COLOGNE, GERMANY - JUNE 08: Ekaterina Leonova during the finals of the 11th season of the television competition 'Let's Dance' on June 8, 2018 in Cologne, Germany. (Photo by Florian Ebener/Getty Images)

Ekaterina Leonova beim "Let's Dance"-Finale 2018. Bild: Getty Images Europe / Florian Ebener

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"Let's Dance"-Star Ekaterina Leonova verteidigt umstrittenen Juror: "Finde seine Kritik gerechtfertigt"

Die aktuell 14. Staffel von "Let's Dance" ist auf RTL in vollem Gange. Mit dem ehemaligen Fußballprofi Rúrik Gíslason und der "GZSZ"-Schauspielerin Valentina Pahde sind die ersten Favoriten fürs Finale am 28. Mai schon so gut wie sicher. Eine, die in den vergangenen Jahren so gut wie immer bis zum Schluss mit ihren Tanzpartnern um den Pokal und den Titel "Dancing Star" kämpfen konnte, war Ekaterina Leonova. Die 33-Jährige ist ein absoluter Publikumsliebling und gewann die Show 2019, 2018 und 2017 dreimal infolge.

Ab 2020 wurde die gebürtige Russin dann allerdings nicht mehr als Profi-Tänzerin für "Let's Dance" angefragt. Die Zuschauer vermuteten schon, dass das an ihrer Gewinnerquote liegen könnte und ärgerten sich über die Entscheidung. Ein endgültiges Aus für Ekaterina Leonova bei der Show sei die erneute Nicht-Teilnahme aber nicht, wie watson von RTL erfuhr. Gegenüber watson verriet sie, wie sie den mitunter strengen Wertungen der Jury steht und auch welche Chancen sie sich für die Zukunft in der Show ausrechnet. Ihre eigene Situation bewertet sie wie folgt:

"Ich weiß nicht, ob ich im nächsten Jahr wieder dabei bin. Das weiß noch keiner von den Tänzern. Die Verträge werden jedes Jahr neu abgeschlossen. Es hängt natürlich auch viel davon ab, welche Promi-Männer mitmachen werden. Vielleicht wird es einen passenden Tanzpartner für mich geben. Mal sehen."

Wenn Ekat eine erneute "Let's Dance"-Anfrage bekommen sollte, würde sie diese sofort annehmen. Ganz spurlos sei die erneute Absage in diesem Jahr allerdings auch nicht an ihr vorbeigegangen. Sie betont: "Ich liebe dieses Format und natürlich habe ich gehofft, wieder dabei zu sein. Aber das Leben geht weiter und man muss positiv nach vorne schauen. Ich habe momentan einige andere Projekte und freue mich auch darauf."

COLOGNE, GERMANY - JUNE 14: Juror Jorge Gonzalez and winners Pascal Hens and Ekaterina Leonova pose on stage during the finals of the 12th season of the television competition COLOGNE, GERMANY - JUNE 14: Juror Jorge Gonzalez and winners Pascal Hens and Ekaterina Leonova pose on stage during the finals of the 12th season of the television competition COLOGNE, GERMANY - JUNE 14: Juror Jorge Gonzalez and winners Pascal Hens and Ekaterina Leonova pose on stage during the finals of the 12th season of the television competition COLOGNE, GERMANY - JUNE 14: Juror Jorge Gonzalez and winners Pascal Hens and Ekaterina Leonova pose on stage during the finals of the 12th season of the television competition

Pascal Hens, Ekaterina Leonova und der Juror Jorge González beim "Let's Dance"-Finale 2019. Bild: Getty Images Europe / Florian Ebener

Ekaterina Leonova bezieht Stellung zur Juroren-Kritik

Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr allerdings im Umfeld zur Tanzshow: Zunächst hatte der Profitänzer Erich Klann erklärt, seine "Let's Dance"-Karriere beenden zu wollen. Auch seine Partnerin Oana Nechiti nahm seit 2018 nicht mehr teil. Zusammen riefen sie nun den Podcast "Tanz oder gar nicht" ins Leben, in dem sie regelmäßig kritisch über die Leistungen der Profis und Promis sowie über die Juroren urteilen. Besonders im Fokus stand dabei die Strenge von Joachim Llambi und angeblich recht inhaltslose Bewertungen von Jorge González.

Auch zu dem Thema äußert sich Leonova jetzt gegenüber watson – und zeigt viel professionelles Verständnis für den Chef-Juror: "Ich finde seine Kritik gerechtfertigt. Er spricht nicht nur die emotionale Ebene des Tanzes an, sondern es werden von ihm viele technische Aspekte kritisiert." Und tatsächlich stimmt sie ihm in Vielem sogar zu:

"Natürlich kann die Kritik von Joachim manchmal sehr hart ausfallen. Ich hätte bei dem einen oder anderen Mal vielleicht das Gleiche gesagt, nur anders formuliert."

