Victoria Swarovski und Daniel Hartwich führen auch 2021 zusammen durch "Let's Dance".
Victoria Swarovski und Daniel Hartwich führen auch 2021 zusammen durch "Let's Dance".
Bild: TVNow / Stefan Gregorowius
Analyse

Schon kurz nach Staffel-Auftakt: Warum Fans "Let's Dance" boykottieren wollen – RTL äußert sich zu Wirbel

05.03.2021, 11:10

Am vergangenen Freitag war es so weit, "Let's Dance" startete in die mittlerweile 14. Staffel auf RTL. Mit der beliebten Tanzsendung gehen viele Traditionen einher, beispielsweise, dass einige Tage vor dem Showstart die Profitänzer bekannt gegeben und in Folge eins die Promis mit den Profis verpartnert werden. Doch schon seit einiger Zeit regt sich durch das Prozedere Unmut bei den Zuschauern.

Denn als das Juroren-Urgestein Joachim Llambi bereits Mitte Februar angekündigt hatte, dass Profitänzer Massimo Sinato 2021 nicht teilnehmen kann, weil er demnächst Vater wird, ahnten die Zuschauer schon, dass das nicht die einzige Enttäuschung bleiben könnte. Schnell wurde die Vermutung laut, es könnte sich der Frust aus dem vergangenen Jahr wiederholen und Show-Liebling und Tänzerin Ekaterina Leonova womöglich erneut nicht dabei sein.

Zuschauerbefürchtung um Ekaterina Leonova bei "Let's Dance" wird wahr

Das bestätigte sich schließlich bei der Bekanntgabe des Profi-Casts. Mit Pasha Zvychaynyy oder Patricija Belousova sind neue Gesichter dabei, es gibt zudem ein Wiedersehen mit unter anderem Vadim Garbuzov, der zusammen mit Nicolas Puschmann das erste deutsche Männertanzpaar bei "Let's Dance" bildet. Von Ekat, wie sie von den Zuschauern genannt wird, fehlt hingegen jede Spur.

Besonders schmerzlich wurde sie vermisst, als sie am vergangenen Freitag auf ihrer Instagram-Seite die diesjährige "Let's Dance"-Saison einleitete und wohlwollende Worte an ihre ehemaligen TV-Kollegen richtete:

"Ich erinnere mich so gerne an meine sieben Jahre bei 'Let's Dance' und bin unglaublich dankbar, ein Teil davon gewesen zu sein. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg, viel Glück und viel Geduld. Gebt alles und genießt jeden Moment der Show. Ich bin mental mit euch."

"Let's Dance"-Fans drohen mit Boykott

Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon längst klar war, dass Ekaterina Leonova auch nicht als Überraschungsgast dazustoßen würde, herrschte jede Menge Unmut unter dem Social-Media-Beitrag. Einige Zuschauer drohten sogar mit Boykott: "Tja, ohne mich. Ohne Ekat kein 'Let's Dance'."

Andere User übten ähnlich scharfe Kritik: "Es ist eine Schande, dass du schon wieder nicht dabei bist" und "Schaue es nicht, weil ich es unfair finde, dass du nicht dabei bist", ist in den Kommentaren zu lesen. Schließlich vermuten einige hinter dem Statement sogar schon einen endgültigen Abschied von der RTL-Sendung.

Das sagt RTL zu einem möglichen Ekat-Comeback bei "Let's Dance"

watson fragte bei RTL nach. Eine Sprecherin wollte sich nicht zum konkreten Fall Ekaterina Leonova und den möglichen Comeback-Chancen äußern, erklärte aber ganz allgemein:

"Grundsätzlich gilt: Eine Nicht-Teilnahme 2021 bedeutet nicht das endgültige Aus. Welche Profis tanzen, hängt in jeder Staffel auch davon ab, welche Promis dabei sind. Es muss insgesamt passen."

Ob bei den Promis, die 2021 mit dabei sind, nicht doch der eine oder andere passende Tanzpartner für Ekat dabei gewesen wäre, sei mal dahingestellt. Zumindest hätten sich etliche Zuschauer auf Twitter den isländischen Ex-Fußballer Rúrik Gíslason als perfekten Partner für Ekaterina vorstellen können. Weiter heißt es jedoch im RTL-Statement: "Wie in vorigen Staffeln schon möchten wir auch in diesem Jahr gerne neuen Profis die Teilnahme bei 'Let’s Dance' ermöglichen."

Ekaterina feierte nie dagewesene Erfolge in der Show

Denn wir erinnern uns: Ekaterina schaffte es dreimal in Folge, die Show für sich zu entscheiden. 2017 fing die Siegesserie mit Gil Ofarim an, ein Jahr später tanzte sie mit Komiker Ingolf Lück und führte ihn überraschend zum Sieg. Schließlich performte sie in ihrer bislang letzten Staffel 2019 mit Pascal Hens und auch ihn beförderte sie aufs Siegertreppchen. Und quasi gleich im Anschluss begann RTL, die Tänzerin "fallen zu lassen".

2019 durfte Ekaterina Leonova noch bei "Let’s Dance – Die große Profi-Challenge" mitwirken, bei der sie zusammen mit dem Kollegen Massimo Sinato tanzte – und gewann. Der Preis der Challenge sollte sein, dass sich die beiden Sieger in der kommenden Staffel ihren Promi-Tanzpartner selbst aussuchen dürfen. 2020 war allerdings nur noch Massimo dabei, von Ekat fehlte jede Spur. Ihren Gewinn konnte sie bis dato also nicht einlösen.

