weg zum Tor im Laufduell zu Boden gebracht. Kampka zückte sofort die Rote Karte, wurde auch nicht vom VAR überstimmt. Gerade in dieser Situation hatte Baumgart zwei Dinge auszusetzen: "Ich bin mir relativ sicher", fing der 52-Jährige an, "dass der Kontakt außerhalb ist, und wenn das außerhalb beginnt, dann ist es außerhalb." Die Videobilder konnten allerdings nicht eindeutig Auskunft geben. Wäre das Foul außerhalb des Strafraums gewesen, hätte es folglich keinen Elfmeter gegeben, der Platzverweis hätte aber Bestand haben müssen.

"Ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter sich da für die Unterzahl entschieden hat, ich habe kein Foul gesehen."
HSV-Trainer Steffen Baumgart über die Entscheidung zum zweiten Magdeburg-Elfmeter

Der zweite Punkt, den Baumgart bemängelt, ist die Doppelbestrafung – also die Tatsache, dass es Elfmeter und den Platzverweis gab. Allerdings hat der Schiedsrichter Spielraum. In Regel 12 des DFB steht, dass es Elfmeter und Gelb nur gibt, "wenn das Vergehen bei dem Versuch, den Ball zu spielen, oder bei einem Zweikampf um den Ball begangen wurde".

Nach Schiedsrichter Kampkas Auslegung muss Ramos aber keine Chance gehabt haben, den Ball zu spielen, sondern wollte nur Schuler am Torabschluss stören.

Den zweiten Elfmeter gab Kampka, nachdem HSV-Torwart Matheo Raab und Ludovit Reis gemeinsam Leon Bell Bell von Magdeburg unsanft von den Beinen geholt hatten. "Da gehen drei ineinander und es gibt Elfmeter für Magdeburg. Ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter sich da für die Unterzahl entschieden hat, ich habe kein Foul gesehen", erklärte Baumgart seine Wahrnehmung.

Klar ist aber auch, dass Raab nicht den Ball erwischte und daher rücksichtslos in den Zweikampf geht. Die Elfmeterentscheidung war hier eindeutiger als beim ersten Strafstoß. Torhüter Raab hatte noch versucht, mit Kampka zu sprechen, laut des 25-Jährigen war die Antwort aber klar: "Seine Aussage war, dass der Magdeburger heruntergerissen wurde und es keinen Gesprächsbedarf gibt."

Immerhin konnte das Team von Baumgart in der zweiten Hälfte noch aufdrehen und einen Punkt holen. Dadurch ist im Kampf um den Aufstieg noch einiges möglich, vor allem, weil die Hamburger auch noch gegen St. Pauli und Holstein Kiel aus der Topgruppe spielen.

Vergabe der Frauen-WM 2027: Stimme für den DFB wurde nicht gewertet

In knapp vier Wochen beginnt in Deutschland die EM 2024. Für den DFB wird es das erste große Heimturnier seit 2011 sein, als die Frauen in den deutschen Stadien die Weltmeisterschaft ausgespielt haben.

Zur Story