Llambis Kritik solle man ihrer Meinung nach aber nicht als etwas Unfaires betrachten, sondern "als ein Hilfsmittel für die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten." Zur Expertise von Jorge als Juror äußert sich die Tänzerin nicht direkt, gibt aber zu bedenken: "Jeder hat ein Recht auf die eigene Meinung. Deswegen will ich keinen kritisieren oder beurteilen."

Wer hat aus Profi-Sicht gute "Let's Dance"-Siegeschancen?

Aber wer hat 2021 eine gute Chance, "Dancing Star" zu werden? Die dreifache Siegerin tut sich bei der Einschätzung nach bislang fünf von insgesamt zwölf Liveshows noch etwas schwer: "Jeder von den Kandidaten gibt sich Mühe und bei jedem sieht man eine Entwicklung. Nur einige Paaren waren schon am Anfang sehr, sehr gut und halten ihr Level – vor allem Rúrik und Valentina.

Bei unter anderem Nikolas Puschmann, Lola Weippert und Ilse DeLange sehe Ekat allerdings Entwicklungspotenzial, sei sich aber sicher, dass man andere Paare ebenfalls nicht unterschätzen sollte: "Manchmal geht es plötzlich mit der Leistung steil nach oben. Deswegen bleibt es spannend."

Sie selbst hätte im Übrigen gern mit jemandem getanzt, der sich auch sie als Tanzpartnerin gewünscht hätte, um im Training sagen zu können: "Ich weiß, dass ich dich nerve. Aber das war deine Wahl und dein Wunsch." Sicher hätte es bei ihrer Reputation so einige Kandidaten gegeben.

COLOGNE, GERMANY - MARCH 15:  Ingolf Lueck together with Ekaterina Leonova perform on stage during the pre-show

Dass Ekaterina den Comedian Ingolf Lück zum "Dancing Star" machen würde, damit rechnete zu Beginn der Staffel niemand. Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Ekat musste bei all ihren Tanzpartnern bei Null anfangen

Zu den Promis, mit denen Ekaterina sich aufs Parkett wagte, zählten auch Ingolf Lück, Pascal Hens und Gil Ofarim. Leicht war es aber wohl für beide Seiten nicht. "Keiner von meinen Tanzpartnern hatte Tanz-Vorerfahrung, deswegen musste ich mit jedem von Null starten. Und es war super spannend zu beobachten, wie sich aus einem Nichttänzer plötzlich ein Tänzer entwickelt", erinnert sie sich im Gespräch mit watson an die Arbeit zurück.

Talent spiele zwar eine Rolle, viel wichtiger sei jedoch der Wunsch, sich zu verbessern, der Trainerin vollkommen zu vertrauen und der Spaß, sich im Training "quälen" zu lassen. "Das hatte jeder von meinen Tanzpartnern. Und dafür bin ich ihnen unglaublich dankbar", resümiert Leonova schließlich.

Manchmal helfen den Promis nur noch Schmerztabletten

Besonders in Erinnerung ist Ekaterina dabei der Tango mit dem Sänger Gil Ofarim geblieben: "Ich habe die Choreografie mit meiner Cousine um 5 Uhr morgens in der Küche gemacht und immer wieder darauf geachtet, dass sein rechter Fuß nicht zu viel belastet wird." Den hatte sich Gil damals nämlich bei einem anderen Tanz verknackst. Da halfen irgendwann nur noch starke Medikamente neben dem Siegeswillen: "Die Schmerztabletten vor jedem Training haben uns gerettet. Und dann kam ein Tango raus, der viele Herzen der Zuschauer berührt hat."

Gerne erinnert sich die Standard- und Latein-Tänzerin auch an den Quickstep mit dem Handballer Pascal Hens zurück, bei dem sie den Handball-WM-Sieg vertanzten. Hinter den Kulissen lief es allerdings nicht so grandios: "Wir haben die Probe richtig versaut. Wir konnten den Tanz nicht komplett durchtanzen." Am Ende ging sogar noch ein Treppengeländer im Studio kaputt – es regnete allerdings trotzdem die Höchstpunktzahl von 30 Punkten von der Jury für sie.

Für wen es in diesem Jahr solche unvergesslichen Momente geben wird, stellt sich in den kommenden Wochen immer am Freitagabend auf RTL heraus.

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