RTL ließ Ekaterina nach ihren Siegen fallen

Eine weitere Tradition ist es, dass das Siegerpärchen aus dem letzten Jahr zu Beginn der nächsten Staffel noch einmal seinen Siegertanz aufführen darf. In diesem Jahr waren das Massimo Sinato und die Artistin Lili Paul-Roncalli. Hinterher bedankte sich die Jury ausgiebig und auch das Tanzpaar kam noch einmal zu Wort. Massimo hatte sogar die Möglichkeit, sich mit feuchten Augen in die baldige Vaterschaftspause zu verabschieden.

Und hier wird der Unterschied bereits deutlich: Denn im Vorjahr durfte Ekaterina zwar ebenfalls zusammen mit dem Ex-Handballer Pascal Hens erneut aufs Parkett, doch eine kleine Rede war ihr nicht vorbehalten. Stattdessen wurde direkt nach dem Tanz ohne Umschweife mit der Show weitergemacht. Ekaterina hatte Tränen in den Augen, als sie sich beim Publikum mit Verbeugungen bedankte.

"So viel zum Dancing Star 2019, jetzt kommen wir wieder zum Titel-Kampf 2020", moderierte Daniel Hartwich einfach weiter. Wortlos verschwanden Leonova und Hens von der Bühne. Warum sie von RTL nicht einmal die Gelegenheit bekam, in der Live-Sendung etwas zu sagen, bleibt bis heute unklar.

Die Tänzerin selbst wäre gern wieder bei "Let's Dance"

Ekat wird indes nicht müde, Social Media als Bühne zu verwenden und erwähnt dort regelmäßig, dass sie sehr gerne wieder Teil der Sendung sein möchte. Ob sie in den kommenden Jahren vielleicht wieder antreten darf, scheint sie selbst nicht zu wissen. Auf die Nachfrage eines Fans, ob es 2022 endlich ein Wiedersehen mit ihr geben wird, antwortete sie mit einem schulterzuckenden Emoji – schon das eindeutigste Zeichen, denn ansonsten scheint auch sie Stillschweigen darüber zu bewahren.

Von anderen TV-Sendungen wird Ekat allerdings nicht derart abgekanzelt: Momentan ist sie bei "Das große Promibacken" auf dem Konkurrenzsender Sat.1 zu sehen – anscheinend ein weiterer Schritt weg vom baldigen "Let's Dance"-Comeback.

Noch dazu mussten neben Ekat auch schon andere Tänzerinnen und Tänzer jahrelang scheinbar grundlos aussetzen, Vadim Garbuzov tanzte zuletzt 2018 mit Tina Ruland. Die anderen Profis der Sendung erfreuen sich zwar auch gewisser Beliebtheit bei den Zuschauern, doch an die Werte von Ekaterina Leonova reichen sie nicht heran.

Die Profitänzerin ist nicht die erste beliebte "Let's Dance"-Größe, die vom Sender verbannt wird. Auch die ehemalige Moderatorin der Sendung, Sylvie Meis, wurde nach sieben Staffeln 2018 einfach ausgetauscht. Seitdem moderiert Victoria Swarovski das Format. Genaue Gründe blieb RTL auch hier den enttäuschten Zuschauern schuldig.

Sylvie Meis moderierte "Let's Dance" von 2011 bis 2017.
Sylvie Meis moderierte "Let's Dance" von 2011 bis 2017.
Bild: Getty Images Europe / Lukas Schulze

Wenig Hoffnung für Fans: RTL lässt sich beim "Let's Dance"-Cast nicht in die Karten schauen

Warum RTL ausgerechnet den Publikumsliebling nicht mehr antreten lässt, bleibt ein Mysterium – es kursierte zumindest zwischenzeitlich das Gerücht, dass Ekaterina einfach zu oft hintereinander gewonnen hat und die anderen Tänzer und Promis dadurch langsam aber sicher chancenlos seien. Bestätigt wurde das allerdings nie.

Es scheint bei der Geheimnistuerei jedenfalls sicher zu sein: RTL nimmt keine Rücksicht auf die Wünsche der Zuschauer – das tat der Sender in dem Format noch nie. Und das, obwohl ab jetzt Woche für Woche Anrufe über das Weiterkommen der Kandidaten entscheiden. Wenn es aber um die Promi-Profi-Paarungen geht, hat das Publikum nichts zu melden. Diese Entscheidung will sich der TV-Sender offensichtlich nicht aus der Hand nehmen lassen.

Es funktioniert immerhin trotzdem: Fast fünf Millionen Zuschauer schalteten dennoch ein, als am 26. Februar die Promis mit den Tänzern verpartnert wurden.

Am Ende muss Ekaterina Leonova RTL dennoch dankbar sein: Nachdem sie ihr Studium in Düsseldorf beendet und keinen festen Job in Deutschland gefunden hatte, drohte ihr die Abschiebung. Der TV-Sender verhinderte das, indem die Tänzerin einen Job in der Online-Redaktion von RTL bekam. Auch damit könnte es nun zusammenhängen, dass sie als Mitarbeiterin von RTL keinen zweiten Job mehr als Tänzerin bekommt – so tragisch das auch für ihre Tanzkarriere wäre.

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