Matthias Opdenhövel moderiert "The Masked Singer".
Matthias Opdenhövel moderiert "The Masked Singer".Bild: ProSieben/Willi weber
Analyse

So ähnlich sind sich "The Masked Singer" und "Wer ist das Phantom?" – dritte Rateshow bei ProSieben bestätigt

03.11.2021, 15:32

ProSieben ist im Ratefieber! Seit dem 24. Oktober flimmert die fünfte Staffel von "The Masked Singer" über die Bildschirme. Und scheinbar haben die Zuschauer noch immer nicht genug: Denn allein der Auftakt der neuen Staffel startete mit einem Marktanteil von 24,1 Prozent bei der relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Neuerdings aber nicht wie in den vergangenen Staffeln dienstags, sondern zur Primetime am Samstagabend. Auf dem alten Sendeplatz von "The Masked Singer" hingegen läuft seit vergangenen Dienstag das neue Format "Wer ist das Phantom?". Und dabei fällt auf: Die beiden Sendungen sind sich auffällig ähnlich, während ProSieben für 2022 sogar eine weitere Rateshow plant.

Das Prozedere bei "The Masked Singer" ist bekannt: Zehn Promis treten in aufwendigen Kostümen verkleidet gegeneinander an. Das Rateteam, aktuell vertreten durch Ruth Moschner, Rea Garvey und einen wechselnden Rategast, muss zusammen mit den Zuschauern herausfinden, wer sich unter den jeweiligen Masken verbirgt. Hilfestellung bietet in jeder Folge kurze Einspieler, die neue Hinweise zur Identität des Promis liefert. Nach jeder Episode fliegt ein Kandidat raus und wird demaskiert.

"The Masked Singer" vs. "Wer ist das Phantom?": Parallelen und Unterschiede

Betrachtet man das Konzept von "Wer ist das Phantom?", fallen einem mehrere Parallelen zu "The Masked Singer" auf: Auch in der neuen Show muss die Identität eines maskierten Stars von einem dreiköpfigen Team erraten werden. Und auch die kurzen Clips mit den entsprechenden Hinweisen erinnern an die Einspieler von "The Masked Singer".

Neben vieler Parallelen gibt es auch klare Unterschiede. Das Rateteam wechselt von Folge zu Folge komplett und in jeder Episode gibt es nur einen maskierten Star, der im Gegensatz zu den Kandidaten bei "The Masked Singer" nicht singen muss, sondern die ganze Zeit auf einem Thron sitzt. Dafür sind die Promis im Rateteam von "Wer ist das Phantom?" mehr gefordert. Sie raten nicht nur, sondern müssen sieben Rätsel lösen – für jedes entschlüsselte Rätsel gibt es einen direkten Hinweis auf das Phantom.

Den größten Unterschied machen wohl die unterschiedlichen Kostümierungen in den jeweiligen Shows aus. Während "The Masked Singer" die Zuschauer regelmäßig mit detailverliebten und bunten Verkleidungen begeistert, fällt das Kostüm des Phantoms schlichter aus: Es handelt sich um ein schwarzes Outfit, bestehend lediglich aus einem schwarzen Cape samt Umhang und einer LED-Gesichtsmaske, auf der ein Smiley projiziert ist.

In Bezug auf die Ähnlichkeiten zwischen "The Masked Singer" und "Wer ist das Phantom?" sagte eine Sprecherin von ProSieben gegenüber watson:

Uns fallen deutlich mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten bei diesen beiden Programmen auf. "The Masked Singer" lebt von phantastischen Masken, unter denen Prominente singen. Das Rätsel wird von Woche zu Woche spannender. In "Wer ist das Phantom?" erspielen sich die prominenten Detektive Hinweise. Und lösen direkt am Abend auf, wer das Phantom ist. Für das Phantom ist das einfach: Es muss weder performen noch singen."

Trifft ProSieben mit seiner Rateshow-Offensive einen Nerv?

Und wie reagieren die Zuschauer auf die Rateshow-Offensive von ProSieben? Das Interesse an neuen Rateshows scheint weiter zu bestehen, denn zum Auftakt konnte "Wer ist das Phantom?" gute Quoten einfahren. Laut "dwdl.de" schalteten 1,30 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Davon waren 800.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt. Das entspricht einem Marktanteil von 11,5 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe, die Show lag damit recht deutlich über dem Senderschnitt.

Via Twitter fiel das Urteil der Zuschauer allerdings weniger gut aus. "Ich war ein bisschen gespannt auf 'Wer ist das Phantom?', aber es ist schon etwas nervig", zeigte sich zum Beispiel ein User enttäuscht. Vor allem das Konzept der Sendung wurde bemängelt:

"Sehr verwirrt über das Konzept der Show" und "Wer sich für absolut unausgereifte und schlecht durchdachte Showkonzepte interessiert, dem sei 'Wer ist das Phantom?' ans Herz gelegt, lauteten weitere kritische Kommentare.

Der "The Masked Singer"-Hype auf ProSieben geht weiter

Es lässt sich jedoch sagen, dass der Sender den Erfolg von "The Masked Singer" weiter für sich nutzt. Zusätzlich zu der regulären Staffel, die aktuell läuft, ist für Dezember nämlich eine Sonderausgabe des Formats unter dem Titel "The Masked Singer – Die rätselhafte Weihnachtsshow" geplant.

"In dieser einen Sendung sollen drei maskierte Promis weihnachtliche Songs performen. Die Lieder seien eingebettet 'in eine wunderschöne und verrückte' Weihnachtsgeschichte", zitiert "dwdl.de" den verantwortlichen Werbevermarkter "Seven.One Media" dazu.

Und das ist noch nicht alles! Im kommenden Jahr schickt ProSieben mit "The Masked Dancer" eine dritte Rateshow ins Rennen. Das Format soll laut "dwdl.de" im Januar 2022 immer donnerstags ausgestrahlt werden. Außerdem soll die Show, wie auch bereits "The Masked Singer", von Matthias Opdenhövel moderiert werden und live stattfinden.

Anders als bei "The Masked Singer" werden die Kandidaten bei "The Masked Dancer" aber nicht nur alleine auftreten, sondern auch in Paaren. "Wir wollen variantenreicher sein und zeigen die unterschiedlichsten Inszenierungen vom Paartanz bis zur Tanzcombo. Jeder Prominente in Maske trainiert mit einem Profi ohne Maske", erläuterte Daniel Rosemann im Gespräch mit "werben & verkaufen".

(swi)

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