Carolin Kebekus mit ihrem Programm PussyNation live in der Messehalle. Erfurt, 20.03.2019 *** Carolin Kebekus with her program PussyNation live in the exhibition hall Erfurt 20 03 2019 Foto:xM.xKremerx/xFuturexImage

Carolin Kebekus verurteilte die Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche in einem Podcast scharf. Bild: www.imago-images.de / bMichael Kremer

"Riesiger Eisberg voller Scheiße": Carolin Kebekus kritisiert Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche

Carolin Kebekus zeigt immer wieder Haltung zu politischen Themen und drückt auch in ihrer eigenen Sendung "Die Carolin Kebekus Show" gerne den Finger in die Wunde. Nun hat sie im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger" über die mangelnde Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche gesprochen. Sie verurteilte dabei sowohl die katholische Kirche als auch die gesellschaftliche Aufarbeitung des Themas.

"Das ist so ein riesiger Eisberg voller Scheiße. Es ist so absurd, wie die Täter geschützt werden", sagte die 42-Jährige dort. Deutlich kritisierte sie auch die fehlende Reaktion der Zivilgesellschaft in Deutschland: "Ich frage mich, wo die Empörung der Gesellschaft bleibt. Sie ist doch das einzige, was die Opfer noch haben."

Kebekus spricht über Anstieg von Kirchenaustritten

"Wäre die Kirche ein Fitnessstudio und da würden so viel Leute austreten, keine Mitgliedsbeiträge mehr zahlen und Trainer gäbe es auch nicht mehr, was würde denn da wohl passieren?", sagte die Komikerin und bezog sich dabei auf den starken Anstieg von Kirchenaustritten im Raum Köln.

Doch in der Kirche scheint dies laut Kebekus keine Wirkung zu haben bei diesen "Männerbünden". "Die sind so unantastbar, dass sie sich nicht wirklich damit beschäftigen", kritisierte sie weiter.

Soll auch Thema in ihrer ARD-Sendung sein

Sie forderte deshalb eine "Investition in die Zukunft". Gleichzeitig zeigte sie sich besorgt, dass Opfer von Missbrauch Angst haben könnten an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn schon vorher klar sein würde, dass die Täter letztendlich nicht für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.

"Wir wollen doch keine Gesellschaft, die sagt: 'Kindesmissbrauch, komm, in der Kirche ist das was anderes.' Nein, ist es nicht", schloss Kebekus deutlich. Das Thema soll auch in der neuen Staffel der "Carolin Kebekus Show" intensiv behandelt werden.

(nb)

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